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Kein Verstoß gegen Religionsfreiheit

Homogegner scheitern vor Dänemarks höchstem Gericht

Lesbische und schwule Paare dürfen im Nachbarland auch weiterhin kirchlich heiraten, entschied das Højesteret in Kopenhagen.


Die erste kirchliche Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares fand in Dänemark am 15. Juni 2012 statt.

Das Højesteret, das oberste Gericht Dänemarks, hat am Donnerstag eine Klage einer Gruppe von Homogegnern zurückgewiesen. Die Vereinigung "Med Grundlov skal land nygges" wollte erreichen, dass Trauungen homosexueller Paare in der Dänischen Volkskirche gestoppt und alle bisher von Pfarrern der Folkekirken geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen annulliert werden.

Dänemark hatte 2012 die Ehe geöffnet und aufgrund der rechtlichen Regelungen zwischen Staat und Kirche neben zivilen auch kirchliche Trauungen ermöglicht (queer.de berichtete). Die große Mehrheit der evangelisch-lutherischen Folkekirken, der 78,4 Prozent der Dänen angehören, akzeptierte die Gleichstellung. Eine Minderheit leistete jedoch Widerstand und klagte sich durch die Instanzen. Die gesetzliche Anordnung, dass auch homosexuelle Paare ein Recht auf eine kirchliche Trauung haben, sei ein Verstoß gegen die in der Verfassung garantierte Religionsfreiheit.

Das Oberste Gericht wies – wie zuvor bereits im Juni 2016 die Vorinstanz Østre Landsret – den Vorwurf zurück. Das Gesetz zur Ehe-Öffnung befindet sich im Rahmen der staatlichen Regelungen mit der Folkekirken und verstößt nicht gegen die Verfassung, verkündeten die Richter in Kopenhagen. Dänemarks LGBTI-Verbände begrüßten das letztinstanzliche Urteil. (cw)



#1 Paulus47Anonym
  • 24.03.2017, 08:28h
  • Die evangelischen Kirchen in Dänemark, in Island, in Schweden und in Norwegen sind im Vergleich zur Katholischen Kirche in Rom die besseren christlichen Kirchen. Dort ist die Trauung für gleichgeschlechtliche Paare in diesen Kirchen der Reformation erlaubt. Übrigens in Deutschland haben dies auch die Landeskirche Rheinland, die Landeskirche Hessen-Nassau. die Landeskirche Baden oder auch die Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz kirchenrechtlich erlaubt.
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#2 stromboliProfil
#3 Homonklin44Profil
  • 24.03.2017, 09:29hTauroa Point
  • Hier eine klare Ansage dazu, dass die staatliche Angelegenheit nicht durch die Kirchen oder Anteile der Kirchenanhänger überstimmt werden kann.

    Schön säkular.

    Wan man in Deutschland wohl den unterschied zwischen Religionsfreiheit, Diskriminierung und Säkularisation verstehen wird?
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#4 Patroklos
  • 24.03.2017, 09:41h
  • Super, daß diese Vereinigung vor dem höchsten dänischen Gericht eine krachende Niederlage einfuhr! Mange Tak, Danmark!
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#5 lucdfProfil
  • 24.03.2017, 10:27hköln
  • Im Endeffekt eine gute Entscheidung.
    Trotzdem finde ich, dass Kirche und Staat grundsätzlich und 100% voneinander getrennt werden sollten. Diese Mischung von kirchlichen und staatlichen Interessen sind nicht zeitgemäß. Ich bin erstaunt, dass es so was noch gibt.
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#6 TheDad
  • 24.03.2017, 10:49h
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • ""Dänemark hatte 2012 die Ehe geöffnet und aufgrund der rechtlichen Regelungen zwischen Staat und Kirche neben zivilen auch kirchliche Trauungen ermöglicht""..

    Wer aufmerksam liest wird entdecken können wie der Staat Dänemark die "Volkskirche" vor sich her getrieben hat, um eine solche Regelung zu erreichen..

    Die Klage dagegen zeigt allerdings auch, wo diese "Volkskirche" vielleicht stünde, gäbe es diesen Einfluß des Staates auf diese nicht..

    Ein solcher Einfluß fehlt hier in der BRD schon bezüglich der ELP, und er wird auch bei einer Ehe-Öffnung fehlen..
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#7 userer
#8 GurkenhobelAnonym
  • 24.03.2017, 10:52h
  • Antwort auf #3 von Homonklin44
  • Dass es um die KIRCHLICHE Ehe ging (und nicht um die staatliche) hast du aber schon mitbekommen?!

    Inwieweit die kirchliche Ehe eine staatliche Angelegenheit sein soll, erschließt sich mir nicht so wirklich ..
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#9 SebiAnonym
  • 24.03.2017, 11:26h
  • Schön, dass diesen religiösen Fanatikern wieder mal gezeigt wurde, dass Religionsfreiheit eben bedeutet, dass jeder glauben darf (oder nicht) was er will.

    Aber es beinhaltet nicht das Recht, andere zu diskriminieren oder in ihren Freiheiten einzuschränken. Denn dann wäre es ja auch kein Freiheitsrecht mehr, sondern das Recht auf Unterdrückung.
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#10 MarekAnonym
  • 24.03.2017, 11:43h
  • Was kapieren diese totalitären, ewiggestrigen Spinner endlich, dass ihre Ideologie des Hasses nicht über dem Gesetz steht?!
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