Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28528

Zeugen gesucht

Brutale Attacke auf junge Lesbe in Berlin

Das am Alexanderplatz überfallene Opfer liegt noch immer im Krankenhaus. Der polizeiliche Staatsschutz prüft einen homophoben Hintergrund der Tat.


Am Berliner Alexanderplatz kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu homo- und transfeindlichen Übergriffen (Bild: flickr / Mike / by 2.0)

Nach einem brutalen Angriff auf eine junge Lesbe am frühen Sonntagmorgen am Berliner Alexanderplatz sucht die Polizei nach Zeugen. Die 24-Jährige wurde gegen 4.50 Uhr schwer verletzt in der Panoramastraße von alarmierten Rettungssanitätern entdeckt.

Das Opfer befindet sich seitdem im Krankenhaus und ist nicht vernehmungsfähig. Die junge Frau erlitt einen Kieferbruch und schwere Verletzungen am Kopf und im Gesicht. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin prüft einen homophoben Hintergrund.

Der unbekannte Täter ist flüchtig. Nach den bisherigen Ermittlungen soll der mutmaßliche Angreifer in Begleitung eines weiteren Mannes und einer Frau gewesen sein, die sich beide nicht an der Attacke beteiligten.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hilfe und fragt, wer den Vorfall am frühen Sonntagmorgen beobachtet hat oder sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Tat geben kann. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (030) 4664 953 100 oder per E-Mail an lka531@polizei.berlin.de zu melden. (cw/pm)



#1 SebiAnonym
  • 29.03.2017, 09:57h
  • Hoffentlich wird sie wieder ganz gesund.

    Das wundert mich aber leider überhaupt nicht. Denn wenn Politik und Religionen alles für ein Klima der Homo- und Transphobie tun, darf man sich nicht wundert, wenn das dann solche gesellschaftlichen Auswirkungen hat.

    Hier wird von manchen Parteien aus reinem Eigennutz, um Wähler zu mobilisieren, eine Spaltung der Gesellschaft in Kauf genommen. Und Gewalttaten wie diese, sind für solche Politiker dann wohl "Kollateralschäden". Hauptsache, sie sitzen in ihren gepanzerten Limousinen und weichen Ministersesseln.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GronkelAnonym
  • 29.03.2017, 10:37h
  • Solche maßlose Brutalität, anderen die Visage einschlagen weil man sich provoziert fühlt, hat man nicht von Geburt an, sondern erlernt es mit der Zeit.
    Und man kann es auch erlernen weil es bei hunderten vorherigen Vorfällen keine Konsequenzen gab. Der Schläger aus dem Artikel wird nicht zum ersten mal jemand so die Visage zertrümmert haben.
    Die x-te Bewährungsstrafe ist auch einfach nur lächerlich.
    Wann sehen die Menschen endlich ein, dass eine gewünschte Resozialisierung ohne handfeste Konsequenzen nicht funktioniert.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Paulus47Anonym
  • 29.03.2017, 10:46h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • In den 1970er und 1980er war zumindest Westberlin "alternativ" und "unabhängig" (Kommunen, Zufluchtsort für Wehrdienstverweigerer, usw.).

    In den 1990er war Berlin cool und hip zu den "wilden" Zeiten des Mauerfalls und des Höhepunktes der Technozeiten ("Love-Parade").

    In den 2000er unter Wowereit war Berlin "arm aber sexy".

    Und jetzt in den 2010er ist Berlin nur noch "arm" und kriminell.

    Am Lageso stand letzes Jahr eine Wartschlange von Menschen mit einer überforderten Berliner Verwaltung; die Großbaustelle Flughafen Berlin wird und wird nicht fertig und Millionen Euros "versickern" dort an Bauunternehmen; am Alexanderplatz werden fast täglich Menschen bestohlen und man muss dort Angst haben, um seine Geldbörse. Am Kottbusser Tor schaut es genauso kriminell aus. Und am Görlitzer Park mag keine Familie mehr mit Kindern sich erholen, weil dort die Drogendealer stehen. Und in Berlin-Neukölln predigen in einer Reihe salafistischer Moscheen Hassprediger und die DITIB-Moscheen werden von Erdogan treuen Imamen ersetzt.

    Nee der Glanz von Berlin zwischen 1970 und 2010 bröckelt gewaltig und die Touristenströme gehen nur noch in die Nähe des Reichstages/Tiergarten und "Unter den Linden" sowie "Friedrichstrasse".

    Wenn Berlin weiter "so die Gosse runtergeht", wie es seit einigen Jahren der Fall ist, dann können schwule Paare besser in den Mittel- und Kleinstädten sowie auf dem Lande wohnen, denn in Berlin und anderen Großstädten wird es zu gefährlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Julian SAnonym
  • 29.03.2017, 10:55h
  • Was muss noch alles passieren, ehe die Politik endlich aufwacht? Muss es erst Tote geben?

    Überall da, wo es volle rechtliche Gleichstellung gibt, hat sich auch die gesellschaftliche Akzeptanz innerhalb kürzester Zeit eklatant verbessert.

    Jeder, der das blockiert oder auch nur einen weiteren Tag verzögert, macht sich mitschuldig und hat Blut an den Händen, das sich nie mehr abwaschen lassen wird...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 GronkelAnonym
  • 29.03.2017, 12:38h
  • Antwort auf #4 von Julian S
  • "Jeder, der das blockiert oder auch nur einen weiteren Tag verzögert, macht sich mitschuldig und hat Blut an den Händen, das sich nie mehr abwaschen lassen wird..."

    Das sind doch Traumvorstellungen. Als würde eine vollkommene Gleichstellung auch nur einen einzigen Angriff verhindern.
    Wir haben hier eine Klientel die tagtäglich Menschen schwer verletzen, zu Krüppel oder direkt tot schlagen.
    Erscheint oft genug in den Nachrichten, auch wenn dort nur der kleinste Teil berichtet wird.
    In diesem Fall war es eine Lesbe die Opfer wurde. Doch der Grund warum jemand angegriffen wird ist vollkommen beliebig. Denn Asozialen brauchen keinen Grund um jemanden anzugreifen, sie erfinden einen und machen es einfach (Motto: Was guckst du?).
    Es ist Staatsversagen in der Verbrechensbekämpfung und im Schutz der Bevölkerung. Und das seit Jahrzehnten.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 ThorinAnonym
  • 29.03.2017, 14:48h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Solchen Asozialen ist es völlig egal, was die Kirche oder irgendwelche Politiker sagen. Auch bei 100% Gleichstellung wird das nicht verschwinden, höchstens sich etwas reduzieren. Das Problem liegt in unserer Kuscheljustiz, die Gewalttäter lieber Sozial- und Laberstunden in Luxusgefängnissen finanzieren, als wirklich das Problem anzugehen. Dann heißt es einfach von den Richtern: "Der hatte halt eine schwere Kindheit. Das Opfer ist doch selbst Schuld, dass es mit seiner offensichtlichen Schwulheit den Täter provozierte"
  • Antworten » | Direktlink »
#7 seb1983
#8 IngeborgAnonym
  • 29.03.2017, 19:23h
  • Kann man denn was Gutes für die junge Frau tun? Ist sie umsorgt? Kennt jemand sie, der weiß, wie man ihr helfen könnte? Hat sie Verdienstausfall? Wollen wir sammeln oder eine Soliparty machen? Oder, wie gesagt: ist sie ver- und umsorgt, benötigt sie praktische Hilfe?

    Wir sind auch Berlin - wir müssen Hass und Gewalt etwas entgegensetzen - Mitgefühl und Solidarität ...

    Ich wünsche der jungen unbekannten alles Gute, gute Genesung - und keine bleibenden Schäden - weder physisch, noch psychisch ... und würde gerne helfen ...

    Ingeborg
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Patroklos
#10 hugo1970Profil
  • 29.03.2017, 21:59hPyrbaum
  • Wenn es ein Verbrechen aus queerophobie ist, dann sind einzig allein die religionen schuld
  • Antworten » | Direktlink »