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Aus nach 30 Jahren

Bruno Gmünder Verlag stellt Printmagazin "Männer" ein

Während im Januar noch von einer vierteljährlichen Erscheinungsweise die Rede war, soll die schwule Zeitschrift nun ausschließlich digital erscheinen.


Die letzte gedruckte Ausgabe des Magazins "Männer"

Nach der "Du & Ich" verschwindet mit "Männer" das letzte ernstzunehmende deutsche Schwulenmagazin aus dem Zeitschriftenhandel. Wie der Bruno Gmünder Verlag am Montag mitteilte, wird die Printausgabe mit sofortiger Wirkung eingestellt. Stattdessen soll es nur noch eine digitale Version geben.

Der Verlag feiert die Einstellung des Traditionsheftes nach genau 30 Jahren wie einen Erfolg: "Wir wollen noch mehr in die Zukunft investieren", heißt es in der gemeinsamen Erklärung von Geschäftsführer Michael Taubenheim und Chefredakteur Paul Schulz. "Deswegen schließen wir das Kapitel Print-Magazin ab."

Noch vor zwei Monaten hatte der Verlag angekündigt, dass das chronisch defizitäre Heft von einer monatlichen auf eine vierteljährliche Erscheinungsweise umgestellt werden soll (queer.de berichtete). Der damalige Chefredakteur Kriss Rudolph hatte den Verlag deshalb im Streit verlassen. "Ich bin froh, dass ich die Pläne für die Abwicklung des Magazins weder verkünden noch selber umsetzen muss", schrieb er damals in einer Stellungnahme.

Taubenheim und Schulz begründen den Kurswechsel mit dem plötzlichen Tod von Verlagsinhaber Frank Zahn am 8. Februar und "den damit verbundenen Veränderungen im Unternehmen". Die Abonnenten sollen "in den nächsten Tagen über das weitere Vorgehen informiert" werden.

Redaktionell anspruchsvolle gedruckte Kaufmagazine für schwule Männer erscheinen noch im deutschsprachigen Ausland: Seit Herbst 2015 bemüht sich das "Mannschaft Magazin" aus der Schweiz um Leser aus der Bundesrepublik, aus Österreich kommt der "Vangardist". Viermal im Jahr gibt es zudem eine neue Ausgabe des Lifestyle-Hefts "Mate" aus Berlin. (mize)



#1 Ven293769Anonym
  • 14.03.2017, 14:13h
  • Ein Problem war auch das man das Magazin kaum am Kiosk kaufen konnte...

    Ich konnte in Braunschweig nur am Bahnhof das Magazin kaufen ... Und wann bin ich da schonmal?
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#2 Pascal GoskerAnonym
  • 14.03.2017, 14:40h
  • Solange der Bruno-Gmünder-Verlag nicht die veruntreuten Spendengelder zurückzahlt, die eigentlich zur Ergreifung der kreuz.net-Hintermänner gedacht waren, sind die eh für mich gestorben.

    Da haben viele Leute von ihrem eh wenigen Geld was abgegeben, damit die Hetzer gefasst werden und dann nutzt der Bruno-Gmünder-Verlag das zur Firmensanierung und damit David Berger auf unsere Kosten Urlaub machen kann.
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#3 MahmoudProfil
  • 14.03.2017, 15:05hDuisburg
  • Mich wundert, im welchem Umfang sich der Sexshop Verlag "Bruno Gmünder"
    seit Jahren in dieser Art und Weise in der schwulen Szene festsetzen konnte.

    Wenn man sich vergleichbare Magazine in Frankreich, den USA, und in Großbritannien anschaut, wird man deutliche Unterschiede zu "Männer" feststellen, selbst da, wo es Hochglanzmagazine sind.

    Schmuddelkram im Stil einer schwulen Beate Uhse verklemmt, spießig, seicht-pornographisch, stroh­dumm das gibt's nur von "Bruno Gmünder".

    Seien wir froh, daß das Heft weg ist, hoffentlich verschwindet der Rest des Verlags auch noch. Mich freut's sehr.
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#4 Rosa SoliAnonym
  • 14.03.2017, 15:43h
  • Antwort auf #2 von Pascal Gosker
  • Der größte Chefredakteur aller Zeiten wird seinen Teil dazu beigetragen haben!
    War vielleicht auch keine kluge Idee, einen frühpensionierten Religionslehrer zum Chefredakteur zu machen.
    Vermutlich hat es dem ohnehin angeschlagenen Magazin den Todesstoß versetzt. Der Nachfolger konnte dann nur noch einen Scherbenhaufen zusammenfegen, der nicht mehr zu retten war.
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#5 andreAnonym
  • 14.03.2017, 16:27h
  • Viel Spekulation denke ich. Print-Medien haben es alle schwer So ist die Zeit. Es gibt 2 Ausnahmen. ADAC Motorwelt und Apotheken- Rundschau. Das sind echt die auflagenstärksten Print Medien Deutschlands. Beide allerdings kostenlos bzw beitragsfinanziert. Aber selbst das linke "Neue Deutschland", hat einen gewaltigen Rückgang der Print-Ausgabe. Der Nachteil ist, jeder Depp kann heute, in Blogs, FB etc schreiben und hetzen, wie er will. Es ist viel Gülle im Umlauf. Und immer beanspruchen die "Gülle-Schreiberlinge" die Wahrheit für sich und der Mob applaudiert habe ich den Eindruck.
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#6 SebiAnonym
  • 14.03.2017, 17:41h
  • Antwort auf #5 von andre
  • Man muss das differenzieren:

    Tageszeitungen haben es tatsächlich verdammt schwer. Sind sie teilweise aber auch selbst schuld.

    Aber Zeitschriften blühen. Es gab noch nie so viele verschiedene Zeitschriften-Titel auf dem deutschen Markt wie heute. Alleine in den letzten 2-3 Jahren sind Dutzende neue Magazine erschienen.

    Gerade im Special-Interest-Bereich tut sich da einiges... Von Computer-Magazinen bis hin zu Tierzeitschriften, von Sammlermagazinen bis hin zu Musikzeitschriften, etc. etc. etc. Und sogar den oft totgesagten Programmzeitschriften geht es prima.
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#7 ven987698Anonym
  • 14.03.2017, 19:08h
  • Antwort auf #6 von Sebi
  • Mag sein, man muss sie aber halt auch irgendwo kaufen können und im Fall "Männer" war das in den meisten Fällen nur am Bahnhof möglich... Ich hab die Zeitung weder im Supermarkt (mit großer Zeitungsauswahl wie z.B. Real) gefunden noch im Kiosk an der Ecke und ein Abo kommt mir nicht in Frage - erst recht nicht bei einem Verlag der ständig irgendwie am straucheln ist.

    Wenn ich Männer gekauft hab war das idr. wenn ich am Bhf war und das kam jez nicht unbedingt oft vor.
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#8 Patroklos
#9 JanJanAnonym
  • 15.03.2017, 00:00h
  • Antwort auf #3 von Mahmoud
  • Also wenn ich bedenke, was allein für tolle Bildbände vom Verlag veröffentlicht werden, die sonst von keinem anderen Verlag veröffentlicht werden würden, kann ich ihre Aussage überhaupt nichts Gutes abgewinnen. Eher scheinen Sie die Bedeutung des Verlages nichts ganz zu erkennen!
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#10 Homonklin44Profil
  • 15.03.2017, 04:10hTauroa Point
  • Das hängt vielleicht auch einfach damit zusammen, dass das Format heute überlebt ist und die neuen Medien im digitalen Bereich einfacher zugänglich sind. Hier kann man zusätzlich mit interaktiven Möglichkeiten arbeiten und etwa Clips einbinden und hat zeitnahe Reaktionen .

    Dass viele herkömmliche Magazine verschwinden, ist mir aufgefallen. Jetzt nichrt mal nur im Nischenbereich. Die Herstellungskosten sind wohl zu heftig. Über's Web klickt man den Link und ist drauf, die Webseiten kann man immer wieder umstrukturieren und braucht nicht jedes Mal neues Papier, Druckfarbe und Kram. Keine Versandprobleme ... egal ob man von Venezuela oder von Zürich aus drauf klickt. Alles einfacher.

    Und Displays in elastischer Seitenform für das Blättergefühl auf dem Sofa kommen bestimmt noch. Ein Heft für tausend Seiten.
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