Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?2858

Bodies Without Organs (BWO) treten nicht nur bei diversen CSDs auf, sondern haben auch einen total süßen Sänger.

Von Jan Gebauer

Manchmal fragt man sich wie viele gute und vor allen Dingen erfolgreiche Musik-Themen noch aus Schweden kommen. ABBA sind ja schon seit Ewigkeiten Musik-Geschichte, Roxette und Europe auf ihre Art und Weise auch, während sich Acts wie die Cardigans, Alcazar, Ace of Base oder auch die Army of Lovers bemüht haben, ihre Heimat als Pop-Musik-Export weiterhin im Gespräch zu halten. Die Army of Lovers ("Crucified", "Obsession") gibt es nun schon seit einigen Jahren nicht mehr, was aber nicht heißt, dass die einstigen Mitglieder untätig Däumchen drehen. Alexander Bard, der theatralisch-blonde Teil der Gruppe, hat BWO gegründet, was ausgeschrieben Bodies Without Organs (Körper ohne Organe) heißt. Dazu gibt es auf dem Cover des ersten Albums "Prototype" auch gleich zerfließende Körper (dafür wünscht man sich glatt die glorreichen Vinyl-Zeiten mit großen Artworks wieder zurück). Ganz so schrill und besonders schwul geht es auf den ersten Blick bei BWO nicht zu wie seinerzeit bei Army of Lovers. Dafür muss man schon ins Detail gehen: Die Disco-Hymnen, die das Trio auf "Prototype" anstimmt, erinnern oft an Alcazar, die ja zur Hälfte aus schwulen Jungs bestehen. Kein Wunder, denn Alexander Bard saß auch bei diesem Quartett am Reglerpult und bastelte eifrig an deren Kompositionen.

Für den Gesang verpflichtete Bard den 22-jährigen, äußerst attraktiven, gebürtigen Polen Martin Rolinski, der so fotogen ist, dass wir unten gleich eine kleine Galerie eingebaut haben. Über seine sexuelle Orientierung kann dann jeder für sich spekulieren. Das Trio wird durch die Halb-Ukrainerin Marina Shiptjenko (Keyboards) komplettiert. Im Studio arbeitete die Formation mit Bards langjährigen musikalischen Partner Anders Hansson zusammen, der schon Songs für Weltsstars wie Cher, Christina Aguilera und Jessica Simpson produzierte. Zwischen fröhlichem Euro- und Dance-Pop gibt es etliche flotte Nummern zum Mitschnippen wie die erste Single "Conquering America", in Schweden immerhin Platz 27. Ob sie, wie im Titel angedeutet, damit auch Amerika erobern, ist mehr als fraglich, da dort gerade kaum Plastik-Pop dieser Prägung gefragt ist. Dafür umso mehr in Russland, wo BWO bereits einige große Hits landen konnten. Dabei bedienen sich Bard und seine Leute ein ums andere Mal bei bekannten Kompositionen: "European Psycho" weist zum Beispiel deutliche Ähnlichkeiten mit "Music" von John Miles auf. Auch "Gone" kommt einem vertraut vor, erinnert der süßliche Refrain doch an zahlreiche Eurovisionshymnen. "Sixteen Tons Of Hardware", BWOs bisher größter Hit in Schweden (Platz elf), erfüllt die Ansprüche, die man an eine stimmige Radio-Pop-Nummer hat und macht auch in der Disco eine gute Figur. "Open Door" liegt sowohl als Ballade als auch als schnelle Dancefloor-Nummer vor und überzeugt in beiden Versionen durch einen eingängigen Refrain.

Kylie-Minogue-Fans haben Bodies Without Organs übrigens schon als Anheizer bei ihren letzten Deutschland-Konzerten erlebt. Wer diese verpasst hat, kann sich an drei CSD-Terminen von der Ausstrahlungskraft des Trios überzeugen:

04.06.05 - CSD Zürich (mit Alcazar)
02.07.05 - CSD Köln
23.07.05 - CSD Frankfurt
30.07.05 - CSD Stuttgart

28. Mai 2005



#1 ChubbyAnonym
  • 29.05.2005, 15:40h
  • Danke für diesen Tipp! Durch euch bin ich auf eine tolle neue Band gestossen! :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 DizAnonym
  • 29.05.2005, 17:37h
  • BWO rules, Alexander Bard ist genial!
    Und ich kann dieses ganze HipHop-Gedöns aus den Charts echt nicht ab :-))
  • Antworten » | Direktlink »
#3 JanAnonym