Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28482

"No Promo Homo"

Utah schafft Homo-"Propaganda"-Gesetz ab

Der Mormonentaat schafft als erster Bundesstaat mit einer republikanischen Regierung ein Gesetz ab, das an Schulen das "Eintreten für Homosexualität" verbietet.


In Utah ist das "Eintreten für Homosexualität" an Schulen künftig nicht mehr verboten. Das Gesetz wurde für Diskriminierung von LGBTI-Schülern verantwortlich gemacht. (Bild: flickr / John Steven Fernandez / by 2.0)

Gary Herbert, der republikanische Gouverneur von Utah, hat am Montag ein Gesetz zur Aufhebung eines Homo-"Propaganda"-Gesetzes unterzeichnet. Zuvor hatten beide Parlamentskammern fast einstimmig für das Aufhebungsgesetz SB 196 votiert – im Senat mit 27 gegen eine Stimme, im Repräsentantenhaus mit 68 gegen eine Stimme.

Das homophobe Gesetz hatten Schulen schwammig das "Eintreten für Homosexualität" untersagt, ohne dies genauer zu definieren. Es wurde in der Öffentlichkeit als "No Promo Homo Law" bezeichnet.

Die Aufhebung geht auf eine Initiative der LGBTI-Organisationen "Equality Utah" und dem "National Center for Lesbian Rights" hervor, die derartige Gesetze für einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in der US-Verfassung halten. Die beiden Organisationen reichten deshalb im letzten Jahr im Auftrag von drei Kindern Klage gegen das Gesetz ein.


Gouverneur Gary Herbert unterstützte die Aufhebung des "Propaganda"-Gesetzes (Bild: Medill DC / flickr)

Die Klage zeigt, welch absurde Folgen die homophobe Richtlinie hatte: Eines der Kinder, das nur als John identifiziert wird, soll den Gerichtsunterlagen zufolge vor zwei Jahren von in einer Vorschule von einem anderen Kind attackiert und verletzt worden sein, trotzdem weigerte sich ein Lehrer, Erste Hilfe zu leisten. Die Begründung: Der betroffene Schüler verhalte sich "nicht geschlechtskonform". Der Lehrer habe behauptet, dass er dem Schüler nicht helfen könne, weil er sonst diese Nichtkonformität indirekt unterstütze, was gegen das Gesetz verstoße. John war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal fünf Jahre alt.

Sieben Bundesstaaten haben noch "Propaganda"-Gesetze

Nach der Abschaffung in Utah gibt es "No Promo Homo"-Gesetze noch in sieben der 50 US-Bundesstaaten. Dabei handelt es sich um Alabama, Arizona, Louisiana, Mississippi, Oklahoma, South Carolina und Texas – alle Staaten werden von republikanischen Regierungen geführt. Die meisten regionalen Lizenzen zur Diskriminierung waren Anfang der Neunzigerjahre als Reaktion auf die Aids-Krise erlassen worden. Vor Utah hatte North Carolina 2006 als bislang einziger Staat ein derartiges Gesetz wieder abgeschafft, damals unter dem demokratischen Gouverneur Mike Easley.

Diese Gesetze basieren auf dem britischen "Section 28", mit dem die Regierung von Premierministerin Margaret Thatcher 1988 jegliche "Förderung" von Homosexualität an Schulen verboten hatte. Nach jahrelangen Protesten wurde "Section 28" 2003 unter Premierminister Tony Blair wieder abgeschafft.

Trotz des Sieges in Utah haben LGBTI-Aktivisten in den USA noch viel Arbeit vor sich: Derzeit gibt es in der Hälfte der US-Bundesstaaten Gesetzentwürfe, mit denen LGBTI-Rechte wieder eingeschränkt werden sollen. In Kentucky meldeten Homo-Hasser bereits einen Erfolg: Dort unterschrieb Gouverneur Matt Gavin am Montag das Gesetz SB 17, wonach steuerlich geförderte Schülergruppen Schwule, Lesben oder transgeschlechtliche Menschen ausschließen dürfen, solange sie dies mit religiösen Einwänden gegen Homo- oder Transsexualität begründen. (dk)



#1 AFD-WatchAnonym
  • 22.03.2017, 15:33h
  • "Eines der Kinder, das nur als John identifiziert wird, soll den Gerichtsunterlagen zufolge vor zwei Jahren von in einer Vorschule von einem anderen Kind attackiert und verletzt worden sein, trotzdem weigerte sich ein Lehrer, Erste Hilfe zu leisten. Die Begründung: Der betroffene Schüler verhalte sich "nicht geschlechtskonform". Der Lehrer habe behauptet, dass er dem Schüler nicht helfen könne, weil er sonst diese Nichtkonformität indirekt unterstütze, was gegen das Gesetz verstoße."

    So ein Arschloch! Wäre ich Vater des Kindes gewesen, der Lehrer hätte von mir (selbstzensiert)... und dann hätte man ihm die erste Hilfe verweigern sollen. Sollen solche Arschlöcher doch ihr Verhalten am eigenen Leib erfahren!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 BuntUndSchönAnonym
  • 22.03.2017, 15:44h
  • Gute Nachrichten aus Utah.
    Ich hoffe nur, dass die LSBTTIQ sich gegen duck-Präsident durchsetzen kann.
    Und Homosexuelle dadurch auszuschließen, dass es mit Religion begründet wird, ist lächerlich. Wo kollidiert Homosexualität mit Religion? Chrisliche Werte sind: Brüderlichkeit, Frieden, Gemeinsamkeit, Nächstenliebe.
    Meiner Meinung nach gibt es nur eines, was mit Religion kollidiert, und das ist Intoleranz.
    Denn wer intolerant ist, kann keine Brüderlichkeit mehr umsetzen, keinen Frieden, und keine Nächstenliebe.
    Aber wie lange dauert es, bis das von allen verstanden wird?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SebiAnonym
#4 BibelstudentAnonym
  • 22.03.2017, 20:49h
  • Antwort auf #2 von BuntUndSchön
  • "Wo kollidiert Homosexualität mit Religion? Christliche Werte sind: Brüderlichkeit, Frieden, Gemeinsamkeit, Nächstenliebe.
    Meiner Meinung nach gibt es nur eines, was mit Religion kollidiert, und das ist Intoleranz."

    Den Paragraf 175 StGB ("Bestrafung einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen") kann man prima aus der Bibel begründen. Jesus liebt den Menschen (Homosexuellen), aber lehnt die Sünde (sexuelle Handlung) ab, die nach biblischen Verständnis gegen Gottes Plan (Mann+Frau) ist. Der Gott der Bibel ist also sehr intolerant, wenn es um Sünde geht.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Patroklos
  • 22.03.2017, 22:16h
  • Utah hatte ein Gesetz gegen Homopropaganda? Ich dachte, sowas gibt es nur in Rußland!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 BuntUndSchönAnonym
  • 22.03.2017, 23:29h
  • Ach Gott, ein Bibelstudent:

    Da möchte mich jemand anscheinend belehren :-D
    Wie schön, dass ich gebildet bin und entsprechend antworten kann.

    Wo hab ich bitte die Bibel und dessen Inhalt erwähnt? Ich schrieb, dass christliche Werte mit Homosexualität nicht kollidiert.
    Aber da DU die Bibel erwähnst, äußere ich mich dazu gerne:

    Punkt 1): Paragraph 175 ;-o (gähn)
    Dieser Paragraph ist in der Bibel nicht zu finden, auch wenn es paar Menschen gibt, die sich das einbilden. Dieser Paragraph ist ausschließlich von Menschen gemacht, nicht von Gott ;-) Und dieser Paragraph war im Strafgesetzbuch zu finden. Ich wiederhole: war. Liegt also längst in der Vergangenheit, so wie der Bibelinhalt auch, übrigens. Das bedeutet ganz konkret: der Paragraph wurde am 11. Juni 1994 gestrichen.
    Macht also keinen Sinn, den Paragraph nun hier unter diesen Artikel von oben hinzuschreiben. Denn damit hast du, Bibelstudent, nur durchleuchten lassen, dass du wohl nicht ganz up to date bist.
    Kein Problem, ich update dich gerne.

    Punkt 2) Sünde, sexuelle Handlung, der Gott der Bibel, der ja angeblich ach so mega intolerant sei:
    Ich muss lachen ;-D Es bringt mich immerhin zum Lachen. Aber ansonsten kann ich damit nichts brauchbares anfangen.
    Herr Bibelstudent: es ist kaum zu glauben, aber die Welt hat sich seit der ersten Veröffentlichung der Bibel weiterentwickelt. Nein, du musst nicht zittern, Herr Bibelstudent, alles gut. Setz dich, und lege die Bibel beiseite.
    Es ist längst nicht mehr nötig in einer Höhle mit Feuer zu leben, Tiere zu jagen und Beeren zu pflücken. Mittlerweile sind wir schon im Jahr 2017 und es gibt Häuser mit Heizung und Strom. Das Essen kann man online bestellen, wenn man das möchte.
    Was ich damit sagen möchte? Immer geduldig bleiben, das erkläre ich.

    Auch die Menschen haben sich weiterentwickelt. Wer im Jahr 2017 noch den Paragraph 175 nennen muss, um seine contra-Homo Gedanken zu rechtfertigen, der wird heutzutage sozusagen ausgebuht. Dem wird der Daumen nach unten gezeigt. Heutzutage weiß sogar schon ein Teenager, dass eine sexuelle Handlung zwischen zwei Homosellen längst nicht mehr als Sünde betrachtet wird. P.S.: heute sagt man Geschlechtsverkehr dazu.

    Und heutzutage freuen sich die Homosexuellen, dass es immerhin Fortschritte gibt. Zwar dehnen sich diese Fortschritte zeitlich sehr in die Länge, aber immerhin ein Fortschritt.
    Insofern hat sich auch verändert wie Menschen über Gott denken.
    Nein, nicht zittern, Herr Bibelstudent. Alles gut.
    Die Natur ist bekanntermaßen vielfältig und auch die Tierwelt, und auch die Menschen. Und das alles hat Gott geschaffen. Ich weiß, dass du das weißt. Ich rufe es dir nur in Erinnerung.
    In der Tierwelt ist Homosexualität zu finden, und bei Menschen auch. Wenn also Gott gewollt hätte, dass es keinen homosexuellen Geschlechtsverkehr zwischen Tieren und Menschen gibt, dann hätte er alle Tiere und alle Menschen hetero geschaffen. So ist es aber nicht.
    Gott liebt alle Tiere und alle Menschen, und dass Menschen und Tiere Geschlechtsverkehr haben, weiß Gott länger als wir Menschen. Und er hat nichts dagegen, denn er ist derjenige, der das alles geschaffen hat ;-)
    Gott liebt alle Menschen, egal wer welchen Geschlechtsverkehr hat. Nur intolerante Menschen machen da einen Unterschied, wo es keinen gibt.
    Gott liebt sogar den Bibelstudent, der sich in seinem Kommentar vertan hat.

    Die Vorwürfe, die Vorurteile, die Rechtfertigung mit der Bibel, und alles negative, was Homosexuelle zu hören und zu spüren bekommen, ist von Menschen gemacht, nicht von Gott.
    Es sind ausschließlich intolerante und ängstliche Menschen, die mit der Homosexualität nicht klarkommen. Die meisten Homosexuellen haben mit ihrer angeborenen Sexualität kein Problem. Auch homosexuelle Tiere haben damit kein Problem.
    Und die Tiere sind uns weit voraus:
    die haben keinen Paragraph gegen Homosexualität geschaffen, und sie streiten darüber nicht.
    Das tun nur bestimmte Menschen, die etwas nicht akzeptieren und nicht stehen lassen können, was ganz natürlich ist.
    Was für eine Zeitverschwendung!
    Anstatt darüber zu streiten, was gar nicht veränderbar ist, könnten alle Menschen friedlich leben - und glücklich.
    Wer ist schon glücklich, wer ständig mobben, diskriminieren, streiten, sich rechtfertigen muss?? Wer ständig Ausreden erfinden muss, wer ständig seine Intoleranz verschleiern muss??

    Zum Schluss noch zwei Zitate:
    Wer andere unglücklich macht, der macht sich selbst unglücklich.

    Wer anderen Schaden zufügt, der erleidet selbst Schaden.

    Das machen nur Menschen - Gott nicht.
  • Antworten » | Direktlink »