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25 Jahre Pride

CSD Frankfurt wählt Motto: "Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt!"

Der Vorschlag der Regenbogencrew der Aids-Hilfe setzte sich nach der Onlineabstimmung auch in der Mitgliederversammlung durch.


Der Frankfurter CSD führt traditionell an der Katharinenkirche vorbei (Bild: Jakkaphan Sanitprem / flickr)

Der CSD Frankfurt hat in seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag das Motto für 2017 gewählt. Die meisten Stimmen bekam der Vorschlag "Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt", den die Regenbogencrew der Frankfurter Aids-Hilfe eingebracht hatte. Der Slogan hatte bereits in einer Onlineabstimmung unter insgesamt 85 Mottoideen vorn gelegen.

In der Mitgliederversammlung standen nur die fünf Erstplatzierten zur Auswahl: "Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt" setzte sich dort gegen "Frankfurt bleibt bunt!", "Zur Wahl steht nur die Liebe", "Born This Way" und "Auch wir sind das Volk!" durch.

Hintergrund des Mottos sei die Bundestagswahl im September, erklärte der CSD Frankfurt auf seiner Facebook-Seite: "Wir wollen vor allem auch die außerhalb unserer Community stehenden Menschen darauf hinweisen, dass Vielfältigkeit und Diversität für die Kreativität und die Fortentwicklung einer Gesellschaft unerlässlich ist."

Erstßmals Förderung durch die Stadt

Das Motto solle das Jubiläum – der CSD findet in dieser Form in Frankfurt zum 25. Mal statt – nicht in den Hintergrund rücken, heißt es weiter. "Im Gegenteil: Wir stellen fest, dass wir seit den ersten Jahren des CSDs viel erreicht haben. Vor allem auf kommunaler Ebene sind wir im wahrsten Sinne des Wortes in der Mitte angekommen. Regelmäßige Einladungen der queeren Community in den Kaisersaal des Römers zum CSD Frankfurt zeugen genauso davon wie die Beflaggung des Römers mit der Regenbogenfahne."

Darüber hinaus erhalte der CSD in diesem Jahr erstmals eine finanzielle Förderung vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten in Höhe von 10.000 Euro, so der Verein. "Gerade deshalb aber gilt es, das Erreichte nicht nur zu feiern, sondern vor allem gegen politische Meinungsmache auch weiterhin zu verteidigen und weiter für Respekt aller uns angeschlossenen Menschen einzustehen."

Der Frankfurter CSD findet in diesem Jahr vom 14. bis 16. Juli statt. Höhepunkt ist die Demo-Parade am Samstag, den 15. Juli.

Deutliche CSD-Mottos auch in anderen Städten

Auch andere deutsche CSDs stellen in diesem Jahr die Bundestagswahl und den Kampf gegen rechte Populisten mit deutlichen Worten in den Mittelpunkt. So wird in Berlin am 22. Juli unter dem Motto "Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts!" demonstriert.

Eine Woche zuvor gehen die Münchner für "Gleiche Rechte. Gegen Rechts!" auf die Straße. In Rostock heißt es am 15. Juli: "Demonstriere laut! Wähle klug! – Dein Kreuz für Akzeptanz und Menschlichkeit". Der CSD Hannover fordert am ersten Juni-Wochenende: "#mitdenken", und auf "Human Rights First" hat sich der CSD Köln verständigt.

Der CSD Stuttgart fordert dagegen in diesem Jahr unter dem Motto "Perspektiv-Wechsel" zu einem Dialog mit "verunsicherten" Bürgern auf. (cw)



#1 LaurentProfil
  • 21.03.2017, 08:42hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Wenn es der Begriff "Einfalt" auch nicht 100%ig trifft, so ist die "Vielfalt" doch ein passender Gegensatz in dem durchaus griffigen und auch eingängigen Slogan. M.E. eine gute Wahl.
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#2 SebiAnonym
  • 21.03.2017, 08:48h
  • >>>>>>>>>>>>>
    Der CSD Stuttgart fordert dagegen in diesem Jahr unter dem Motto "Perspektiv-Wechsel" zu einem Dialog mit "verunsicherten" Bürgern auf
    <<<<<<<<<<<<<

    Die Stuttgarter mal wieder...

    1.
    Das sind keine "verunsichterten Bürger", sondern schlicht Homohasser. Immer diese Relativierung von Hass... Das zeugt schon von großer Unterwürfigkeit...

    2.
    Die wollen gar keinen Dialog, sondern jeden noch so kleinen Fortschritt komplett verhindern.

    3.
    Wenn wir auf die zugehen, nutzen die das nur für ihre Zwecke aus. Da wird dann z.B. behauptet, wir wäre ja selbst unglücklich und würden ihren Rat suchen, etc. etc. etc.

    4.
    Würde man auch bei Rassisten, die Schwarzen, Juden, etc. ihre Rechte vorenthalten wollen zum Dialog auffordern? Oder würde man da nicht sagen: das sind nun mal Menschenrechte, da darf es keine Kompromisse geben und wenn jemand damit ein Problem hat, ist das halt sein Problem... Nur LGBTI sollen ständig Kompromisse eingehen und sich bei Menschen anbiedern, die uns weiterhin als Menschen 2. Klasse behandeln wollen.

    5.
    Dieselbe Strategie haben die Stuttgarter schon mal angewendet und das ist komplett in die Hose gegangen. Als die ersten Proteste gegen die Bildungspläne in Stuttgart stattfanden, waren das noch ein paar Dutzend Ewiggestrige und Verwirrte, die krude Lügen verbreiteten. Da hat man die einfach gewähren lassen und auch behauptet, man müsse auch auf diese Leute zugehen und "Verständnis für ihre Ängste" haben. (Dabei haben die gar keine Ängste, sondern wollen nur hetzen.)

    Die Folge war, dass das widerspruchslose Gewährenlassen und Zugehen auf diese Leute von denen als Beweis verkauft wurde, dass sie recht haben, dass die Bildungspläne Kindern schaden würden. Damit ist diese Bewegung in Baden-Württemberg erst richtig stark geworden und hat dann auch das jahrelange Aufschieben und letztendliche Abschwächen der Bildungspläne bewirkt.

    Anderswo hat es dagegen gleich von Beginn an Gegenproteste gegeben. Da wurden deren Lügen (z.B. die Behauptungen, es sollen Pornos im Unterricht gezeigt werden oder die Schüler müssen Gruppensex im Unterricht machen) gleich von Beginn an als deren kranke Phantasien entlarvt. Deswegen haben sich anderswo die Proteste immer sehr schnell erledigt und wo deren Lügen nicht ankamen, sind die nicht mehr wiedergekommen.

    In Baden-Württemberg hat man die durch Gewährenlassen und Dialogbereitschaft erst stark gemacht.

    Und man hat immer noch nicht daraus gelernt und will immer noch Dialog mit Menschen, die gar keinen Dialog wollen, die das nur für ihre Zwecke missbrauchen und die einfach nur hetzen und uns weiter diskriminieren wollen.

    Bei allen anderen CSDs zeigt man klare Kante gegen rechts. Nur in Stuttgart will man wieder mal Dialog mit rechts.
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#3 Patroklos
#4 Benno 84Anonym
  • 21.03.2017, 10:03h
  • Antwort auf #2 von Sebi
  • Ja, wir haben es gar nicht nötig auf irgendwelche Homohasser zuzugehen und den Dialog zu suchen.

    Mit dieser Unterwürfigkeit und Anbiederung machen wir deren Positionen erst gesellschaftsfähig und stärken diese schrille Minderheit nur.

    Es wird immer Leute geben, die ein Problem mit Homo-, Bi- und Transsexuellen haben. Genauso wie es immer Rassisten geben wird, die Probleme mit anderen Hautfarben haben.

    Aber dann ist das halt so und wir sollten die nicht noch aufwerten, indem wir Dialog suchen und so tun, als sei das eine akzeptable Meinung.

    Das haben wir gar nicht nötig. Und wir brauchen auch nicht die Zustimmung von jedem einzelnen Schwachmaten.
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#5 FOX-NewsAnonym
  • 21.03.2017, 11:57h
  • Das Motto ist aber ziemlich einfallslos und irgendwie schon hunderte Male benutzt worden. Schade.
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#6 Dont_talk_aboutProfil
  • 21.03.2017, 12:01hFrankfurt
  • Antwort auf #1 von Laurent
  • 1) Einfalt trifft es wirklich nicht gut. Nicht alles was schlecht ist, ist einfältiger als der Mainstream

    2) Vielfalt ist irreführend ! Das könnte suggerieren, dass es um vielfältige Meinungen geht. Homophobie ist aber keine Meinung ! Das dürfen wir niemals als Meinung akzeptieren. Ich habe lange gebraucht, um das vom Kollegen TheDad zu lernen
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#7 OrthogonalfrontAnonym
  • 21.03.2017, 13:17h
  • Das beste Motto war "Lieb Geil". Schade, dass viele zu dumm waren die ironische Genialität dieses Mottos zu kapieren. Dann lieber ewig abgenutze und Hauptsache null provokante Langweilersprüche, die jeder sofort wieder vergisst. Wir sind nur noch eine Stufe entfernt von "Rechts ist voll doof" oder "Habt uns bitte lieb, wir fallen auch nicht auf" oder am besten gleich "Gleichstellung von Homosexualität - Da werden wir doch drüber reden können?".
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#8 Pascal GoskerAnonym
  • 21.03.2017, 15:09h
  • Ich hätte das Motto zum §175 am besten gefunden. Das war kein Gemeinplatz, sondern da ging es um etwas ganz konkretes, was versprochen wurde, aber wohl nicht gehalten wird. Und etwas, was eilt.
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#9 stromboliProfil
  • 21.03.2017, 16:10hberlin
  • Antwort auf #7 von Orthogonalfront
  • du machst dich..
    woher diese einsichten?
    Lässt das auf weitere offenheit hoffen.
    Setzt sich da gehirn in bewegung...

    Wenigstens da kann ich dir nur zustimmen...
    Fade themen die allgemeingehalten niemanden hinter dem ofen hervorlocken.
    Halt mitte der gesellschaft!
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#10 Benno 84Anonym