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Oklahoma

USA: Republikanischer Senator nach Treffen mit 17-jährigem Callboy angeklagt

Ralph Shortey, Unterstützer von Trump und "Familienwerten", war von der Polizei mit dem Jugendlichen in einem Motelzimmer aufgefunden worden.


Der Senator hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert

Einem republikanischen Mitglied des Senats von Oklahoma wird ein Treffen mit einem 17-Jährigen zum mutmaßlich bezahlten Sex zum Verhängnis: Nach mehreren Tagen Ermittlungen ist Ralph Shortey am Donnerstag wegen mehrerer Strafrechtsparagrafen zur Prostitution angeklagt worden.

Der 35-Jährige, mit einer Frau verheiratet und Vater zweier Kinder, gilt als Vertreter von "Familienwerten" und war im Präsidentschaftsvorwahlkampf der Republikaner der regionale Kampagnenmanager für den jetzigen US-Präsidenten Donald Trump. Der Politiker war in der Nacht zum letzten Donnerstag im Motel "Super 8" in der Kleinstadt Moore in einem Zimmer mit dem Jugendlichen aufgefunden und vorläufig festgenommen worden.

Nach Auswertung der elektronischen Kommunikation des Politikers mit dem jungen Mann lauten die Vorwürfe auf Ansprechen eines Minderjährigen zwecks Prostitution, auf den Transport einer Person zur Prostitution sowie Prostitution im Umkreis von 1.000 Fuß (rund 300 Meter) einer Kirche.

Während das Schutzalter für Sex in Oklahoma bei 16 Jahren liegt, spielt bei diesen Fragen die reguläre Definition von Erwachsenen ab 18 Jahren eine Rolle. Gegen den Politiker, der sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen äußerte, wurde ein Haftbefehl erlassen.

Kontakt über Craigslist

Den umfangreichen Medienberichten zufolge war die Polizei von der Familie des jungen Mannes zu dem Motel gerufen worden. Sowohl seine Freundin als auch seine Eltern sorgten sich demnach um den jungen Mann, der oft wegen Drogengebrauchs auffälig geworden und sich über das Netzwerk Craigslist für sexuelle Dienstleistungen zur Verfügung gestellt haben soll, um Geld für Drogen zu bekommen.

Auch zu Shortey soll der Kontakt über Craigslist zustande gekommen sein. Die Freundin sagte, der 17-Jährige habe ihr gesagt, er werde heute bezahlt werden. Da sie sich Sorgen um eine Drogennutzung gemacht habe, sei sie dem Wagen gefolgt, der ihn abholte und zum Motel fuhr. Dort habe sie den Vater des Jungen angerufen, der die Polizei informierte. In dem Zimmer mit zwei Einzelbetten, das der Senator für eine Nacht gebucht hatte, fanden die Beamten Gleitmittel und Kondome.


Der unspektakuläre Ort des Geschehens

Der Polizeibericht vermerkt zudem einen starken Geruch von Marihuana in dem Motelzimmer, auch wenn keines aufgefunden wurde. Als Senator hatte Shortey ein Gesetz eingebracht, das eine Liberalisierung der Marihuana-Nutzung durch einen Volksentscheid wieder zurückdrehen sollte.

Ansonsten verantwortete Shortey dubiose Gesetzesentwürfe, die es etwa Bürgern erlauben sollten, auf Drohnen zu schießen, oder es verbieten, Föten zu Nahrungsmitteln zu verarbeiten – die Idee hatte er offenbar aus einem alten Science-Fiction-Film. Er stimmte für einen gescheiterten Versuch, Transsexuellen die Nutzung des zu ihnen passenden Klos zu verbieten.

Der Senat hatte am Mittwoch nach Bekanntwerden der Vorwürfe Shortey einstimmig seine Privilegien und Posten in Ausschüssen entzogen; er ist aber noch Senator, bekommt sein Gehalt und kann in dem Parlament abstimmen. Nach der Anklage forderte ihn der stellvertretende Gouverneur Todd Lamb zum Rücktritt auf. (cw)



#1 schwarzerkater
  • 17.03.2017, 05:38h
  • wahrscheinlich wollte shortey den 17-jährigen stricher in einem politischen einzelgespräch davon überzeugen nicht mehr zu kiffen, beim sex kondome zu benutzen und mehr zu beten. ;-) :-D
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#2 MichaelTh aGAnonym
#3 RobinAnonym
  • 17.03.2017, 09:46h
  • Wer am lautesten quietscht, will geölt werden.

    Ist doch immer dasselbe:
    die größten Hetzer gegen GLBTI wollen damit nur von sich selbst ablenken.

    Dass deren Wähler das nicht durchschauen...
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#4 leERtASte_
  • 17.03.2017, 09:46h
  • Völlig verdient, dass seine Doppelmoral aufgeflogen ist!

    Abgesehen davon haben die dort schon interessante Gesetze:

    "lauten die Vorwürfe auf [...] sowie Prostitution im Umkreis von 1.000 Fuß (rund 300 Meter) einer Kirche."
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#5 Patroklos
  • 17.03.2017, 09:48h
  • Ein heterosexueller Senator trifft sich mit einem ebenfalls heterosexuellen Prostituierten in einem Motel, um schwulen Sex zu haben - eine seltsame Vorstellung!
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#6 JustusAnonym
  • 17.03.2017, 10:31h
  • "auf den Transport einer Person zur Prostitution sowie Prostitution im Umkreis von 1.000 Fuß (rund 300 Meter) einer Kirche."

    Ich finde zwar diese Regelungen bescheuert. Wieso darf man nicht in einem Hotelzimmer bezahlten Sex haben, nur weil eine Kirche in der Nähe ist? Was kommt als nächstes? Dürfen Schwule demnächst auch zuhause nicht mehr Sex haben, wenn sie in der Nähe einer Kirche wohnen?

    Aber dennoch hat es hier mal den richtigen getroffen.... Solche bigotten Heuchler diskriminieren andere und hetzen mit ihren angeblichen "Familienwerten" gegen andere, betrügen dann aber ihre Frauen mit Strichern...

    Hoffentlich lässt die Frau sich scheiden und er verliert alle politischen Ämter und Jobs und steht dann vor den Trümmern seines Lebens. Dann kann er mal in Ruhe über seine Taten nachdenken und sich vielleicht in Zukunft bessern.
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#7 LaurentProfil
  • 17.03.2017, 10:31hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Dazu fällt mir sofort wieder "La Cage aux Folles" aus den 1970ern mit dem wunderbaren Michel Serrault und der Vorsitzende der "Partei für Sitte und Moral" ein, der beim Sex mit einer "Prostituierten, dazu noch minderjährig und schwarz" einen tödlichen Herzinfarkt erlitt.
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#8 TheDad
  • 17.03.2017, 10:50h
  • ""sowie Prostitution im Umkreis von 1.000 Fuß (rund 300 Meter) einer Kirche.""..

    Ein weiteres Beispiel für abenteuerliche Gesetze die man in verschiedenen US-Bundesstaaten vorfindet..

    Bannmeilen für Sex um "Kirchen" herum..
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#9 TheDad
#10 TheDad