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"Beschämend für Deutschland"

Hape Kerkeling fordert Union zur Ehe-Öffnung auf

Als Wahlmann der CDU wählte der Comedian den Bundespräsidenten mit – nun übte er scharfe Kritik am Nein der Partei zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen.


Hape Kerkeling auf dem Cover seiner 2014 erschienen Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft" (Bild: Piper Verlag)

Der schwule Schauspieler, Moderator und Buchautor Hape Kerkeling hat die CDU erstmals öffentlich scharf kritisiert. "Es ist überfällig, dass die Ehe für alle endlich eingeführt wird", sagte der 52-Jährige im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Noch im Februar war Kerkeling als Wahlmann der CDU Nordrhein-Westfalen Mitglied der Bundesversammlung, die Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten wählte (queer.de berichtete). In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass sich der Comedian im Dezember vergangenen Jahres mit seinem langjährigen Freund in Bonn verpartnert hatte (queer.de berichtete).

"Ich finde es beschämend für Deutschland, dass das nicht schon längst geschehen ist", meinte Kerkeling zur fehlenden rechtlichen Gleichstellung homosexueller Paare im Eherecht. Eine Demokratie müsse sich immer daran messen lassen, wie sie mit ihren Minderheiten umgehe. "Also, Frau Merkel, ran an die Buletten", sagte Kerkeling im "Spiegel"-Interview. "Das schaffen Sie!"

In der Nacht zum Donnerstag hatte die Union beim Koalitionsgipfel im Kanzleramt einen Vorstoß der SPD zur Öffnung der Ehe zurückgewiesen (queer.de berichtete). (cw)



#1 stephan
  • 01.04.2017, 11:21h
  • Jedes halbwegs aufrechte und mit minimalem Verstand ausgestattete Mitglied der LGBTI-Community und auch jeder wohlmeinende Heteromensch muss die CDU für diese Haltung kritisieren. Selbst in der konservativsten Tageszeitung Paderborns(!), sonst immer auf Unions- und Kirchenlinie, war heute im Kommentar zu lesen, dass die Union die Eheöffnung nur aus ideologischen Gründen ablehne! Leider merken allein die abgehobenen Politiker nicht, wie lächerlich sie sich damit machen! Das der Kauder etwas zurückgeblieben ist und gerade einmal dazu taugt für Merkel die Fraktion zu disziplinieren, ist auch offensichtlich, aber dass Merkel die Lächerlichkeit und Peinlichkeit nicht auffällt, muss schon verwundern! So blöd kann sie doch gar nicht sein und so viel Angst vor dem schwarzbraunen Bodensatz ihrer Partei kann sie nach Atomausstieg, Wehrpflichtaussetzung und vielem anderen eigentlich auch nicht mehr haben. Dieses geschieden-wiederverheirate Unionsweibchen, dass sein Familienbild offenbar an den Auffassungen der Adenauer-Ära geschult hat, sollte doch längst begriffen haben, dass sie nach den Auffassungen jener Zeit doch selbst als Flittchen bezeichnet worden wäre und nur mit Mühe Abteilungsleiterin in einem Kaufhaus hätte werden können! ... was Hape angeht, hätte mich beeindruckt, wenn er die Unionsnominierung für die Bundesversammlung abgelehnt und mit dem UnionsNEIN zur Eheöffnung begründet hätte! Leider eine Chance vertan!
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#2 herve64Profil
  • 01.04.2017, 11:34hMünchen
  • Und was wird es bringen? Als Wahlmann hat er die Interessen der CDU mitgetragen auch wenn der Gekürte ein nomineller Sozi ist, seine Lebenspartnerschaft hat er auch schon im Sack, also wird er sich von der Partei, für die er Wahlmann war, fragen lassen müssen, was er denn noch alles will. Großartig bewirken wird er mit dem Einwurf wohl nichts mehr.

    Man sollte sich halt schon im Vorfeld überlegen, für wen man sich einspannen lässt.
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#3 Homonklin44Profil
  • 01.04.2017, 14:01hTauroa Point
  • Na ja erweist lediglich noch einmal auf einen Zustand hin, über den man sich anderswo schon länger wundert. Wie weit es mit dem krampfhaften Festklammern an Rückstand in Deutschland wirklich steht, und ob gewisse Parteien da so eine Art Rückständigkeits-Fetisch kultivieren.

    in weniger engstirnigen, weniger bocksturen Umfeldern tut man sich schon schwer, das Leuten noch halbwegs so zu vermitteln, dass die Unterschiede zwischen hier und vorgestern noch erkennbar werden

    Was soll es verändern. Berlin, Nochnichtflughafen. Der konservative Lotus-Effekt hält. Drei Gewitter-Taft lässt nicht mal Beatrix' Rainbow-Smiles durch.
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#4 TechnikerAnonym
  • 01.04.2017, 14:47h
  • Auch schon aufgewacht, Herr Kerkeling?

    CDUCSU waren und sind ein homophober Haufen - von denen hält man sich als Schwuler fern und macht nicht für die den Grüßaugust bei der Wahl des Bundesgrüßaugusts.

    Aber das ist nun wahrlich keine neue Erkenntnis...
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#5 BuntUndSchönAnonym
  • 01.04.2017, 15:18h
  • Es sollten sich noch mehr dazugesellen.
    Und einmal wöchentlich sich an Merkel richten mit der Parole: gleiches Recht für alle!
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#6 ollinaieProfil
  • 01.04.2017, 18:38hSeligenstadt
  • Fällt der Name Kerkeling muss ich gähnen und an Omas Häkeldeckchen denken.

    Aber diese Meldung hat mich doch mal positiv überrascht, das hätte ich von dem nicht erwartet.

    Wenn selbst personifizierteBiedermänner anfangen zu murren kommt vielleicht doch noch was unter den alten Zöpfen in Bewegung.

    Ein Sprichwort sagt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mir der Zeit. Fest steht jedenfalls, das Merkel nicht ewig Kanzlerin bleiben wird. das hat nicht mal Kohl geschafft. Die Eheöffnung kommt unausweichlich, so oder so.
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#7 kuesschen11Profil
#8 RobinAnonym
  • 02.04.2017, 08:42h
  • Schön und gut. Aber wieso hat Hape Kerkeling dann einen Bundespräsidenten gewählt, der diesen homophoben Koalitionsvertrag mit ausgearbeitet und beschlossen hat?!

    Und der auch jetzt als Bundespräsident beharrlich zu dem Thema schweigt und gar nicht Präsident aller Deutschen sein will.
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#9 ChristophAnonym
  • 03.04.2017, 10:10h
  • In mutiger und bewundernswerter Weise
    handelt die Kanzlerin für Flüchtlinge. Das dies nicht schon längst für gleichgeschlechtliche Paare geschehen ist , muss alle CDU / CSU - Wähler beschämen. Eine schlichte Selbstverständlichkeit. Ich wähle seit 100
    Jahren CDU , werde mir das aber sehr bald abgewöhnen, wenn man nicht endlich Vernunft einkehren lässt. Toleranz ist King
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#10 TheDad
  • 03.04.2017, 10:38h
  • Antwort auf #9 von Christoph
  • ""In mutiger und bewundernswerter Weise
    handelt die Kanzlerin für Flüchtlinge.""..

    Das handeln hat sie dann Anderen überlassen..

    ""Ich wähle seit 100
    Jahren CDU ""..

    Wer schon so lange für die Schieflage bürgerlicher Grundrechte mit Verantwortlich zeigt, darf auch gerne hier darauf verzichten über "Toleranz" zu fabulieren, um die es nicht im Ansatz geht !
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