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Ab Donnerstag im Kino

Coming-out bei den "Power Rangers"

Mit dem Gelben Ranger Trini kommt jetzt die erste homosexuelle Superheldin auf die Kinoleinwand.


In allen 24 Staffeln der Fernsehserie "Power Rangers" war der Gelbe Ranger stets hetero – im neuen Kinofilm hat Trini (Becky G) eine Freundin (Bild: Studiocanal)

Die weltweite Aufregung um den "schwulen Moment" im Disney-Film "Die Schöne und das Biest" ist noch nicht verklungen, da kommt schon die nächste homosexuelle Miniszene auf die Kinoleinwand. In dem Actionfilm "Power Rangers", der in dieser Woche in zahlreichen Ländern an den Start geht, hat die jugendliche Superheldin Trini eine Freundin.

In dem Film von Dean Israelite, basierend auf der gleichnamigen Fernsehserie, erwecken fünf sehr unterschiedliche Teenager aus Versehen eine böse außerirdische Macht. Damit nicht genug: Im nächsten Schritt bekommen sie Superkräfte, um als "Power Rangers" in bunten Kampfanzügen die Vernichtung der Menschheit zu verhindern.

Coming-out einer Superheldin

Eine der Hauptfiguren glaubt im zweiten Teil des Action- und Fantasy-Dramas, dass der Gelbe Ranger Trini, gespielt von Sängerin Becky G, Probleme in ihrer Beziehung hat. Doch bei dem vermuteten "Boyfriend" handelt es sich um eine andere junge Frau, die ihr Liebeskummer bereitet.


Becky G spielt die lesbische Trini (Bild: Studiocanal)


"Sie fragt sich ernsthaft, wer sie wirklich ist. Sie hat das noch nicht für sich selbst herausgefunden", erklärte Regisseur Israelite gegenüber dem "Hollywood Reporter". Trini nehme ihre Homosexualität jedoch an: "Der Film sagt, dass es okay ist und dass die Jugendlichen ihre Identität für sich selbst finden und besitzen müssen."

Der schwule Schauspieler David Yost, der von 1993 bis 1996 in über 200 Folgen der Original-Fernsehserie den Blauen Ranger spielte und nach homophobem Mobbing aus der Serie ausstieg, begrüßte das allererste Coming-out einer Superheldin auf der Kinoleinwand: "Sie haben sich wirklich der Herausforderung gestellt. Ich denke, die LGBTQI-Community wird völlig aus dem Häuschen sein, dies zu sehen."

In den USA startet "Powers Rangers" am 24. März in den Kinos, in Deutschland läuft der Film sogar schon einen Tag früher an. (cw)

Direktlink | Deutscher Trailer zum Film

Infos zum Film

Power Rangers. Actionfilm. USA 2017. Regie: Dean Israelite. Darsteller: Naomi Scott, Dacre Montgomery, Ludi Lin, RJ Cyler, Becky G, Elizabeth Banks, Bryan Cranston. Laufzeit: 124 Minuten. Sprache: deutsche Synchronfassung. FSK 12. Verleih: Studiocanal. Deutscher Kinostart: 23. März 2017


#1 ollinaieProfil
  • 21.03.2017, 12:12hSeligenstadt
  • Wie unerträglich muss das Leben in einer Gesellschaft sein, die dazu führt das Massen von Erwachsenen sich Kinderfantasiefilme anschauen, in dem halbe oder ganze Kinder in Schlafanzügen mit superpower ausgestattet die Menschheit retten.

    Damit ist nicht diese Comic-Verfilmung im speziellen gemeint, auch kein Bashing im Sinne von "Schundliteratur". Ich möchte nur mal anregen, sich über dieses Phänomen Gedanken zu machen.
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#2 OrthogonalfrontAnonym
  • 21.03.2017, 13:09h
  • Antwort auf #1 von ollinaie
  • "Ich möchte nur mal anregen, sich über dieses Phänomen Gedanken zu machen."

    Schon längst gemacht. Ergebnis:
    Geschmäcker sind nun mal verschieden und jede Diskussion darüber ist bei etwas so harmlosem wie reinen Unterhaltungsfilmen völlig überflüssig. Wenn dir der Film nicht gefällt, geh halt nicht rein, aber lass denen ihren Spaß, denen das gefällt (gehöre ich übrigens nicht dazu).

    Ist übrigens genauso bei Gegnern der Ehe für alle. Wer etwas gegen gleichgeschlechtliche Ehen hat, soll einfach nicht gleichgeschlechtlich heiraten, aber gefälligst jeden lassen der das will, da er/sie einfach nicht davon betroffen ist. Thema durch!

    Man sollte einfach damit aufhören sich ständig Gedanken darüber zu machen, was andere Leute mögen oder auch nicht, solange es einen nicht betrifft, was übrigens MEISTENS der Fall ist.
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#3 Homonklin44Profil
  • 21.03.2017, 14:13hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von ollinaie
  • ""Wie unerträglich muss das Leben in einer Gesellschaft sein, die dazu führt das Massen von Erwachsenen sich Kinderfantasiefilme anschauen, in dem halbe oder ganze Kinder in Schlafanzügen mit superpower ausgestattet die Menschheit retten.""

    Ich ging davon aus, dass sich das Leute zwischen 12 und 25 ansehen, aber manche Erwachsene flüchten sich auch gern in Träume. Fantasy kommt mit dem Bewusstsein, dass es um Neuzeitmärchen geht.
    Die Chroniken von Narnia oder Die Unendliche Geschichte haben zu ihrer Zeit auch die Millionen bewegt

    das Phänomen ist nicht so neu und früher haben sich die Leute versammelt, um zu schauen, wenn der Puppenspieler vor Ort war.

    Haribo. Kinder froh, Erwachsene ebenso. Uraltes Prinzip.
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#4 BuntUndSchönAnonym
  • 21.03.2017, 19:50h
  • Wahnsinn: allmählich wacht Hollywood auf und erkennt: Hey, eigentlich ist Homosexualität ja gar nichts schlimmes. Vielleicht sollten wir doch mal ne kleine Szene einfügen, um nicht als mittelalterlich deklariert zu werden.
    Gähn :-o

    Warum Homosexualität immer noch grundsätzlich von üblichen Kinofilmen verbannt ist, bleibt mir rätzelhaft. Und wenn dann doch mal einer kommt, wird dieser Film unter die Kategorie L-Nacht oder schwuler Film gesetzt. Warum dieser Stempel? Werden hetero-Filme auch nur unter der Kategorie hetero ausgeschrieben?? Seltsam.
    Was ich auch seltsam finde, ist, weshalb diese homo-Filme (produziert von einer hetero-Crew mit hetero-Schauspielern) irgendwie immer ein negatives Ende haben...?
    Möchte da jemand unterschwellig mitteilen, dass Homosexualität unglücklich mache?? Sind denn alle homosexuelle Pärchen unglücklich?

    Ich muss lachen :-D Ich höre und erlebe was ganz anderes.

    Oh du liebe Welt, warum nur stehst du Kopf? Warum kompliziert, wenn es auch EINFACH GEHT.
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#5 falken42
  • 22.03.2017, 13:49h
  • das heterosexuelle Establishment hatte schon immer weniger probleme mit küssenden frauen als männern.
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#6 Power RangerAnonym
  • 22.03.2017, 14:06h
  • Antwort auf #1 von ollinaie
  • A) Die Power Rangers sind keine Comic-Verfilmung sondern die US-amerikanische Adaption einer inhaltlich sehr ähnlichen, japanischen Realfilmserie und das schon seit den frühen 90er Jahren.

    B) Interessantes Schlafanzug-Konzept aber wirkt doch recht unbequem, oder?

    C) Den Helden-Mythos gab es schon immer und er war auch entsprechend beliebt. Ich habe mir die hier neu verfilmte erste Staffel als Kind sehr gerne angesehen und werde deshalb ins Kino gehen. Ich sehe das Problem dieses "Kinderfilms", der übrigens ab 12 Jahren freigegeben ist nicht.
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