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Tipps zur Kaufentscheidung

Mein erster Rasierapparat. Aber welcher?

Elektrische Rasierer haben sich im Gegensatz zu Nassrasierern als ungleich schonender gerade für diejenige Gesichtshaut erwiesen, die eher für Irritationen, Rötungen und Pickel anfällig ist.


Männer haben die Qual der Wahl zwischen Rotationsrasierern mit rotierenden Messern und Folienrasierern mit vibrierenden Klingen (Bild: fotolia / YakobchukOlena / #127841618)

Angesichts einer Angebotsfülle an Rasierapparaten in den Verkaufsregalen und für den Anfänger verwirrend anmutenden Begriffen wie etwa Rotationsrasierer, Folienrasierer oder Trimmer ist guter Rat teuer, wenn der Kauf des vielleicht ersten elektrischen Rasierapparats im Leben jedes jungen Mannes ansteht.

Dabei ist nicht immer gleich ein versierter Fachverkäufer zur Stelle und kann bei der Beantwortung der alles entscheidenden Frage helfen: Welches Gerät ist das richtige für mich?

Den besten Rasierapparat gibt es nicht

Was die meisten "Rasieranfänger" gar nicht ahnen: Mit der Entscheidung für einen elektrischen Rasierapparat hat so mancher schon die wichtigste und im Übrigen richtige Vorentscheidung getroffen, denn. Gerade für noch jüngere, empfindliche Gesichtshaut ist die elektrische Variante die vorteilhafteste – besonders auch dann, wenn die Haut zudem noch in jungen Jahren eher dünn ist.

Dennoch gilt es realistisch zu bleiben und sich von der Illusion zu verabschieden, dass es den perfekten Rasierapparat nicht gibt, der die Haut nie reizen und Irritationen auslösen wird.

Allerdings lassen sich durch verschiedene Technologien und eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung (Rasierschaum, Feuchtigkeitscremes etc.) unangenehme Begleiterscheinungen bei der Gesichtsrasur reduzieren und im Fall der Fälle gefürchteten Rasur-Brand behandeln.

Abgesehen davon ist aber eine Entscheidung für einen Nassrasierer oder ein Rasiermesser statt elektrischem Pendant letztlich auch immer eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Grundsätzlich ist eine Rasur immer auch ein mechanischer Eingriff in die obersten Hautstrukturen, der unangenehmes Brennen auf der Gesichtshaut hervorruft. Das ist erstmal völlig normal und natürlich – gerade auch zu Beginn deiner "Rasur-Karriere" – und auch besonders dann, wenn du eher ein empfindlicher Hauttyp bist.

Auch eine Glaubensfrage

Prinzipiell sind alle Modelle ähnlich aufgebaut und verfügen generell über drei Grundbauteile: einen Scherkopf, ergonomisch geformter Korpus sowie Akku und Zubehör. Gilt es stärkere Hautreizungen zu vermeiden, kommt dem Schersystem zentrale Bedeutung zu. Generell wird unterschieden zwischen einem Rotationsrasierer mit rotierenden Messern und einem Folienrasierer mit vibrierenden Klingen.

Schon bei der Formgebung unterscheiden sich die beiden Varianten nicht nur auf den ersten Blick. Während ein Folienrasierer mit einem rechteckigen oder leicht gewölbten Scherkopf ausgestattet ist, dominieren beim Rotationsrasierer runde, weichere Formen. Bei Rotationsrasierern ist die Bezeichnung Programm: Wesentlich und namensstiftend ist die kreisförmige Bewegung.

Flexible, rotierende Klingen sorgen im Zusammenspiel für die Rasur, durch die Beweglichkeit können sich die Klingen optimal an die Gesichtsform anpassen. Das sorgt für ein gleichmäßiges Rasur-Ergebnis durch engen Hautkontakt der Klingen.

Das Scherkopfsystem ist dann von Vorteil, wenn der Bartwuchs noch dünn ist und die Gesichtshaut strapazierfähig ist. Das Ineinandergreifen dreier, kreisförmiger Klingen ist stressiger für die Haut, als die weitaus hautschonendere Anordnung der Klingen beim Folienrasierer.

Bei Folienrasierern dagegen bewegen sich die Schermesser unter einer Schutzfolie linear hin- und her. Dabei erweist sich der variable Klingen-Aufsatz als eher sanftere Alternative mit Allround-Fähigkeiten. Der Apparat-Typ ermöglicht sowohl eine Glattrasur als auch ein Zurechtstutzen und In-Form-Bringen vorhandenen Bartwuchses, wie bei der Pflege eines Dreitagebarts etwa.

Optisch zwar mitunter sehr verschieden, kommen beide Systeme unter dem Strich zu relativ ähnlichen Resultaten. Ob runde, im Dreieck angeordnete oder langgezogene Scherköpfe, ob zwei oder auch drei Klingen pro Scherkopf, um auch kurze Härchen aufzustellen und im selben Zug abzutrennen: Wenn es um perfekte Rasur geht, machen sich beide Varianten nicht viel. Eine Entscheidung für und wider ist somit eher eine Glaubensfrage und unterliegt maßgeblich optischen Vorlieben.

Qualität macht sich bezahlt

Bartträger und solche, die es werden wollen, sollten dagegen eher die Anschaffung eines vergleichsweise günstigeren elektrischen Trimmers in Erwägung ziehen, der zwar nicht glattrasieren kann, dafür aber ideal für Korrekturen an bereits vorhandenen Bärten ist.

Die neuesten Modelle bringen zum Scherwerkzeug jede Menge Schnickschnack mit: Von verschiedenen Aufsätzen über Sensoren, die feststellen, wie dick das Haar ist, bis zum Mini-Laser, der die perfekte Bartfrisur auf die Stoppelwangen projiziert. Vieles unnötig, meinen Experten und raten stattdessen, alleine auf Edelstahlköpfe zu achten, die gründlich schneiden und lange durchhalten.

Auch sollte die Beschaffenheit des Gehäuses kritisch in Augenschein genommen werden, die untrügliche Hinweise auf die Qualität im Geräteinnern verrät. Macht das Gehäuse von außen keinen sehr stabilen Eindruck und ist es überwiegend aus dünnem, rappelnden Kunststoff statt aus Metall, sollte vorsorglich von einem Kauf Abstand genommen werden.

Bei elektrischen Rasiergeräten gilt noch mehr als anderswo: Qualität hat ihren Preis, angebliche Schnäppchen entpuppen sich allzu schnell als kurzlebige Wegwerf-Artikel. Käufer legen im Nachhinein mehr drauf, als sie ursprünglich angesichts eines allzu verlockenden Neupreises geahnt haben. Dann nämlich, wenn Hersteller preislich bei den früher oder später benötigten Zubehörteilen kräftig nachlegen und ihre Billigprodukte durch eingebaute Sollbruchstellen für kürzere Lebensdauern konzipiert haben.

Must-haves

Akzeptables Gewicht, griffige Haptik und bequemes Handling sind das A und O jedes elektrischen Rasierapparats. Durch eine ergonomisch geformte Griffschale hat das Gerät der Wahl sicher in der Hand zu liegen. Highend-Rasierer bieten dazu noch eine Docking-Station, die den Rasierer gleichzeitig lädt und ihn in einem kleinen Spezialbecken reinigt.

Eine vorhandene Schnelllade-Funktion trennt bei heutigem Modell-Dschungel schnell die Spreu vom Weizen: Schnell-Entschlossenen sollte ungetrübte Rasierfreude in fünf oder weniger Minuten geboten werden können. Dazu gehört ein Akku, der darüber hinaus ungestörte, intensive Rasur im Dauer-Betriebsmodus von rund 50 Stunden gestattet.

Neben sinnvollen Styling- oder Trimm-Aufsätzen sollten Ladekabel, eine großzügig bemessene Transporttasche und LED-Anzeigen vorhanden sein. Damit lässt sich stets der aktuelle Ladestatus im Auge behalten. (cw)



#1 giliatt 2Anonym
  • 30.03.2017, 21:33h
  • Mein erster Rasierapparat?

    Als Kind sah ich meinem Opa zu bei der Rasur. Er benutzte Rasierseife - einen Seifen"stick" - und Pinsel und Messer. Dabei musste ich immer lachen, denn Opa zog Fratzen, um die Hautpartie von innen mit der Zunge zu straffen, über die er dann mit dem Messer schabte, bevor er dann erneut den Rasierpinsel in das zum Rasierset gehörige keramische Wassernäpfchen tauchte, um ihn vorher erneut zwecks Einschäumung der Bartstoppeln ruckelnd nass über das Seifenstück zu rubbeln. Auf diese Art erzeugte er selbstgemachten Rasierschaum. FOLGT II...
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#2 giliatt 2Anonym
  • 30.03.2017, 21:55h
  • Meine Fortsetzung:
    Rasieren war und ist ein MÄNNER-RITUAL. Daher oblag es traditionell nun meinem Vater, mir zum 14. Geburtstag einen Rasierer zu schenken und mir Tipps zu geben, wie ich meinen OBERLIPPEN-FLAUM behandeln könne. Als Pubertierender war mir das peinlich. Ich war stolz, dass die Schambehaarung spross und über meinem Pint sich ein dichter schwarzer Busch zeigte, aber über die sichtbaren männlichen sekundären Geschlechtsmerkmale im Gesicht wollte ich keinesfalls reden. Das wollte mein verklemmter Vater auch nicht (Bitte nicht lachen: Er war Gynäkologe und Sexualberater von Beruf). ENDE?
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#3 giliatt 2Anonym
  • 30.03.2017, 22:24h
  • Antwort auf #2 von giliatt 2
  • Dritter Teil:
    Die RASUR ist also - wie vorab angedeutet - ein zutieftst emotionalesentwicklungsreifebebingtes Jungs/Männer-Ding. Nun zur Qualität der Klingen:
    Jeder Barbier hatte scharfe Messer. Er "zog sie ab" auf Lederstreifen. Die Klingen waren so scharf, wie Inge Meysel am Muttertag. Für eine perfekte Rasur benötigt man also eine "rasiermesserscharfe" Klinge. Keine Rasierseife. Keinen Rasierschaum. Sondern nass eingeweicjhte Stoppeln und ein scharfes Messer. Also weder zwei- noch dreiseitig gestellte Turbo-Bartfräsen. Sondern für die Nachbehandlung der empfindlichen Haut eine simple Fettcreme und alkoholfreie Desinfektionsmittel.
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