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München

Das ist der neue Geschäftsführer vom Sub

Kai Kundrath vom Projekt Prävention leitet künftig die Projekte im Münchner Schwulenzentrum.


Nach dem Ausstieg von Christian Schultze übernimmt Kai Kundrath am 1. April den Posten als Gesamtleiter Projekte im Sub (Bild: Vilmos Veress)

Der neue Mann heißt Kai Kundrath. Der promovierte Soziologe, der auch Pädagogik und Wirtschaftspsychologie studierte, tritt am 1. April seinen neuen Job als Gesamtleiter Projekte im Münchner Schwulenzentrum Sub in der Müllerstraße 14 an. Kundrath, 36 Jahre alt, übernimmt die Position von Christian Schultze, der das Sub nach sieben Jahren verlassen hatte, um sich selbstständig zu machen.

Kundrath ist im Sub kein Unbekannter. Er hat fünf Jahre lang das Projekt Prävention im Sub geleitet. Als er die HIV-Prävention übernahm, sollte er die erfolgreiche Abteilung fit für die Zukunft und eine Szene machen, die heute viel mobiler und integrierter ist als früher. Und das hat er. Die aus Ehrenamtlichen bestehende Safety-Aktionsgruppe S'AG zum Beispiel macht sich regelmäßig in die Community auf, um mit witzigen Aktionen für Safer Sex und den HIV-Test zu werben.

Einsatz für gleiche Rechte und gegen Rechts

"Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen im Sub und der Münchner Community", erklärte Kundrath. Er gestaltet künftig Prozesse und Strukturen, verwaltet das Budget des gemeinnützigen Vereins und führt die Mitarbeiter in Beratung, Zentrum und HIV-Prävention – wobei letztere Stelle neu besetzt werden muss.

Auch inhaltlich will er Akzente setzen. "Bis vor drei Jahren hätte niemand gedacht, dass es mal so einen gewaltigen Rechtsruck geben würde. Mit der rechtlichen Gleichstellung schien für Schwule und andere sexuelle Minderheiten alles erreicht. Jetzt aber stellt sich heraus, dass wir dringend gebraucht werden. Wir müssen sichtbar unsere Rechte verteidigen."

Auch die Altenarbeit liegt Kai Kundrath am Herzen. Das Sub war an der Gründung der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren BISS beteiligt

Das Sub wurde 1986 als Dach für alle Schwulengruppen der Stadt gegründet. Zum Zentrum gehören ein Café, die HIV-Prävention, die psychosoziale Beratungsstelle, zahlreiche Freizeit- und Selbsthilfegruppen sowie Informations- und Serviceeinrichtungen. Regelmäßig führt das Sub eigene Kulturveranstaltungen durch wie Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen. Auch Partys und das Hans-Sachs-Straßenfest werden vom Schwulenzentrum organisiert. Seit vielen Jahren öffnet sich das Sub für Homosexuelle mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge – so mit Deutsch-Konversationskursen. Auch mit der Partnerstadt Kyiw läuft eine Kooperation im LGBTI-Bereich. (cw/pm)



#1 wiking77
  • 20.03.2017, 11:39h
  • ohhh ist der süß! Hoffe, dass er ein paar gute Veranstaltungen macht, damit ich einen Grund habe ihn mir mal anzuschauen!
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#2 jochenProfil
  • 20.03.2017, 13:42hmünchen
  • Ein schwules Kommunikationszentrum, mit seinen vielen Informations- , Hilfs-, Treff- und Vernetzungsangeboten mit seinen Selbsthilfegruppen und Angeboten für Aktivitäten ist etwas sehr Wertvolles. Es sollte nicht unterschätzt werden.
    Gerade auch in Zeiten, in denen der Wind gegen die homosexuelle Community wieder schärfer wird.
    Und übrigens auch in einer Zeit, in der die schwule-lesbische Gastronomieszene hier langsam am Verschwinden ist , bekommt man den Eindruck. (aktuell hat jetzt auch der "Bau" geschlossen, und ob das "New York" wieder aufmacht , ist meines Wissens momentan auch noch nicht sicher.)
    Die noch vor etwa 6 Jahren damals blühende schwule-lesbische Gastro- Szene in München ist bis zum heutigen Tag verdammt klein zusammengeschrumpft.

    Mein Kritikpunkt am Sub ist die irgendwie sterile und bürgerlich - spiesige Atmosphäre, die mich manchmal erinnert an eine Mischung zwischen Wartezimmer beim Arzt und Bibliothek, ..." wo man halt auch mal n Bier trinken kann."
    Verzeihbar allerdings, denn schliesslich ist das Sub ja keine Kneipe.
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