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Nach HB 2

Homophober Ex-Gouverneur: Ich werde diskriminiert!

Als Gouverneur von North Carolina unterzeichnete Pat McCrory ein Gesetz, das die Diskriminierung von Trans- und Homosexuellen erlaubte. Jetzt drückt er auf die Tränendrüse, weil ihm kaum jemand einen Job geben wolle.


Pat McCrory, der die Diskriminierung von LGBTI ausdrücklich erlaubt hat, fühlt sich jetzt selbst benachteiligt

Der vor vier Monaten als Gouverneur von North Carolina abgewählte Republikaner Pat McCrory beklagt, dass er wegen seinem Image als homo- und transphober Frömmler heute nur schwer einen Job finden könne. Grund sei das von ihm unterzeichnete Gesetz HB 2, das unter anderem lokale LGBTI-Antidiskriminierungsrichtlinien für ungültig erklärt und Transsexuellen verbietet, Toiletten oder andere geschlechtergetrennte Einrichtungen an öffentlichen Gebäuden zu nutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen.

"Menschen sind zurückhaltend, mich anzustellen, weil sie denken: 'Meine Güte, der ist ja ein fanatischer Frömmler'. Aber das Gegenteil ist richtig", so McCrory in einem Interview mit der evangelikalen Nachrichtenseite "World". Schuld an dieser Form der Diskriminierung sei eine "politisch-korrekte Gedankenpolizei" von "liberalen" Aktivisten.

Gegenüber "The News & Observer" klagte der 60-Jährige, dass Universitäten "wegen Studentenprotesten" zurückhaltend seien, ihn als Dozent zu buchen. "So sollte das amerikanische System nicht funktionieren – indem es Menschen auslöscht wegen ihrer politischen Meinung". Er deutete an, dass er als Berater für Firmen in Teilzeit arbeite, sagte aber nicht, für welche.

In LGBTI-Blogs wurden die Klagen McCrorys mit Häme aufgenommen. So wurde darauf verwiesen, dass McCrory alle Initiativen blockierte, um Diskriminierung aufgrund der Merkmale sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität in North Carolina zu verbieten – während nach Merkmalen wie Rasse oder Religion nach Bundesrecht bereits seit Jahrzehnten nicht diskriminiert werden darf.

Auch die Demokratische Partei des Bundesstaats reagierte belustigt auf die Klagen des Ex-Regierungschefs: "North Carolina hat Hunderte Millionen Dollar und Tausende Jobs wegen HB 2 verloren. Ich denke, wir können McCrorys Jobproblem einfach zur Gesamtzahl hinzuzählen", sagte Parteisprecher Mike Gwin.

HB 2 noch immer Gesetz

Der neue Gouverneur Roy Cooper hat versprochen, HB 2 abschaffen zu wollen. Da allerdings die Republikaner sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat eine Mehrheit haben, gibt es heftigen Widerstand dagegen. Ein erster Versuch kurz vor Weihnachten scheiterte (queer.de berichtete).

HB 2 hatte zu einer regelrechten Boykottwelle gegen North Carolina geführt: Mehrere Konzerne legten wegen des kontroversen Gesetzes Expansionspläne in dem Staat auf Eis, darunter auch PayPal und die Deutsche Bank. Viele Musikstars wie Bruce Springsteen, Ringo Starr oder Pearl Jam sagten außerdem aus Protest Auftritte in North Carolina ab.

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump fühlen sich allerdings viele LGBTI-Gegner im Aufwind und planen in anderen Bundesstaaten ähnliche Gesetze. In Texas hat ein an HB 2 angelehntes beispielsweise bereits die ersten Hürden im Senat überwunden. In South Dakota hat der Gouverneur vergangenes Wochenende ein Gesetz unterzeichnet, das es Adoptionsagenturen ausdrücklich erlauben soll, Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität diskriminieren zu dürfen. Einzige Bedingung: Sie müssen die Ablehnung von Homo- oder Transsexuellen mit Moral oder Religion begründen.

Insgesamt seien nach Angaben der Human Rights Campaign in 23 der 50 Bundesstaaten Gesetze geplant, um die Rechte von LGBTI einzuschränken – allein in Texas würden derzeit ein Dutzend Gesetze beraten. Geplant sei etwa, LGBTI als Pflegeeltern zu verhindern oder religiösen Standesbeamte das Recht einzuräumen, gleichgeschlechtliche Eheschließungen ablehnen zu dürfen. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 15.03.2017, 19:40h
  • Er hat andere diskriminiert und beschwert sich jetzt, selbst diskriminiert zu werden...

    Dann merkt er mal, wie das ist... Nur dass er seine Situation selbst verschuldet hat. Diejenigen, für deren Diskriminierung er verantwortlich ist, haben sich das nicht selbst eingebrockt, sondern ihm zu verdanken...
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#2 Vater
  • 15.03.2017, 20:15h
  • Dieser Mann tut mir von Herzen leid. Von daher helfe ich ihm bei seinem Problem gerne weiter, in dem ich die Empfehlung ausspreche, ein kleines Stoßgebet an den lieben Herrgott zu richten. Möge dieser dafür sorgen, dass der Herr Ex-Gouverneur bekommt, was er verdient.

    Ich helfe doch immer wieder gern.
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#3 ArmeSchwarzeKatzeAnonym
  • 15.03.2017, 20:45h
  • Kinders! Wie gemein geht man denn mit dem Herrn McCrory um?
    Es ist ja fast so wie mit den "aufrechten" IS Kämpfern - die wollen manche Länder noch nichtmals zurück haben.
    Ich finde diese Gedankenpolizei auch schrecklich, man darf gar nicht mehr so diskriminieren und hetzen und verunglimpfen und schlecht reden wie früher einmal. Man muss mit Mitmenschen, die ja schließlich anders sind, auch noch fair umgehen! Wie kann das sein?
    Menschen auslöschen wegen ihrer politischen Meinung, das geht ja gar nicht!! Man stelle sich mal vor meine politische Meinung wäre es die Ungläubigen mit liebevoll handgefertigten Bombengürteln in die Luft zu sprengen.Außerdem würde ich obendrein noch mein persönliches Leben dafür einsetzen ... und da nehmen mir die "Liberalen" den Bombengürtel weg - aber das ist doch meiner, wie gesagt: "selbst gebastelt." Zählt denn Eigentum heute nichts mehr? Das geht aber doch nicht!! Bald werden wir alle von den "Liberealen" enteignet. Jeder sollte seine Meinung frei äußern können ob mit taten oder Worten, ob mit Bomben und granaten oder mit Gesetzen, verboten, Diskriminierungen oder Hassreden - Ist doch nur der Ausdruck einer persönliche Meinung! Und eins noch: Würde man dieses Prinzip so gnadenlos umsetzen, dann kann der Steuerzahler auch noch Unsummen sparen, denn dann ist fast keiner mehr straffällig - okay außer die LGBTI, die Indios, die Mexikaner, die Bunten - doch von irgendwas müssen die Gefängnisfirmen ja schließlich leben um den braven Arbeitern ihren Billiglohn bezahlen zu können.
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#4 Patroklos
  • 15.03.2017, 21:11h
  • Ich habe mit dem kein Mitleid, selber schuld, wenn er sich solche Klöpse leistet!
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#5 LorenProfil
  • 16.03.2017, 00:31hGreifswald
  • Der Mann glaubt doch, dass Beten hilft. Also los, Paddy! Die Täter-Opfer-Umkehr kannst du dir in die Haare schmieren.
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#6 stephan
  • 16.03.2017, 00:51h
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • Mein Mitleid hält sich auch in engen Grenzen und ich wüsste auch nicht recht, wo ich solch einen Menschen einsetzen sollte, der sich als so menschenfeindlich erwiesen hat. Wenn ich noch Katholik wäre, so hielte ich vielleicht folgende Formulierung für passend: "Eine angemessene Zeit der Umkehr und Buße in Sack und Asche ist angemessen und währenddessen sollte der Herr sich nicht beschweren!"
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#7 Homonklin44Profil
  • 16.03.2017, 07:43hTauroa Point
  • Hm, er könnte bei Bekannten in der Kneipe als Toiletten-Perle anheuern.

    Dafür darf er ein rosa Bunny-Kostüm tragen, undein Schleifchen im Haar.

    Und weil esda nur Toiletten für Männer und Frauen gibt, muss er, falls er auch mal selbst muss, sich sein Geschäft in die Schürzentasche machen. Vielleicht wäre das lehrreich.

    Ich hätte auch einen Tipp, damit er nicht hungern muss. Bei MacDonalds gibt es ab etwa 18:00h die day old Donuts zum halben Preis.

    Bescheidenheit, Demut, Geduld. Lehrt das nicht seine Lieblingskirche?
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#8 stromboliProfil
  • 16.03.2017, 08:11hberlin
  • der wird sich noch als administrator für lgbttq* fragen in eine solche organisation einklagen..
    Abgelenht wird er auf schadensersatz klagen..
    Das sagt mir meine rosarote glaskugel.
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#9 schwarzerkater
  • 16.03.2017, 13:04h
  • ""Menschen sind zurückhaltend, mich anzustellen, weil sie denken: 'Meine Güte, der ist ja ein fanatischer Frömmler'..."
    stimmt doch auch! :-D
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