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1. FC Köln

Wieder homophobes Banner bei Bundesligaspiel

"Eure Väter sind ganz froh über die Jungs vom Bahnhof Zoo" – diesmal provozierten Kölner Ultras Richtung Hertha.


In der Profi-Welt des Fußballs läuft noch immer nicht alles rund (Bild: Armando Sobrino / flickr)

Der Banner-Schlagabtausch zwischen Fans von Hertha Berlin und des 1. FC Köln ist am Samstag in eine weitere Runde gegangen: Diesmal waren es die Kölner, die beim Heimspiel hinter dem Tor ein Transparent mit dem Aufdruck "HB 98: Eure Väter sind ganz froh über die Jungs vom Bahnhof Zoo" entrollten.

Der Spruch, der den Gegnern unter Anspielung auf die Stricher-Szene Berlins Homosexualität unterstellt, richtet sich an die Berliner Ultras Harlekins Berlin 98 – diese hatten beim Hinspiel im Oktober an die Kölner Gruppierung "Wilde Horde 96" auf einem Transparent verlauten lassen: "WH96: Lieber eine Mutter als zwei Väter!" (queer.de berichtete).

Twitter / Marcel_Braune | Marcel Braune, Hertha-Reporter der "Bild", hatte das neueste Banner am Samstag auf einem Foto festgehalten

Der Spruch, der wiederum eine Antwort auf ein Transparent "HB '98: Elf glückliche Väter, eine glückliche Mutter…" aus einem vorherigen Spiel war, hatte den Ultras viel Kritik und ein Ermittlungsverfahren des DFB eingebracht.

Beide Vereine engagieren sich gegen Homophobie

Das Sportgericht des DFB hatte den Spruch "Lieber eine Mutter als zwei Väter", der auf einem gut 30 Meter langem Transparent hinter dem Tor ausgerollt worden war, im Februar im Rahmen mehrerer Fan-Vergehen bestraft, bei dem Urteil über 24.000 Euro wurden öffentlich allerdings nur ein Einsatz von Pyrotechnik und ein anderes diffamierendes Plakat erwähnt (queer.de berichtete).


Das Plakat aus dem letzten Oktober (Bild: politikkultur / twitter)

Das Harlekin-Plakat sei dabei abgewogen worden gegen den Einsatz des Vereins gegen Homophobie, sagte ein DFB-Sprecher dem Magazin "Mannschaft". So hatte er mit Botschaften gegen Homophobie in sozialen Netzwerken und auf seiner Webseite auf den Vorfall reagiert (queer.de berichtete). Die Hertha gehört u.a. auch zu den Erstunterzeichnern der Berliner Erklärung "gegen Homophobie und für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport".

Diese wurde auch vom 1. FC Köln unterzeichnet. Beide Vereine haben schwul-lesbische Fanclubs – Hertha-Junxx und Andersrum rut-wiess – und beide unterstützten deren CSD-Teilnahmen.



#1 Dont_talk_aboutProfil
  • 19.03.2017, 22:34hFrankfurt
  • Das soll jetzt homophob sein ? Und Hurensohn ist heterophob ? Langsam macht sich unsere Community lächerlich
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#2 myysteryAnonym
  • 20.03.2017, 08:13h
  • Antwort auf #1 von Dont_talk_about
  • Hurensohn ist nicht heterophob (wieso auch?), sondern eine Beleidigung. Als eine solche Beleidugung kann man das Banner auch verstehen.

    Man kann es aber auch wohlwollend so interpretieren, dass die Kölner Fans in die Richtung "argumentierten", dass man doch lieber zwei offen schwule Väter hat als homophobe Idioten, die öffentlich dagegen hetzen und es sich dabei heimlich von Strichern besorgen lassen (typischer amerikanischer Republikaner).

    Auf jeden Fall ist es richtig, dass man in einem immer noch homophoben Umfeld wie dem Fußball besonders sensibel mit solchen Bannern umgeht. Man hat es am Samstag im Sportstudio wieder gesehen: Der Moderator fragt den Freiburger Trainer nach Rassismus und Schwulenhass im Fußball und ob er sich von den Fans da nicht deutlichere Statements wünscht...als Antwort schaut Streich erst einmal verduzt vor sich hin und stottert dann zwei Minuten lang seine Ablehnung von Rassismus heraus. Kein einziges Wort zum Thema Homophobie im Fußball. Totschweigen hilft immer.

    Dabei ist Rassismus im europäischen Fußball - zum Glück - nicht mehr das Problem. In Südeuropa gibt es teilweise noch Exzesse, aber ansonsten ist die Thematik im Griff (wobei natürlich auch schwarze Top-Spieler hier gehörig helfen, liebe schwule Versteckspieler).
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#3 Dont_talk_shitAnonym
#4 Patroklos
#5 hajowiAnonym
#6 SebiAnonym
  • 20.03.2017, 10:35h
  • Wieso bekommen solche Hetzer kein Stadionverbot?

    Beim ersten mal für 1 Jahr, dann haben die genug Zeit zum Nachdenken. Und wenn das immer noch nichts bringt und sie wieder auffällig werden, halt für länger oder für immer...

    Es kann doch nicht sein, dass wenige faule Äpfel ein ganzes Stadion vergiften und das Proleten-Image des Fußball noch verstärken.
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#7 Carsten ACAnonym
  • 20.03.2017, 10:44h
  • Wieso passiert sowas immer nur beim Fußball?

    Ich habe noch nie gehört, dass bei Handball, Basketball, Leichtathletik, Schwimmen, etc. Rassismus, Homohass, etc. so ungestört akzeptiert wird.

    Zieht Fußball denn wirklich nur Asoziale an?
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#8 LorenProfil
#9 Daniel_KBAnonym
#10 Homonklin44Profil
  • 20.03.2017, 14:18hTauroa Point
  • Antwort auf #7 von Carsten AC
  • Nö, bei Fußball, Football, Hockey und solchen Sportarten ist es offensichtlich, und in anderen Sportarten läuft das mehr subtil oder intern ab.

    Surfen zum Beispiel, Skateboarden, Snowboarden, Ski.

    Wir können nur das mitbekommen, was irgendwo auffällig wird, was berichtet wird. Die Schwierigkeiten, die SportlerInnen persönlich erfahren, dokumentiert niemand. Mal wird ein Film drüber gemacht, wie "Out in the lineup", wo drüber gesprochen wird.
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