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Finanzielle Hilfe

Köln: Stadt will offenbar klammen CSD unterstützen

Nach der Insolvenz des Pride-Veranstalters KluST greift die Oberbürgermeisterin dem CSD wohl finanziell unter die Arme.


Oberbürgermeisterin Henriette Reker will offenbar erreichen, dass zum CSD wie in den Vorjahren viele Besucher in ihre Stadt kommen (Bild: Stadt Köln / Danny Frede)

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) will laut einem Bericht des "Kölner Stadtanzeigers" die Abhaltung des diesjährigen CSDs in der Domstadt mit einem finanziellen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro garantieren. Es gebe "Gerüchte", dass Reker die Förderung bereits zugesagt habe.

Die Hilfe wurde nötig, weil der bisherige Veranstalter des Cologne Pride, der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST), vor einem Monat Insolvenz anmelden musste (queer.de berichtete). Nun hat ein Bündnis aus der Szene unter Federführung der Aids-Hilfe Köln und des Beratungszentrums Rubicon das Ruder übernommen.

Gregor Timmer, der Pressesprecher der OB, konnte gegenüber der Regionalzeitung nicht bestätigen, dass bereits 25.000 Euro zur Seite gelegt worden seien. Aber: "Es steht fest, dass das Geld zu Verfügung steht, aber in welcher Höhe noch nicht", so Timmer. Dies hänge von Details ab.

Die CSD-Organisatoren erklärten auf ihrer Facebook-Seite: "Wir stehen in guten und konstruktiven Verhandlungen mit der Stadt. Diese sind allerdings noch nicht abgeschlossen." Sie hatten Anfang März einen Brief an Reker geschickt, in dem sie um den Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro baten. Der Betrag solle zweckgebunden zur Gründung einer gemeinnützigen GmbH genutzt werden.

Bereits im Vorfeld hatte die neue CSD-Mitorganisatorin Sabine Arnolds erklärt: "Ganz ohne finanzielle Unterstützung wird das in diesem Jahr nicht gehen" (queer.de berichtete). Sie betonte dabei, dass auch die Stadt vom CSD profitieren werde. Immerhin zieht der CSD jedes Jahr rund eine Million Besucher an.


In der Domstadt wurde der CSD seit 1991 jedes Jahr vom inzwischen insolventen Kölner Lesben- und Schwulentag e. V. veranstaltet.

Am Montag hatte Oberbürgermeisterin Reker im Stadtrat betont, dass der CSD für die Stadt eine "wichtige Veranstaltung" sei, die aber freilich nicht von der Stadtverwaltung organisiert werden könne.

Gefährdet ist weniger die Parade, die vor der Insolvenz formal unabhängig vom KLuST organisiert worden war, sondern vielmehr das Straßenfest. Die Organisation sei nach Angaben von Aids-Hilfe-Geschäfsführer Michael Schuhmacher trotz ehrenamtlicher Aktivisten schwierig, da die Räume des KLuST und ein hauptamtlicher Mitarbeiter nicht mehr zur Verfügung stehen.

Das Straßenfest soll wie geplant am Wochenende 7. bis 9. Juli stattfinden, mit der Demonstration am Sonntag. Die neuen Veranstalter haben in Absprache mit der Szene vergangene Woche "Human Rights First" als ihr diesjähriges Motto festgelegt. (cw)



#1 JustusAnonym
  • 15.03.2017, 16:22h
  • Da die Stadt Köln nicht nur vom Image, sondern auch wirtschaftlich extrem vom CSD profitiert, kann sie das auch ruhig mal, wenn der CSD in Not ist...

    Genauso dürften auch diverse Hotels, Gastronomie, Einzelhandel, etc. ein bisschen was dazugeben, da sie ja auch massiv davon profitieren. Wieso sollen die dann nicht auch wenigstens einen kleinen Teil ihrer Profite zurückgeben, um ihre Profite auch in Zukunft gewährleisten zu können.
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#2 Paulus47Anonym
  • 15.03.2017, 18:31h
  • Wie kann man nur den CSD Köln finanziell "gegen die Wand fahren" ??? Wie schafft man das ???
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#3 Patroklos
#4 Torsten IlgAnonym
  • 16.03.2017, 14:28h
  • Da geht Frau Reker nicht weit genug. Ich habe bereits vor Monaten mehr Engagement gefordert. Die Insolvenz des Kölner Lesben und Schwulentags ist ärgerlich, auch weil in Deutschland eine Zunahme homofeindlicher Positionen durch ultra-rechte und religiös-islamistische Gruppen zu verzeichnen ist. Das macht den CSD in Köln unverzichtbare denn je. Als Kommunalpolitiker fordere ich deshalb erneut, dass auch die Stadt Köln sich zukünftig stärker finanziell an der Ausrichtung der Parade beteiligen sollte. Die Stadt profitiert durch alle Großveranstaltungen, auch finanziell. Die Kosten für teure Sicherheitsmaßnahme wärend der Parade bleiben meistens beim Veranstalter hängen. So unterstützt die Stadt den Rosenmontagszug jedes Jahr per Beschluss mit etwa 150.000 Euro für Organisation und Dekoration des Zugwegs. Völlig unnötig, denn der Karneval trägt sich selbst. Dieses Geld könnte der CSD gut gebrauchen.
    Die Veranstalter des CSD sollten dann aber auch darauf verzichten, sich vornehmlich als politisch linksgerichtetes rot-grünes Projekt zu verstehen. Offiziell gab sich der Veranstalter KLuST e.V. zwar parteipolitisch gern unabhängig, allerdings sind kritische Töne zur Ehe-Öffnung, oder auch zu homofeindlichen Einstellungen unter meist männlichen Migranten, auf dem CSD nicht erwünscht. Ebenso eine Debatte über Frauenrechte im Islam und die Ächtung von Unterdrückungssymbolen wie das Tragen einer Burka in unserer freien und aufgeklärten Gesellschaft.
    Auch muss der zukünftige CSD sich verstärkt nach marktwirtschaftlichen Kriterien orientieren und selber tragen. Vielleicht wäre die Einführung eines kostenpflichtigen Festabzeichens ein Weg. Mit 5 Euro könnte sich jeder Besucher und Zuschauer der Parade am CSD beteiligen. Das ist zumutbar.
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#5 ElchtestAnonym
#6 stromboliProfil
  • 16.03.2017, 15:42hberlin
  • Antwort auf #4 von Torsten Ilg
  • ..." Mit 5 Euro könnte sich jeder Besucher und Zuschauer der Parade am CSD beteiligen. Das ist zumutbar."

    Bei dem program das du gerne dort einführen willst, wären mir 5 , fünf euro zuviel!
    Jetzt sollen wir auch noch die pegida-afd- sonstwasrechten miniaturparteien hoffähigmachen und deren kampagne auch noch finanzieren..
    Du troll!

    Die frauen sollen sich um frauen kümmern!
    Incl. burkadiskussion.
    Männliche ex-afd patriarchatsmitläufer nicht hier auf frauenemanzipiert tun.

    Auch schwul, oder wie du zufällig homosexuell sein, ist schon lange kein ablassbrief mehr für von frauen für frauen zu führende frauenpolitik.
    Gerade du , der du aus der afd kommst, dürfte sich da nicht mehr weit aus dem fenster beugen.
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#7 AFD-WatchAnonym
  • 16.03.2017, 16:40h
  • Antwort auf #4 von Torsten Ilg
  • "Die Veranstalter des CSD sollten dann aber auch darauf verzichten, sich vornehmlich als politisch linksgerichtetes rot-grünes Projekt zu verstehen."

    Es stand den Konservativen 1972 frei SELBER zu demonstrieren und in all den Jahren selber einen CSD zu organisieren!
    Warum wohl ist das nicht passiert?

    "Offiziell gab sich der Veranstalter KLuST e.V. zwar parteipolitisch gern unabhängig, allerdings sind kritische Töne zur Ehe-Öffnung ...nicht erwünscht. "

    Echt nicht?!?

    Gab es doch mal, als der FDP Wagen vorbeizog...

    "auf dem CSD Ebenso eine Debatte über Frauenrechte im Islam und die Ächtung von Unterdrückungssymbolen wie das Tragen einer Burka in unserer freien und aufgeklärten Gesellschaft."

    Und das hat nun WAS mit dem CSD zu tun?!?

    "Auch muss der zukünftige CSD sich verstärkt nach marktwirtschaftlichen Kriterien orientieren und selber tragen"

    Heißt also im Umkehrschluss:
    Sollte der CSD mal ausfallen, dass SPART die Stadt Köln das Geld, was sie dem CSD zugeschossen hätte und ansonsten sieht die Bilanz genauso aus?

    Um einen User zu zitieren: Das ist von der Wand bis zur Tapete gedacht!
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#8 ursus
  • 16.03.2017, 18:37h
  • Antwort auf #4 von Torsten Ilg
  • "allerdings sind kritische Töne zur Ehe-Öffnung [...] auf dem CSD nicht erwünscht."

    meine erste frage wäre, auf welchen erfahrungen diese behauptung eigentlich beruht. wer hat solche "töne" wo genau nicht anbringen dürfen? von welchen aktuer_innen reden Sie konkret? oder ist das einfach nur mal so dahingesagt, ohne jeden bezug zu realen ereignissen?

    wenn Ihre behauptung zutreffen sollte, dann könnte das damit zu tun haben, dass "kritische töne" zur gleichbehandlung schlicht und einfach queerfeindlich sind. der CSD setzt sich FÜR gleichberechtigung einsetzt und eben nicht gleichzeitig auch dagegen. Sie mögen es in Ihrer verqueren vergöttlichung von "neutralität" irgendwie nicht verstehen wollen, aber der CSD kann nicht gleichzeitig eine politische veranstaltung (u.a. mit konkreten politischen forderungen) UND politisch "neutral" sein (schon gar nicht bezüglich dieser forderungen).

    auch was Ihre finanzierungsidee angeht: ich habe selten realitätsfremderes und, mit verlaub, dümmeres gelesen.
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#9 Torsten IlgAnonym
  • 17.03.2017, 06:45h
  • Antwort auf #8 von ursus
  • Ich habe mehrfach bekundet, dass ich aus rein pragmatischen Gründen für die Ehe-Öffnung bin. Es muss aber auch möglich sein, die Forderung nach Alternativen zuzulassen. Diese Debatte wird nicht mehr geführt. Das ist aber nicht der zentrale Punkt. Der CSD sollte versuchen, seinen abgrenzenden Touch abzulegen und weniger das Thema Sexualität und sexuelle Praktiken in den Vordergrund zu stellen. Dann wäre die Front derer, die die Ehe-Öffnung ablehnen, sicher kaum noch wahrnehmbar. Mit einem CSD, der einen breiten Volksfest-Charakter hätte, erreicht man mehr Sympathien und weniger Ablehnung.
    Volksfeste finanzieren sich auch durch Festabzeichen. Insofern ist mein Vorschlag so abwegig nicht. Wenn außerdem noch lokales Interesse im Sinne von Brauchtumsförderung dazu käme, dürfte auch einer Mitfinanzierung des Events seitens der Stadt, ähnlich wie beim Karneval, nichts mehr im Wege stehen.
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#10 stromboliProfil
  • 17.03.2017, 11:52hberlin
  • Antwort auf #9 von Torsten Ilg
  • über was wird beim csd geredet..
    Emanzipation von der unterdrückung durch konservativ-reaktionäre kräfte, zu denen du ebenfalls gehörst!

    "Ich habe mehrfach bekundet, dass ich aus rein pragmatischen Gründen für die Ehe-Öffnung bin. Es muss aber auch möglich sein, die Forderung nach Alternativen zuzulassen."
    Welche "alternativen wären dies den in deinem reaktinären sinne..
    Eben ein zweitklassiges partnerschaftsgedöns das nicht an die grundfeste der konservativ-reaktionären werte rüttelt.
    Das stellt dich in die gleiche reihe mit den "genderwahn" aposteln aus afd-pegida und besorgten bürgern...

    Ja , es wird gerüttelt..
    Vieleicht nicht so heftig wie ich mir es vorstelle, aber es rührt sich was!

    "Der CSD sollte versuchen, seinen abgrenzenden Touch abzulegen und weniger das Thema Sexualität und sexuelle Praktiken in den Vordergrund zu stellen."
    Leider macht er dies ja nicht; er bietet sich als reformprojekt der zerfallenden heteronormitäten an.. siehe "ehe für alle".
    Da wird auch nicht nach alternativen gefragt, sondern das "altbewehrte" umfunktioniert.

    Das mag die alten morschen knochen patriarchalischer schwanz&mösenanbeter in wallung bringen, ist doch ihr "fortpflanzungsalleinvertretungsanspruch" heftigst in gefahr.

    Aber so recht wird an keiner stelle über sexualität explizit gesprochen...
    Und ein paar halbnackte hanselInnen am&in dem umzug, machen auch noch nicht den sexuellen tabubruch aus.
    Das spielt sich nur in deinem samenstaugestörten vorstellungen ab.
    Warum also diese komunalpolitische charade deinerseits..
    Publizität.. trollgebaren, um hier in erinnerung zu bleiben und nicht ständig mit der afd in verbindung gebracht zu werden..?

    Mein vorschlag dagegen: es bilden sich viele viele spontane gruppen und interessensgemeinschaften, die unabhängig voneinander sich auf den csd vorbereiten!

    Es gibt ein grundorientierungspapier, dass die grenzen einbindet; so rechte manipulation und vereinnahmung verhindern.
    Ansonsten es dem karneval gleich, sich satirisch und politisch scharf mit den bestehenden ungereimntheiten unseres lebens auseinander setzen.
    Da kann dann auch eine "islamische gruppe" bestehend schwulen migranten/flüchtlingen das thema burka aufgreifen.
    Lesbische frauen sich mit den "schwulen schänzen" beschäftigen und vice versa.
    Könnten wir darstellen, wie sich community untereinander beharkt ob der quotenteilung und gefühlter benachteiligungen...

    Ich will nicht mehr coca cola, mercedesbenz, rtl und sonst queerfreundlichen unternehmen deren umzugswagenwerbung mittragen.
    Sollen sie spenden!
    Bein kauf eines rainbow-armbandes darf dann das firmenlogo mitverkauft werden...

    Wir brauchen auch nicht die vip- wagen trungenschunkelnden partygeladenen der parteien...
    Langt, wenn auf einem zwei wagen so sozial freiwillige helfer hervorgehoben werden.
    Die, die in glbt-flüchtigen hilfe leisten, die auids und altershilf aber auch jugend-obdachlosen helfen..
    Denen gebürt ein weitsichtbare , erhobener platz im umzug.
    Nicht den parteifritzen und deren jungpeergroup .. so sehr die sich auch bemühen.
    Die sind und bleiben "fussvolk" im stonewall riots gedenken!

    Du siehst, man könnte über vieles veränderungswürdiges nachdenken.. aber nicht mit dir an der ideologischen spitze.
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