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Doppelmoral

Homophober Politiker hatte Affäre mit seiner verheirateten Großcousine

Einer der homophobsten US-Politiker, der gerne wegen seiner "christlichen Familienwerte" LGBTI-Rechte einschränken will, nimmt es mit den biblischen Werten in seinem eigenen Leben nicht so genau.


Senator Joey Hensley widmete seine politische Karriere der Einschränkung von LGBTI-Rechten

Wenn es um LGBTI-Rechte geht, gibt sich der Republikaner Joey Hensley gerne kompromisslos: Der Senator im Parlament von Tennessee hat mehrfach landesweit mit homophoben Initiativen von sich reden gemacht, etwa mit einem sogenannten "Don't Say Gay"-Gesetz, das es Lehrern verbieten sollte, über LGBTI-Themen zu sprechen (queer.de berichtete).

Das Gesetz scheiterte zwar, aber andere von ihm initiierte Entwürfe – etwa dass Beratungslehrer oder Therapeuten Hilfe für selbstmordgefährdete Schwule und Lesben wegen deren sexueller Orientierung ablehnen dürfen – sind in Tennessee Gesetz. Gerade arbeitet er an einem Gesetzentwurf, der unter anderem Homo-Paaren die Adoption erschweren soll. Diese Gesetzentwürfe begründete er stets mit seinem "christlichen Familienwerten".

Doch der vor wenigen Jahren zum vierten Mal geschiedene 61-Jährige, der auch als Hausarzt arbeitet, drückt bei seinem eigenen Privatleben offenbar alle Augen zu. So soll er nach Aussagen in einem Scheidungsprozess seit Jahren eine Affäre mit der Ehefrau des Vizebürgermeisters seiner Heimatstadt Hohenwald gehabt haben. Das behaupteten vergangene Woche sowohl der Vizebürgermeister als auch seine Noch-Ehefrau im Prozess. Den Aussagen nach habe Hensley seit 2014 regelmäßig mit der verheirateten Frau Sex gehabt.

Das besonders Pikante an der Affäre: Die Frau, eine von Hensley angestellte Teilzeit-Krankenschwester, ist auch die Großcousine des Senators und gleichzeitig seine Patientin. Laut den Gerichtsunterlagen habe sie in der Vergangenheit offenbar mit Opium-Missbrauch gekämpft – Hensley habe ihr aber trotzdem Rezepte ausgestellt, damit sie das Rauschmittel in der Apotheke erwerben konnte.

Hensley war trotz einer Anfrage, als Zeuge aufzutreten, nicht beim Prozess erschienen – was in Tennessee sein Recht als Senator und als Arzt ist. Laut dem Magazin "Nashville Scene" begründete Hensley sein Nichterscheinen bei dem Verfahren mit den Worten: "Ich hatte dafür keine Zeit. Ich hatte mit dem Fall nichts zu tun. Alles, was ich gesagt hätte, hätte am Ende keinen Unterschied gemacht."

Hensley: "Ich habe keine Gesetze gebrochen"

Die Affäre stritt Hensley nach Angaben des Magazins nicht ab – er habe sich "einige Monate" lang mit der Frau des Vizebürgermeisters getroffen, gab er zu. "Das dauert aber nicht mehr an", behauptete der Politiker. Gleichzeitig beteuerte er, erst nach seiner Scheidung mit der Affäre begonnen zu haben. "Ich habe keine Gesetze gebrochen", so Hensley. Bei der Frage des Medikamentenmissbrauchs verwies er auf die ärztliche Schweigepflicht.

Es gilt als wenig wahrscheinlich, dass dieser Familienskandal dem Republikaner politisch schaden wird. Er mischt bereits seit 2003 als Kongressabgeordneter und Senator in der Politik Tennessees mit und hatte bislang meist sehr deutlich seinen konservativen Wahlkreis gewonnen. Bei den letzten Wahlen im November stimmten 75 Prozent der Wähler für ihn. (dk)



#1 Dont_talk_aboutProfil
  • 14.03.2017, 13:11hFrankfurt
  • Wen interessiert das ? Was hat das mit unserer Community zu tun ? Sind nicht auch wir manchmal versucht, uns positiver darzustellen, als wir sind ?
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 14.03.2017, 13:21h
  • Na ja:

    Incest is the best?

    Spass beiseite:

    Es ist offensichtlich, dass diese Reaktionäre ihre eigene Labilität und ihre eigenen Obsessionen durch harte Regeln ausgleichen wollen, an die sie sich dann aber selbst nicht halten (können).

    Wir sind dann die Sündenböcke ihrer 'Sünden'.

    Und viele von uns machen das Spiel ja mit, indem sie gleich in den argumentativen Defensivmodus gehen, anstatt munter anzugreifen.
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#3 TelemarcoAnonym
  • 14.03.2017, 13:35h
  • Antwort auf #1 von Dont_talk_about
  • Es interessiert in dem Falle schon, weil er eine aggressive, homophobe Politik macht. Und es sind gerade solche Leute, die die meisten Leichen im Keller haben, die mit Anstand und Moral und sogenannten Werten um sich werfen. Solche Typen sind einfach widerlich!
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#4 goddamn liberalAnonym
  • 14.03.2017, 13:37h
  • Antwort auf #1 von Dont_talk_about
  • "Wen interessiert das ? Was hat das mit unserer Community zu tun ? Sind nicht auch wir manchmal versucht, uns positiver darzustellen, als wir sind ?"

    1. Mich interessiert das! Weil der ein Feind ist.

    2. Wer soll denn die Community sein?

    3. Wer ist das 'Wir'?

    4. Gewissenserforschung ist immer gut. Hier geht es aber um einen Überlebenskampf gegen Auslöscher. Und erst, wenn man den gewonnen hat, kann man auch mal in sich gehen.
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#5 Pascal GoskerAnonym
  • 14.03.2017, 14:41h
  • Ehebruch. Inzest. Fehlt nur noch Kindesmissbrauch, dann ist die heilige Dreifaltigkeit komplett.

    Was wohl die Bibel dazu sagt...
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#6 SebiAnonym
#7 sanscapote
#8 ArchäologeAnonym
  • 14.03.2017, 18:28h
  • So berechtigt die sonstige Kritik auch ist: Mit Inzest hat das nichts zu tun. Eine Großcousine ist keine leibliche Verwandte in gerader Linie - sonst müßte man auch (und erst recht) dem mit seiner Cousine verheirateten Charles Darwin Inzest vorwerfen, Cousin und Cousine können auch nach heutigem Recht heiraten. In diesem Punkt sollte die Kirche beim Dorf bleiben, gerade auch um die zahlreichen begründeten Vorwürfe nicht unnötig zu verwässern.
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#9 Patroklos
#10 Miguel53deProfil