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"Zwischen zwei Leben"

Guido Westerwelles Leben wird verfilmt

Deutschlands ersten offer schwuler Bundesminister starb im März vor einem Jahr an Leukämie – jetzt produziert Ufa Fiction einen Fernsehfilm über den Politiker und Menschen.


Guido Westerwelle (re.) und sein eingetragener Lebenspartner Michael Mronz 2009 bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth (Bild: Tafkas, 2009 / wikipedia)

Das Leben und Sterben des ehemaligen Außenministers und FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle wird verfilmt. Nach einem Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit" hat die Produktionsfirma Ufa Fiction die Verfilmungsrechte für das Buch "Zwischen zwei Leben" erworben, das Westerwelle kurz vor seinem Tod gemeinsam mit dem Journalisten Dominik Wichmann veröffentlicht hatte. Der Politiker war am 18. März im Alter von 54 Jahren an Leukämie gestorben.

Westerwelle erzählt in dem Buch von seinem Kampf gegen den Krebs, gleichzeitig ist es eine Liebeserklärung an seinen eingetragenen Lebenspartner Michael Mronz. Dies sei beabsichtigt und "auch die Lehre dieser Zeit", sagte der schwule Politiker in einem "Spiegel"-Interview: "Man sagt gleichgeschlechtlichen Ehen eine gewisse Oberflächlichkeit nach, weil schon das Wort homosexuell die Sexualität betont. Aber das ist nicht so, bei Michael und mir schon gar nicht. Ich wusste das vorher, aber jetzt noch tausendmal mehr: Wir führen keine Ehe zweiter Klasse."

Schon vor seinem Coming-out war er die "Schwesterwelle"


Westerwelles Buch "Zwischen zwei Leben" erschien im November 2015 im Hoffmann und Campe Verlag

Westerwelle war erste offen schwule Bundesminister in Deutschland. Der in Bad Honnef geborene Politiker war schnell aufgestiegen: 1994 wurde er FDP-Generalsekretär, 2001 Parteichef und schließlich nach dem großen Wahlsieg der Liberalen 2009 Außenminister. Seine Homosexualität war zunächst ein offenes Geheimnis und nicht selten Anlass für Spott und homophobe Angriffe – seit 2004 wagte er aber ein vorsichtiges Coming-out und setzte sich später auch im Außenamt für LGBTI-Rechte weltweit ein.

Während seiner Amtszeit blockierte die schwarz-gelbe Koalition allerdings die weitere Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern. Während dieser Zeit zwang das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung insgesamt sechs Mal, homosexuelle Paare in Einzelbereichen wie dem Steuerrecht gleichzustellen. Später lastete der FDP-Politiker das fehlende Engagement Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an.

An Westerwelles Todestag nahm die Kanzlerin die fehlende Gleichstellung zumindest in Worten vorweg: "Sein Tod erschüttert mich tief. Meine Gedanken gehen zu Guido Westerwelles Familie und insbesondere zu seinem Mann Michael Mronz." (cw)



#1 Paulus47Anonym
  • 16.03.2017, 06:14h
  • "1994 wurde er FDP-Generalsekretär, 2001 Parteichef und schließlich nach dem großen Wahlsieg der Liberalen 2009 Außenminister. Seine Homosexualität war zunächst ein offenes Geheimnis und nicht selten Anlass für Spott und homophobe Angriffe seit 2004 wagte er aber ein vorsichtiges Coming-out und setzte sich später auch im Außenamt für LGBTI-Rechte weltweit ein. "

    --> Ja so ist es richtig, das könnte man hier LinksparteiDad und AfDWatch alias Miguel53de nicht oft genug entgegenhalten, wenn sie wiedereinmal vollkommen niveaulos gegen Westerwelle stänkern und lästern.

    Westerwelle war der erste offen schwule Parteivorsitzende einer Partei in Deutschland. Und er war es auch, als er 2009 für die FDP den höchsten Wahlsieg in der Parteigeschichte der FDP seit 1949 erreichte. Wer dies bestreitet, der lügt schlechthin.

    ------

    Wir können Westerwelle sehr dankbar sein: nicht nur weil er uns vor einem Libyeneinsatz in Afrika bewahrte und in der UNO nicht dem Kriegseinsatz seine Zustimmung gab, sondern vor allem wie öffentlich er als Aussenminister mit seinem Mann auftrat. Ich kann mich noch gut an die Hochglanzbilder der BUNTE erinnern, als er bei den Wagnerspielen in Bayreuth gemeinsam mit Mann zu sehen war.

    Auch sein Umgang mit seiner Krebserkrankung und seine Liebeserklärung zu seinem Mann werden mir bleibend immer positiv gut in Erinnerung bleiben, und LINKE wie hier im Queerforum, die hier auch noch posthum gegen Westerwelle anstänkern, haben echt jedes Niveau in meinen Augen verloren.
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#2 stromboliProfil
  • 16.03.2017, 08:08hberlin
  • oh gott ( berufen weil nicht existent!) , weg ist nicht gleich weg.. die leichenfledderer sind am werk.
    Was wir aus der "vita" guidos wohl lernen können?
    Schrankschwesterntum gegenüber dem wahlvolk

    Sicher, die parteibonzen wussten um seine "veranlagung"; aber im partinternen grabenkampf war klein guido schon ein erfahres frontschwein.
    Da wurden schon rechnungen offengehalten, um dem windbeutel den weg nach oben zu glätten.
    Genschmanns ziehsohn.
    Vieleicht erzählt uns der biopic etwas über diese seite des früh abberufenen.
    Wie genscher z.b. parteiinternen widerstand zu seiner balkanpolitik überwinden konnte...
    So den balkankrieg mit evozierte!

    Ansonsten: Gibt es ein herausstellungsmerkmal für homosexuelle zeitgeschichte, die an dieser homopolitischen unperson abgearbeitet werden könnte?
    ( nie vergessen: 1997 erste erwähnung in "out" ohne bestätigung durch W. - 2004 dann zwangsouting durch bild...)

    Ist es der zufall, am ende seiner politkarierre aussenminister und vizekanzler der republik gewesen zu sein ein motiv, so kurz nach seinem ableben nun seene vita beleuchten zu wollen.

    Was hat der denn "vollbracht" politisch?
    Nichts!

    Ein bischen schisslaweng .. spätrömische elitenarroganz als erinnerung für sein neoliberales wirken.

    Oder die bayreuther seifenoper, die sein überfan hier in erinnerung ruft.

    Man sollte den "ruhen" lassen, statt weiter nach gründen zu suchen , warum man den mann politisch wie privat ablehnen musste!
    Aufgewärmtes von gestern wird auch in der wohlwollenden nabelschau kleinbürgerlicher homos nicht besser!
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#3 myysteryAnonym
  • 16.03.2017, 08:09h
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • In der BUNTE stand auch, dass gegen künstliche Empörung Musik von Helene Fischer am besten wirkt ;)

    Bin mal gespannt, ob der Film es überhaupt ins Fernsehen schafft. Oder hat schon ein Sender "zugeschlagen"?
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#4 NiveaulosAnonym
  • 16.03.2017, 08:30h
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • "Auch sein Umgang mit seiner Krebserkrankung und seine Liebeserklärung zu seinem Mann werden mir bleibend immer positiv gut in Erinnerung bleiben, und LINKE wie hier im Queerforum, die hier auch noch posthum gegen Westerwelle anstänkern, haben echt jedes Niveau in meinen Augen verloren."

    Wenn hier jemand Niveau in den Augen vieler anderer verloren hat, dann warst du das, der - während alle anderen ihr Beileid bekundeten IN EINEM POLITISCH NEUTRAL TON - du selbst es nicht lassen konntest nebenbei deine politische Propaganda und Hetze gegen Linke zu starten und so eine Diskussion zu PROVOZIEREN und in eine Bahn zu lenken, die völlig unangemessen war! Selbst da konntest du nicht die Klappe halten! Pietätlos, geschmacklos, unter aller Sau! DAS war echt daneben!
    >:-(
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#5 Fascho47-WatchAnonym
  • 16.03.2017, 08:50h
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • "Ich halte diese Wahlforderung der FDP HEUTE noch für richtig: die Mittel- und Oberschicht leidet unter zu hohe Abgaben und Steuerlast (die Krankenversicherungsbeiträge steigen, die Grundsteuer steigt, die Lebenshaltungskosten steigen, usw.). Welche Lehrerfamilie kann sich denn heute noch drei oder vier Kinder leisten, wenn sie gleichzeitig ein Wohnhaus abbezahlen muß."

    www.queer.de/detail.php?article_id=25797&antwort_zeigen=
    ja#c87


    Hast du nicht neulich noch gefordert, Afrika ist aufgrund der hohen Geburtenrate schuld an seiner Misere und solle doch bitteschön den Nachwuchs reduzieren?

    Aber bei der Lehrerfamilie soll der Zusammenhang bitte nicht gelten, weil sie sich doch gleichzeitig viele Kinder und ein eigenes Wohnhaus leisten KÖNNEN MUSS, anstatt auf viele Kinder zu verzichten um nicht in "Armut" zu rutschen?
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#6 LorenProfil
  • 16.03.2017, 09:19hGreifswald
  • Die Folgen seiner Erkrankung waren schrecklich. Seine asoziale Politik zeitigte auch schreckliche Folgen für viele. Schön wärs, wenn der Mann differenziert dargestellt und nicht glorifiziert würde.
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#7 Patroklos
  • 16.03.2017, 09:21h
  • Ich bin auf diesem Film auch schon gespannt und vor allem, wer die Hauptrolle spielen wird.
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#8 stromboliProfil
  • 16.03.2017, 09:36hberlin
  • Antwort auf #7 von Patroklos
  • wer schon wäre besser geeignet als unser kaleu, Jürgen Prochnow
    Schon guidos mobil hatte die physische enge des "boot'es" ; eine gute voraussetzung für die schauspielerische aneignung der vom körperlich aufs geistig übertragbaren enge.

    Ich überlass dich nun dem grüblen und recherchieren in bunte und bild.
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#9 stromboliProfil
  • 16.03.2017, 09:41hberlin
  • Antwort auf #6 von Loren
  • wieso.. der hatte eine hochklassische sonderverpflegung im bundeswehrkrankenhaus und weiteren vom abgeordnetenstatus garantierten- finanzierten privatkassenleistungen.

    Da hat es meine nachbarin edna schwerer gehabt als harz4-krebserkrankte..
    Auch die "tapfer" , auch die verstorben.. hierüber aber kein film in aussicht!
    Scheiß spiel, die klassenunterschiede!
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#10 zwei lebenAnonym