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Hass

Anti-Trans-Bus fährt durch die USA

Ein sogenannter "Free Speech Bus" macht in den USA Stimmung gegen Transsexuelle – der Bus parkte unter anderem vor dem Trump Tower in New York City.


Der euphemistisch genannte "Free Speech Bus" vor dem New Yorker Domizil des US-Präsidenten

LGBTI-Gegner fahren derzeit mit einem mit transfeindlichen Slogans beklebten Bus durch den Nordosten der USA. Die Aktion "Free Speech Bus" soll noch bis Ende des Monats laufen. Das Fahrzeug, das sich derzeit in New York City befindet, soll dabei auch New Haven, Boston, Philadelphia und die Hauptstadt Washington anfahren.

Der Bus trägt die Aufschrift: "Es ist Biologie. Jungs sind Jungs… Und sie werden es immer sein. Mädchen sind Mädchen… Und sie werden es immer sein. Man kann das Geschlecht nicht verändern. Respektiert alle." Organisiert wurde die Aktion von der "International Organization for the Family" und der "National Organization for Marriage" (NOM), die beide der religiösen Rechten zuzuordnen sind und von der Bürgerrechtsorganisation "Southern Poverty Law Center" als Hassgruppen bezeichnet werden.

Die Organisatoren bewerben ihren "Free Speech Bus" auch in sozialen Netzwerken. Die NOM postete etwa stolz ein Foto des Busses vor dem Trump Tower und kommentierte: "Wir hoffen, dass Donald Trump die Religionsfreiheit und die Redefreiheit gegen die Gender-Ideologie schützt."


Auf Twitter verglichen andere User allerdings den Bus mit ähnlichen Aktionen von Hassgruppen aus der Vergangenheit. Eine Nutzerin stellte etwa dem "Free Speech Bus" ein Bild von Ku-Klux-Klan-Rassisten aus den Sechzigerjahren gegenüber, die in Aufschriften auf ihrem Auto für die Beibehaltung der Rassentrennung werben.

Twitter / MsGingerCLE

LGBTI-Aktivisten zeigten sich entsetzt über die Methoden ihrer Gegner: "Redefreiheit ist ein verfassungsmäßiges Recht, aber die Konsequenzen von bestimmten Aussagen müssen auch berücksichtigt werden", erklärte Jessica Stern von "OutRight Action International". "Die Trans-Jugend ist bereits jetzt einem extrem hohen Risiko von Gewalt, Diskriminierung und Suizid ausgesetzt." Es sei "unverantwortlich", dass Transsexuellen jetzt sogar das Recht auf Existenz abgesprochen werde. "Dieser Bus ist ein Grund dafür, dass Trans-Jugendliche in den Suizid getrieben werden", so Stern.

Ein ähnlicher Bus hatte bereits vor wenigen Wochen in Spanien für Aufregung gesorgt (queer.de berichtete). Dieser war von der erzkatholischen Gruppe "HazteOir" organisiert worden. Die Stadtverwaltung von Madrid untersagte dem Bus eine Tour durch die Innenstadt, weil die Botschaft schädlich für Kinder sei, wie Stadtsprecherin Rita Maestre erklärte.

Ähnliche Botschaften wurden auch in anderen Ländern verbreitet. So twitterte die LGBTI-Organisation "Gay Guatemala", dass in der Stadt San Cristobal eine gleichlautetende Hass-Botschaft auf einem Plakat verbreitet wird.

Twitter / GayGuatemala

International sind die LGBTI-Gegner über die Kampagnenplattform "CitizenGo" verbunden, die 2013 von "HatzeOir" in Madrid gegründet worden war. Die Plattform ist eigenen Angaben zufolge in mehr als einem Dutzend Städte auf drei Kontinenten aktiv. Hier gibt es auch Verbindungen zu Hedwig von Beverfoerdes "Demo für alle" und der "Initiative Familienschutz" der AfD-Politikerin Beatrix von Storch. (dk)

Twitter / ChelseaClinton | Präsidententochter Chelsea Clinton äußerte Anfang März noch die Hoffnung, dass ein derartiger Bus nicht in die USA kommt.



#1 schwarzerkater
  • 23.03.2017, 19:10h
  • das wäre doch mal eine aufgabe einer investigativen zeitschriften/zeitungs/medien-redaktion, dieses geflecht zu entwirren und die hintermänner und unterstützer aufzudecken. "folgen sie dem geld" ... ( aus dem film "die unbestechlichen") :-)
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#2 SebiAnonym
  • 23.03.2017, 20:32h
  • Auf dem Bus stehen gleich mehrere Dinge, die erwiesenermaßen falsch sind. Wissenschaftlich belegt...

    Naja, es kann sich halt jeder zum Deppen machen, wie er will...
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#3 Drake RAnonym
#4 schwarzerkater
  • 24.03.2017, 11:58h
  • Antwort auf #3 von Drake R
  • " Wenn meine Information richtig ist, wurde "El Yunque" in Mexico gegründet und ist irgendwie in Verbindung mit der Kirche ... (...) kannst du selbst in den ... Links ... nachschlagen: " DANKE, habe bisschen gelesen ... dahinter stehen (finanziell?) z.b. die "legionäre christi" und der "opus dei" - ohne worte.
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#5 Drake RAnonym
  • 24.03.2017, 12:52h
  • Antwort auf #4 von schwarzerkater
  • Eher nicht. "El Yunke" ist zwar eine erzkatholische Geheimorganisation aber der wird nicht vom "Opus Dei" unterstützt. Zumindest wurde noch keine direkte Verbindung gefunden. Sie sind sehr mysteriös, bleiben immer in den Schatten und machen nichts direktes. Allerdings stehen sie hinter den Organisationen wie "Hazte oír" und möglicherweise sind sie unglaublich mächtig. Z.B. der Referent von "Hazte oír" ist der Neffe von "Rodrigo Rato". Rodrigo Rato ist (oder war) einer von den mächtigsten Spaniern.

    Eine Sache ist doch klar: Frauen- und LGBTI-Rechte sind ihre Erzfeinde.
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#6 Speedy GonzalesAnonym
  • 24.03.2017, 13:53h
  • Ich würde denen sagen: Recht habt ihr. Jungs sind Jungs und werden es immer sein und Mädchen sind Mädchen und werden es immer sein. Nur: Die Genitalien sind nicht immer Ausdruck für das biologische Geschlecht eines Menschen.

    Insofern werden transsexuelle Mädchen immer Mädchen bleiben und transsexuelle Jungs Jungs. Deswegen gibt es ja so etwas wie ein Coming Out.
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#7 ArchäologeAnonym
  • 25.03.2017, 09:38h
  • Antwort auf #3 von Drake R
  • Danke für die Informationen über "El Yunque" (wörtlich: der Amboss), eine in Deutschland nahezu unbekannte Sekte, die 1955 in Puebla (Mexiko) gegründet wurde. Eine gute Zusammenfassung bietet auch die spanische Wikipedia:

    es.wikipedia.org/wiki/Organizaci
    ón_Nacional_del_Yunque

    Laut Artikel handelt es sich um einen unter anderem antisemitischen und antiliberalen Geheimbund. Beziehungen zum Opus Dei sind m.W. nicht bekannt, wohl aber Verbindungen zur mexikanischen Rechtspartei "Partido Acción Nacional", innerhalb derer sie recht umstritten ist.

    Die spanischen Bistümer Getafe und Toledo haben "HazteOír" (wörtlich: "Lass dich hören!") aufgrund der gerichtlich bestätigten Verbindungen mit El Yunque jegliche Unterstützung entzogen, das Erzbistum Madrid hat zumindest verbal Kritik geäußert, wenn auch erst nach dem Bekanntwerden der Kontakte durch die Presse.

    Erinnert an die Verbindungen der "Demo für alle" mit der Mun-Sekte, personifiziert durch die simultane Mitarbeit Cristian Hausmanns (CDU Stuttgart) in beiden Organisationen:

    www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bezirksvorsteher-ist-n
    och-spd-cdu-will-chef-im-osten-werden.20ff46bb-6416-4d15-b0f
    6-cb20b43c55a0.html



    Von einer Distanzierung der katholischen Kirche von Beverfoerde & Co habe ich bisher nichts gehört (lerne aber gerne dazu)... Bitte setzt die Berichterstattung fort!
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#8 SchwuSaAnonym
  • 25.03.2017, 20:54h
  • Trotzdem ist es Sch..., den Leuten ihren Bus einfach kaputt zu machen.
    Das ist eben gegen die Gesetze der Redefreiheit: nämlich Sachzerstörung.
    Geistige Auseinandersetzung geht anders.
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#9 Drake RAnonym
#10 TheDadProfil