Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28536

Hochzeit im kleinen Kreis

Hape Kerkeling hat sich verpartnert

Der Moderator und Comedian gab seinem Freund bereits am 10. Dezember 2016 in Bonn das Ja-Wort, berichtet das Magazin "Bunte".


Hape Kerkeling 2011 in der ZDF-Reihe "Unterwegs in der Weltgeschichte". 2014 beendete der schwule Entertainer offiziell seine Bildschirm-Karriere (Bild: ZDF)

Sein Privatleben versucht Hape Kerkeling aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Doch nun berichtete das Magazin "Bunte" von einer heimlichen Verparterung des Moderators und Comedian am 10. Dezember des vergangenen Jahres im Alten Rathaus von Bonn. Mit seinem Mann, der laut "Express" Henning heißt, soll er bereits seit 2010 zusammen sein.

Laut "Bunte" waren nur 25 Gäste zur Feier eingeladen, darunter vor allem Familienmitglieder sowie die Schauspielerin Isabel Varell und die Moderatorin Birgit Schrowange. "Bei dieser Trauung wurde endlich mal mehr gelacht als geweint", zitiert das Magazin einen Gast.

Bislang galt der 52-Jährige nicht unbedingt als Fan von Partnerschaftsschwüren. "Solche Dinge, die der Staat oder die Kirche regelt, sind für mich nicht bedeutsam", sagte er 2008 in einem Interview mit der "Bild am Sonntag". Damals war Kerkeling noch mit seinem Co-Autor Angelo Colagrossi zusammen, den er im Alter von 18 Jahren kennenlernte. Die Beziehung ging im Frühjahr 2011 nach 28 Jahren offiziell zu Bruch – die Bekanntschaft mit Henning könnte der Auslöser gewesen sein.

Vom Beatrix-Double zu Horst Schlämmer aus Grevenbroich

Zu seinem 50. Geburtstag beendete Hape Kerkeling 2014 seine Karriere in Film und Fernsehen. 1989 war er mit dem Comedy-Format "Total normal" erstmals auf Sendung. In der Show vom 25. April 1991 gelang es ihm, verkleidet als Königin Beatrix und vor laufender Kamera in einem Wagen im Schloss Bellevue vorzufahren – vor Eintreffen der echten Königin. Wenige Monate später wurde er von Rosa von Praunheim in der RTL-Sendung "Der heiße Stuhl" als schwul geoutet.

Die Satire "Kein Pardon" war 1993 Kerkelings erster Spielfilm, gefolgt von Fernsehproduktionen wie "Club Las Piranjas", "Willi und die Windzors" oder "Die Oma ist tot". Kerkelings Figuren wie der Grevenbroicher Journalist Horst Schlämmer, Kneipen-Stammgast Gisela oder die Schlagerdiva Uschi Blum bekamen Kultcharakter. Sein Buch "Ich bin dann mal weg" über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg wurde 2006 zum Bestseller.

Im Jahr 2014 veröffentlichte Kerkeling seine Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft", in der unter anderem über sein Coming-out in der Familie schreibt. In dem Buch erwähnte er auch erstmals seinen jetzigen Lebenspartner. (cw)



#1 BuntUndSchönAnonym
  • 30.03.2017, 14:27h
  • Glückwunsch an das Paar :-)

    Ich wünsche, dass wir bald über das Wort verpartnert lachen können.
    Es klingt für mich jetzt schon bescheuert.

    Alles Gute den beiden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 maaartinAnonym
  • 30.03.2017, 17:31h
  • ok, das ist jetzt nur korinthenkackerei, aber hape gabs doch schon ein paar jahre vor total normal im fernsehn...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SockeAnonym
  • 30.03.2017, 20:54h
  • Antwort auf #1 von BuntUndSchön
  • Stimmt, das Wort ist wirklich bescheuert. Nicht "wir haben geheiratet", sondern "wir haben unsere Lebenspartnerschaft eintragen lassen" - wie umständlich ist das denn bitte?
    Und wie heißt das, wenn sich eingetragene LebenspartnerInnen wieder trennen? "Entpartnern"? "Lebenspartnerschaft austragen"?

    Alles Gute für Hape K. und seinen eingetragenen Lebenspartner, den er hoffentlich bald auch in Deutschland offiziell als "mein Ehemann" bezeichnen darf. #ehefueralle
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
#5 habemus_plemplem
  • 31.03.2017, 18:52h
  • Herzlichen Glückwunsch an die beiden!

    Der Spiegel benutzt wie selbstverständlich die Worte "geheiratet" und "verheiratet" - zumindest in Schlagzeile und Teaser.

    m.spiegel.de/panorama/leute/hape-kerkeling-hat-geheiratet-a-
    1141192.html


    ...zusammen mit einem albernen Bild, das dem feierlichen Anlass nicht gerade angemessen erscheint. Immerhin hat Hape sich als Privatperson verpartnert und nicht als Comicfigur.

    Während sich hier auf queer.de die Schlagzeile mit "verpartnert" unter mehreren Artikeln zur "Ehe für Alle" wiederfindet, gaukelt der Spiegel aller Welt vor, es sei schon alles erreicht. Und dann glauben wieder alle, das sei doch alles längst kein Thema mehr.

    Ich wundere mich, dass inzwischen viele unpolitische Heten das wirklich glauben und sich der tatsächlichen deutschen Rechtslage überhaupt nicht mehr bewusst sind. Habe ich in letzter Zeit vielen erklären müssen. Offenbar meinen viele, wenn es anderswo doch längst selbstverständlich geworden ist, würde Deutschland da irgendwie automatisch mitziehen. Dass dem nicht so ist, passt vielen nicht ins Weltbild. Damit dieses nicht in Wanken gerät, verdrängen viele es wohl gleich wieder. Ist ja nicht deren Problem. Wir kämpfen diesen Kampf anscheinend immer noch ziemlich allein. :-(
  • Antworten » | Direktlink »
#6 BuntUndSchönAnonym
  • 31.03.2017, 21:03h
  • Antwort auf #3 von Socke
  • Genau: warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Es ist ermüdend :-/
    Und die Bezeichnung verpartnert erklärt in keinster Weise, was beide eigentlich teilen.
    Ehe ist Ehe - da gibt es keine Alternative.

    © by Ehe für alle
    :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#7 SockeAnonym
  • 01.04.2017, 19:51h
  • Antwort auf #5 von habemus_plemplem
  • Ehe zwischen Mann und Frau
    - muss nicht groß erklärt werden
    - Bei der Geburt eines gemeinsamen Kindes werden die beiden Eheleute automatisch als Eltern in die Geburtsurkunde eingetragen.

    ELP
    - Viele Behördenformulare usw. unterscheiden beim Familienstand zwischen "verheiratet" und "in einer ELP lebend". Das ist rechtlich gesehen richtig, zwingt aber gleichgeschlechtliche Paare, sich beim Ausfüllen eines solchen Formulars jedes Mal als nicht-hetero zu outen (mit allen evtl. damit verbundenen Nachteilen).
    - Kinder bekommen und großziehen ist für Homopaare unglaublich kompliziert und bürokratisch - Stichwort Stiefkindadoption.

    Fazit: "Homo-Ehe" und "verheiratet" sagt (und schreibt) sich natürlich leichter als "eingetragene Lebenspartnerschaft", täuscht aber leider vor, dass da in Sachen Gleichbehandlung nichts mehr zu tun ist. Du und ich sind mit Sicherheit nicht die einzigen, die heterosexuellen Bekannten und Verwandten öfter mal den Unterschied zwischen Ehe und "Homo-Ehe" erklären müssen. Und ich habe wirklich Wichtigeres zu tun, als mir zu dem Thema den Mund fusselig zu reden.
  • Antworten » | Direktlink »