Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28562

Meinungsforschung

Neue Emnid-Umfrage: 75 Prozent der Deutschen für Ehe für alle

Drei von vier Wählern sprechen sich für die volle rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare aus.


Keine Sommerhochzeiten in Deutschland: Während sich die Bevölkerung eine Gleichbehandlung von Lesben und Schwulen wünscht, setzt die Union auf Diskriminierung

Auch die jüngste repräsentative Meinungsumfrage zur Ehe für alle ist eine deutliche Klatsche für die Bundesregierung. Nach einer am Sonntag veröffentlichten Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" sprechen sich 75 Prozent der Deutschen für die rechtliche Gleichstellung von schwulen und lesbischen Paaren im Eherecht aus.

20 Prozent der Befragten lehnten laut Emnid eine Gleichbehandlung ab. Die übrigen fünf Prozent machten keine Angaben.

Seit Jahren gibt es in den Meinungsumfragen aller deutschen Institute eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Ehe für alle (queer.de berichtete). Bei einer im Januar vorgestellten Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sprachen sich sogar 82,6 Prozent der Bevölkerung für ein Ende des Eheverbots für homosexuelle Paare aus (queer.de berichtete).

Beim Koalitionsgipfel in der vergangenen Woche hatte die Union einen späten Vorstoß der SPD zur Eheöffnung zurückgewiesen (queer.de berichtete). (mize)



#1 ettgbkkkAnonym
  • 02.04.2017, 08:21h
  • Die SPD vertritt leider nicht die 75 % der Deutschen, die sich gleiche Rechte für alle Menschen, d. h. die Einhaltung von Artikel 3 des Grundgesetzes wünschen.

    Wenn die Union die rechtliche Diskriminierung homosexueller Menschen aufrechterhalten will, dann hilft die SPD der Union dabei die Diskriminierung aufrechtzuerhalten und blockiert in den Ausschüssen sowie im Plenum des Bundestages die Eheöffnung.

    Im September ist Bundestagswahl.

    Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren die SPD zu wählen, weil der SPD die Erfüllung des Diskriminierungswunsches der Union wichtiger ist als die Einhaltung des Gleichheitsartikels 3 im Grundgesetz.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 RobinAnonym
  • 02.04.2017, 08:39h
  • Wenn Union und SPD weiterhin die Gleichstellung verhindern, missachten sie nicht nur das deutsche Grundgesetz, sondern auch den überwältigenden Willen des Volkssouveräns.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LaurentProfil
  • 02.04.2017, 09:35hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #1 von ettgbkkk
  • Es ist erfreulich, dass die Zustimmung zur Ehe für alle unverändert sehr hoch ist.

    Ich bin recht zuversichtlich dass sich auch die Union über kurz oder lang bei diesem Thema bewegen wird.

    Warten wir mal die Wahl ab. Vorher läuft eh nichts mehr.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stephan
  • 02.04.2017, 10:02h
  • Tja ein schönes Ergebnis und eine Bestätigung vieler vorausgegangener Untersuchungen, aber Frau Merkel stört sich nicht daran. Auch die Mehrheit der Bevölkerung ist ja auch nicht wirklich daran interessiert, dass die Eheöffnung durchgesetzt wird! ...

    Unter diesen Umständen glaubt Merkel, dass es sich für sie und die Union lohne, eine konservative, diskriminierende Position einzunehmen, um den braunen Bodensatz - der gegen die Eheöffnung ist und familienpolitisch nazistische Positionen einnimmt - fest an die Union zu binden und nicht etwa dort hinzutreiben, wo diese Menschen politisch hingehören!

    Nach Atomausstieg, Wehrpflichtaussetzung u.v.a. meint Merkel wohl - angetrieben vom rechten Flügel und immer wieder bestätigt von Kauder, Seehofer und selbst vom verklemmten Altmeier etc. einen erzkonservativen Standpunkt in dieser Frage wie eine Monstranz vor sich her tragen zu müssen! Und das schadet Merkel ja auch nicht, denn wen interessiert diese Frage schon wirklich?

    Über das Verhalten der elenden, verräterischen, feigen und dummen SPD sollte man in diesem Zusammenhang einfach nur schweigen und diejenigen, die uns belogen und betrogen haben auf keinem Fall wählen, denn die Eheöffnung wäre, sofern die SPD die neuerlichen Ankündigung ernst meinte, sofort mit der vorhandenen Mehr im Bundestag durchsetzbar! Alles andere ist dummes Wahlkampfgeschwätz!

    "100% Gleichstellung - Nur mit uns!"

    (so die großmäulige SPD 2013)
  • Antworten » | Direktlink »
#5 EikeAnonym
  • 02.04.2017, 10:10h
  • 75 Prozent!!!

    Welches andere Thema hat so hohe Zustimmung in der Bevölkerung?

    Dennoch weigern sich Union und SPD weiterhin.

    Stattdessen führen Union und SPD mit der PKW-Maut etwas ein, wo die Mehrheit der Deutschen strikt dagegen ist und was Deutschland massiven wirtschaftlichen Schaden bereiten wird. Nur damit Herr Dobrindt was für die bayerischen Stammtische hat.

    Übrigens:
    die SPD hatte die Eheöffnung versprochen und genauso versprochen, dass es mit ihr keine PKW-Maut geben wird.

    Und jetzt macht sie in beiden Punkten das genaue Gegenteil.

    Wenn Union und SPD immer und immer wieder so sehr den Bürgerwillen missachten, sollten sie die Bürger nicht mehr vertreten und Deutschland nicht regieren!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SebiAnonym
  • 02.04.2017, 10:23h
  • Im Koalitionsvertrag steht ganz klipp und klar drin, dass man alle Benachteiligungen gleichgeschlechtlicher Paare abschaffen will.

    Und wenn Eheverbot und Verbot der Volladoption keine Benachteiligungen sind, was dann sonst?

    Wenn die CDU/CSU den Koalitionsvertrag brechen will, ist das deren Ding. Aber dann sollte wenigstens die SPD sich an den Koalitionsvertrag halten.

    Wenn die CDU/CSU die Koalition auflösen will, weil der Koalitionspartner sich an den Koalitionsvertrag hält und das tut, was 75% der Bürger wollen, dann ist das deren Problem. Das müssen dann CDU und CSU den Bürgern erklären...

    Aber die SPD wird auch da wieder brav den Bückling machen und auch dies wieder bereitwillig mitmachen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 goddamn liberalAnonym
  • 02.04.2017, 11:07h
  • Antwort auf #3 von Laurent
  • "Ich bin recht zuversichtlich dass sich auch die Union über kurz oder lang bei diesem Thema bewegen wird."

    Ach und wieso?

    Der Mehrheit ist das Thema nicht wichtig.

    Im Gegensatz zu den USA gilt das i Deutschland auch für Linke und Linksliberale.

    Mit irgendwas muss die Pastorentochter nach der von ihr genehmigten syrischen Masseneinwanderung den rechten Rand noch füttern können.

    Weihnachtslieder und Blockflöte reichen da nicht aus.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 MariposaAnonym
  • 02.04.2017, 11:31h
  • Antwort auf #1 von ettgbkkk
  • Ich werde die SPD trotz einiger Bedenken definitiv wählen - Probleme mit einem eventuellen Spitzenkandidat Gabriel sind ja nicht mehr zu befürchten. Immerhin zeigt die alte Tante seit langem wieder Lust am Kämpfen (nicht nur was unser Thema angeht). Ist nunmal auch die einzige Möglichkeit, eine Mehrheit jenseits der Union hinzukriegen, mit einer 20-Prozent-SPD geht das nunmal nicht. Und sollte es dazu kommen, gibt es spätestens nächstes Jahr die Eheöffnung, da kann dann die Union noch so maulen.....
    Es sei auch mal allen Anhängern der Grünen hier gesagt: Auch diese würden notfalls mit Frau Merkel koalieren (vielleicht dann nur ohne die CSU). Ich habe es hier in der Stadt und im Land erlebt......

    Ohne eine starke SPD ist nunmal leider kein Regierungswechsel möglich - ich hoffe aber dann auch stark auf einen Politikwechsel.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 YannickAnonym
  • 02.04.2017, 11:33h
  • Die SPD hat vor der Wahl "100% Gleichstellung" (inkl. Eheöffnung und Volladoption) versprochen.

    Daran werden die sich messen lassen müssen.

    Die Zeiten, wo wir uns hinhalten und vertrösten lassen sind endgültig vorbei.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 niccinicciAnonym
  • 02.04.2017, 11:37h
  • wahrlich kein thema, was der mehrheit der bevölkerung unter den nägeln brennt. meine verpartnerten schwulen freunde nennen es sowieso heirat. so auch die bevölkerung. wenn man überlegt, dss die welt von drei verrückten regiert wird, taugt es gerade noch als wahlkampfthema nebenbei. ob sich damit mehr wähler begeistern lassen, wohl kaum.
  • Antworten » | Direktlink »