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Tschetschenien

"Novaya Gazeta" legt Beweise für grausame Schwulenverfolgung vor

Die Zeitung benennt ein Gefangenenlager, in das Männer wegen angeblicher Homosexualität verschleppt wurden, und veröffentlicht schockierende Augenzeugenberichte.


In diesem Lager bei Argun sollen sich unfassbare Gräueltaten an schwulen Männern abgespielt haben. Der folgende Bericht geht in Text und Bild auf sie ein.

Die russische Zeitung "Novaya Gazeta" hat am Dienstagabend einen Nachfolgebericht zu der Meldung vom Samstag veröffentlicht, wonach in der autonomen Republik Tschetschenien über 100 Männer wegen angeblicher Homosexualität verschleppt und mehrere getötet worden seien.

Dem neuen Bericht zufolge soll eine erste Verfolgungswelle bereits Mitte Februar begonnen haben, nach der Verhaftung eines unter Drogen stehenden Mannes. Auf seinem Smartphone habe die Polizei homosexuelles Foto- und Videomaterial gefunden sowie die Kontaktdaten zahlreicher schwuler Männer. "Es waren diese Daten, die die erste Welle von Verhaftungen und Massakern hervorgerufen haben", so die Zeitung. Die davon nichts wissende und nur zur Provokation und für spätere Klagen gedachte Anmeldung mehrerer CSD-Demonstrationen im Nordkaukasus habe dann zu einer zweiten Welle geführt.

Die Männer, deren Schicksal die Zeitung recherchieren konnte, seien in ein Gefängnis in der Stadt Argun gebracht worden, in ein offiziell leer stehendes, ehemaliges Militärgebäude. Das Gelände in der Kadyrow-Straße sei bereits 2010 in einem Bericht des Europarats mit einer entsprechenden Nutzung vermerkt. Ein Bild der Zeitung soll mehrere örtliche Beamte und Politiker an dem Gebäude während der Inhaftierung der schwulen Männer zeigen, darunter den tschetschenischen Parlamentsvorsitzenden Magomed Daudow. Der Politiker mit dem Spitznamen "Der Lord" soll bei der Entlassung einiger Gefangener zugegen gewesen sein.


Magomed Daudow (l.) mit dem örtlichen Chef der Kräfte des Innenministeriums in Argun, Ajub Kataew

Die "Novaya Gazeta" berichtet aus den Verhören, man hätte die Telefone der Verhafteten bewusst angelassen und Leute, die anriefen, dann ebenfalls abgeholt. "Auch sie wurden illegal festgenommen, geschlagen, mit Elektroschocks gefoltert und, im besten Fall, gegen ein großes Schutzgeld freigelassen." Manche Angehörige hätten ihre Apartments oder Häuser verkaufen müssen.

Man wisse von drei Toten, über einen vierten gebe es belastbare Informationen, so die Zeitung. Sie präsentiert die Berichte zweier Zeugen; Details sowie weitere Berichte will sie den Bundesbehörden übergeben. Die Männer und ihre Familien seien nun sicher, "außerhalb Russlands".

Erpressung schon seit Jahren

Einer der Zeugen sagte der Zeitung, die Behörden hätten ihn schon seit Jahren erpresst. Alle paar Monate habe er tausende Rubel zahlen müssen, dennoch sei er regelmäßig auf der Polizeiwache verprügelt, erniedrigt und gefoltert worden, auch habe er die Namen anderer Schwuler preisgeben müssen. Um den Kontakt zur Familie zur halten, habe er geheiratet. Den Druck nicht aushaltend, sei er dennoch nach Moskau geflohen und habe dort Anzeigen wegen seiner früheren Behandlung gestellt, die aber nicht angenommen worden seien. Dann hätten ihn Landsleute gefunden und wieder verprügelt und erpresst.

Es ist dieser Mann, der unter Verweis auf Bekannte der Zeitung vom mutmaßlichen Beginn der Verhaftungswelle berichtete, von dem Mann unter Drogen, dessen Telefon die Polizei durchsuchte. "Sie fanden eine Pornogalerie, Videos, viele Kontakte, Unterhaltungen mit anderen Schwulen. 'Der 'Lord' hat das mitbekommen, er war wütend". Der Politiker habe die Festnahmen aller Kontakte des Mannes angeordnet und damit Massenverhaftungen und eine "Kettenreaktion" in Gang gesetzt. "Die Verhafteten wurden gefoltert, auf eine Flasche gesetzt und mit Elektroschocks versetzt. Manche wurden zu Tode geschlagen oder zu Verwandten zurückgeschickt, wie eine Tüte voller Knochen. Ich weiß von zwei Toten."

Elektroschocks und Stangenhiebe

Ein zweiter Zeuge berichtete der Zeitung, er sei zu einem verlassen wirkenden Areal gebracht worden, in dem in Wirklichkeit Menschen festgehalten wurden, teilweise seit Jahren: Drogensüchtige oder Menschen mit Verbindungen zu Syrien. Man habe in einer kleinen Ecke stehen müssen und sei nur zwei- oder drei Mal am Tag zu einer Toilette geführt worden, die sich in einem anderen Gebäude befindet.

"Mehrfach am Tag wurden wir abgeholt und geschlagen. Ihre Hauptaufgabe war, deinen Bekanntenkreis herauszufinden". In der Denke der Behörden müsse jeder schwul sein, mit dem man Kontakt habe. Jeder, der die Männer angeschrieben oder angerufen habe, sei neue "Beute" geworden, so der Zeuge. Oft hätten sich die Beamten in der Kommunikation als die Inhaftierten ausgegeben.


Von der Zeitung veröffentlichte Bilder eines Mannes nach seiner Freilassung

Er sei mit Stromschlägen gefoltert worden, berichtete der Zeuge: "Ich habe soviel gelitten, wie ich konnte, dann habe ich das Bewusstsein verloren und bin gefallen. Wenn der Strom generiert wird und der Körper anfängt zu zucken, dann hörst du mit dem Denken auf und beginnst zu schreien. All die Zeit, die du da sitzt, hörst du die Schreie von den Leuten, die gefoltert werden."

Die Folter beginne direkt nach der Einlieferung, so der anonyme Zeuge. Auch mit Kunststoffstangen sei auf die Männer eingeschlagen worden. "Wir wurden immer unterhalb der Taille geschlagen: Beine, Hüften, Hintern, Taille. Sie sagten, wir wären wie Hunde, die kein Recht auf Leben haben. Sie haben die anderen Inhaftierten gezwungen, sich über uns lächerlich zu machen. Die sitzen da seit Jahren, viele haben die Hoffnung auf eine Befreiung aufgegeben. Und sie haben keine andere Wahl als mitzumachen. Wir haben das verstanden."

Manche der schwulen Männer hätten sich die Beamten bevorzugt herausgesucht. "Da war ein Mann, er wurde gesondert gefoltert, er saß länger als wir. Er war komplett zerbrochen, er wurde derart geschlagen, dass sein Körper offene Wunden hatte. Er wurde seinen Verwandten übergeben und nach einer Weile wusste man, dass er beerdigt worden war."

Nach der Polizei kommt die Familie

Die "Novaya Gazeta" veröffentlichte zudem Details von E-Mails, die das "LGBT Network" erhalten hatte und in denen Menschen von Freunden und Bekannten berichten, die verhaftet und gefoltert worden seien. Ein Zeuge berichtete dem Netzwerk, er sei vom 28. Februar bis 7. März in Argun inhaftiert gewesen, mit einem Dutzend anderer Männer, darunter ein bekannter Frisör und eine TV-Persönlichkeit. "Den Festgenommenen wurde praktisch kein Essen gegeben. Sie wurden oft zu Tode gemetzelt."

Wächter hätten immer wieder gesagt: "Wenn du Männer in der Familie hast, werden sie dich töten." Ein junger Mann sei von Verwandten abgeholt und in Handschellen in einen Wagen gesetzt worden, so der Zeuge weiter. Der Junge sei nie in die Heimat zurückgekehrt.

Human Rights Watch bestätigt "brutale Kampagne"

Die weltweite Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte bereits am Dienstagmorgen einen Bericht veröffentlicht, in dem sie die ersten Informationen der Zeitung "Novaya Gazeta" in Grundzügen bestätigte: Diese seien "übereinstimmend mit Berichten, die Human Rights Watch in der letzten Zeit aus mehreren verlässlichen Quellen erhalten hat, darunter Quellen vor Ort." Die Anzahl der Quellen und die Übereinstimmung der Berichte ließen keinen Zweifel, dass die "vernichtenden Entwicklungen" stattgefunden hätten.

"Seit einigen Wochen fegt eine brutale Kampagne gegen LGBT-Personen durch Tschetschenien", so der Bericht der Leiterin des Russland-Programs in Moskau, Tanja Lokschina. "Strafverfolgungs- und Sicherheits-Beamte unter der Kontrolle des rücksichtlosen Führers der Republik, Ramsan Kadyrow, haben dutzende Männer wegen des Verdachts der Homosexualität zusammengetrieben, die Opfer gefoltert und gedemütigt. Einige der Männer sind mit Zwang verschwunden. Andere, die zu ihren Familien zurückkehrten, sind nach der Gewalt kaum noch lebendig. Mindestens drei Männer sind offenbar seit Beginn der brutalen Kampagne gestorben."

Aufgrund der "brutalen Repression" in der Republik könne man aus Sorge um die Sicherheit der Quellen diese nicht benennen, so HRW. "Die Angst vor einer vernichtenden Vergeltungsmaßnahme ist so groß, dass wir nicht mal Details von spezifischen Fällen veröffentlichen können, da die Opfer aufgrund der Enthüllung noch mehr leiden könnten."

Lokschina kritisierte, dass ein Kreml-Sprecher am Montag betont hatte, Opfer könnten eine Strafanzeige stellen, ohne ihnen einen Schutz in Aussicht zu stellen. Vor Ort herrsche ein "Klima der Angst", in dem wenige es wagen würden, mit Journalisten zu sprechen. "Eine Anzeige gegen lokale Sicherheitsbeamte zu stellen, ist sehr gefährlich, da Vergeltung durch die lokalen Behörden geradezu unvermeidlich ist." Die russische Politik müsse an ihrer Spitze die Gewalt gegen LGBT verdammen und den Opfern Sicherheit und Gerechtigkeit versprechen.


"Das Massaker an den Schwulen in Tschetschenien" ist der neue Bericht der "Novaya Gazeta" betitelt, den seine Autorin am Montag angekündigt hatte

Elena Milashina, die Journalistin der "Novaya Gazeta", die die Berichte über die Schwulenverfolgung geschrieben hat, meinte bereits am Montag in einem Interview mit Radio Svoboda / Radio Free Europe, sie gehe inzwischen von 150 Personen aus, die wegen angeblicher Homosexualität in Geheimgefängnissen untergebracht seien.

"Nach unseren Informationen könnte die Zahl der Toten bei mehr als 50 liegen", so die investigative Journalistin. Persönliche Daten wie Name, Wohnort und Arbeitsplatz lägen ihr bislang aber nur zu dreien vor. Diese Angaben werde sie der Staatsanwaltschaft übergeben, aber aufgrund der Angehörigen nicht veröffentlichen können. Zuletzt hätten sich in Tschetschenien Massenverhaftungen und -morde gehäuft, etwa nach einem Anschlagsversuch auf den Präsidenten oder auch gegen Drogensüchtige. Die Taten seien alle abgestritten worden.

Auch die Kaukasus-Expertin der "International Crisis Group", Ekaterina Sokirianskaia, hatte am Dienstag in einem Interview mit dem SRF betont, sie habe Informationen aus verschiedenen Quellen über eine "Welle von Verhaftungen". Sie erwähnte ein zusätzliches Problem: "Weil Homosexuelle ihren Lebensstil geheim halten, haben sie oft Familien. Sie sind verheiratet, und sie haben Kinder. Das macht eine Flucht schwieriger. Viele Betroffene erleben immer wieder Gewalt und Erniedrigung. Und trotzdem können sie nicht einfach an einen sicheren Ort oder ins Ausland gehen."

Das russische LGBT Network hatte in einer Stellungnahme (engl., russ.) darum gebeten, seine Hotline für Betroffene bekannter zu machen, und diesen angeboten, bei einer Flucht behilflich zu sein.


Aus Protest gegen die Schwulenverfolgung in Tschetschenien hat sich am Dienstag ein LGBT-Aktivist an die Achmat-Kadyrow-Brücke in St. Petersburg angekettet, sie ist nach dem Vater des tschetschenischen Präsidenten benannt. Mehr Infos / Fotos

Quarteera: LGBTI schon seit Jahren in Tschetschenien verfolgt

Der Verein Quarteera, eine Organisation russischsprachiger LGBT in Deutschland, hat am Dienstagmorgen die "Verfolgung von LGBT und die Rechtfertigung von Gewalt" durch die tschetschenische Politik in einer Pressemitteilung "auf das Schärfste" verurteilt: "Das, was derzeit in Tschetschenien passiert, ist ein eklatanter Verstoß gegen die Verfassung und die Gesetze der Russischen Föderation, gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Europäische Menschenrechtskonvention sowie eine Reihe anderer internationaler Verträge und Vereinbarungen."

Quarteera betont, "dass der Prozess der Marginalisierung und Dämonisierung von LGBT nicht erst in der letzten Woche begonnen hat. Im Nordkaukasus und vor allem in Tschetschenien wurden in den letzten Jahrzehnten täglich Menschen- und Bürgerrechte verletzt."

In Deutschland lebten daher zehntausende Flüchtlinge aus dieser Region, darunter auch viele LGBT, so Quarteera. "Nach ihren Aussagen findet eine Verfolgung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern in Tschetschenien seit Jahren statt. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow hat mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass seiner Meinung nach regionale Traditionen wichtiger seien als Gesetze. Auch Ehrenmorde wurden mehr als einmal von ihm gutgeheißen. Die russische Regierung und ihre Behörden haben da oft weggeschaut und dadurch sich selbst dieser Taten mitschuldig gemacht."

Der Verein ruft die Bundesregierung und deutsche Menschenrechtsorganisationen dazu auf, "alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Regierung der Russischen Föderation dazu zu bringen, in der Tschetschenischen Republik eine verfassungsmäßige Ordnung nicht nur de-jure sondern auch de-facto herzustellen." Beteiligte an den Verbrechen seien ebenso anzuklagen wie jene, "die sich durch Mordaufrufe oder deren Rechtfertigung ebenfalls strafbar gemacht haben".

Die Stellungnahme, die auch auf Russisch und zum Teilen auf Facebook vorliegt, endet mit dem Satz: "Wir drücken unsere aufrichtige Anteilnahme mit allen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern in ganz Russland aus und bieten sowohl einzelnen Personen als auch Organisationen unsere Unterstützung an."

Nachtrag: "Enough is Enough" und das Aktionsbündnis gegen Homohobie haben am Mittwoch ein Spendenkonto eingerichtet. Am Donnerstag ist eine Kundgebung in München geplant.

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#1 BuntUndSchönAnonym
  • 04.04.2017, 23:41h
  • Das mag jetzt etwas krass klingen, aber Merkel sollte sich diesen Artikel zu Herzen nehmen und ihn als Warnung sehen!
    Soweit möchte sie die Situation in Deutschland bestimmt nicht kommen lassen.
    Das bedeutet: Handeln, und zwar ab jetzt! Denn auch in Deutschland brodelt die Küche und ständig wird Dampf abgelassen. Das muss aufhören!
    Die angespannte Lage bei uns muss sich in Bezug auf Ehe für alle und in Bezug auf Gleichstellung dringend wieder beruhigen.
    Frau Merkel: auch wenn Sie wissen, dass Sie sich mit Ihren Entscheidungen Zeit lassen, und Zeit brauchen: Sie hatten ganze 10 Jahre Zeit! Jetzt handeln Sie bitte, wenn Sie solch ein Massaker wie im Artikel in Deutschland nicht haben wollen!!!

    Mir gefällt manche Entwicklung gar nicht: Donald Duck im Westen, Horror im Osten, Blockade at home!!
    Es reicht!
    Wo ist die Demokratie geblieben??
    Und von den Organisationen, die dazu geschaffen wurden, um Demokratie und Schutz zu gewähren - warum hört man von denen kaum was? Human Rights Watch, ja, das ist immerhin was. Es gibt aber noch weitere!

    Wie weit wird der Hass erlaubt, der sich unbegründet und ungefiltert gegen uns entlädt?? Ohne Konsequenzen??

    Allmählich bekomme ich Angst, das sage ich ehrlich!
    Ich mag Menschen, aber wenn ich sowas lese, da frage ich mich, was ist mit vielen Menschen los?
    Und Putin wisse von nichts??
    Es reicht!
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#2 markusbln11Anonym
  • 04.04.2017, 23:41h
  • Mir fehlen die Worte, es bleibt mir der Atem weg. So etwas passiert in der Russischen Föderation.

    Solche verbrechen hätte ich nach 1945 und dem Grossen Vaterländischen Krieg in Europa nicht mehr erwartet.

    Querteera hat recht, die Verantwortlichen müssen vor ein ordentliches Gericht. Die Gepeinigten sind zu entschädigen und müssen die Chance haben, eine neue existenz aufzubauen. Bedrohten LGBT ist bedingungslos ein sicherer Hafen zu gewähren.
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#3 BuntUndSchönAnonym
  • 05.04.2017, 00:08h
  • Bedingungslos ist ein gutes Stichwort.

    -Bedingungslose Gleichstellung.
    -Bedingungslose Ehe für alle.
    -Bedingungslose Beendigung der Benachteiligung der LSBTTIQ.
    -Bedingungslose Erweiterung des AGG
    -Bedingungsloser Aufbau von Schutz gegen Diskriminierung, Gewalt und sonstigen Vergehen gegen Menschen.
    -Bedingungslose Vereinigung von Staaten zum Schutz gegenüber ALLE Minderheiten.

    Frau Merkel: wenn Sie bisher nicht unter Druck waren, dann sind Sie es jetzt!

    © powered by Querteera :-D
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#4 schwarzerkater
  • 05.04.2017, 06:29h
  • Antwort auf #2 von markusbln11
  • "Mir fehlen die Worte, es bleibt mir der Atem weg. So etwas passiert in der Russischen Föderation.
    Solche verbrechen hätte ich nach 1945 und dem Grossen Vaterländischen Krieg in Europa nicht mehr erwartet."
    Innenpolitisch beschreiten Putin und seine Marionetten in den den Provinzen einen stalinistischen Weg. Aber auch wenn sie noch mehr Schwule foltern und töten, die Korruption, die das Land lähmt, wird bleiben. Und der Versuch eine russische Variante von "Brot und Spielen" aufzuziehen, wird scheitern, weil es in Russland traditionell an "Brot" mangelt.
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#5 Herr BärAnonym
  • 05.04.2017, 08:18h
  • Sehr gut recherchierter Artikel.

    Hoffentlich gibt es bald erfreulichere Nachrichten aus diesem Gebiet zu berichten.
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#6 RobinAnonym
  • 05.04.2017, 08:45h
  • "Die Zeitung benennt ein Gefangenenlager"

    Nennen wir es beim Namen:
    das ist ein KZ.

    Im Jahr 2017 gibt es wieder "ethnische Säuberungen"...

    Und die Welt sieht wieder zu...

    Die meisten Medien berichten nicht mal darüber. Und die Politik (auch die deutsche schwarz-rote Bundesregierung) schweigt...
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#7 Carsten WAnonym
  • 05.04.2017, 09:01h
  • Schlimme Bilder und schlimme Augenzeugenberichte...

    Und genauso schlimm, dass das Thema die Öffentlichkeit in angeblich zivilisierteren Staaten nicht die Bohne interessiert. Von der Politik mal ganz zu schweigen...

    Wer bei sowas wegsieht, macht sich mitschuldig und hat Blut an seinen Händen. Aber die deutsche Politik hat bereits so viel Blut an ihren Händen, dass das denen egal sein dürfte.
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#8 JustusAnonym
  • 05.04.2017, 09:27h
  • Es wird höchste Zeit, dass in Deutschland endlich Verfolgung aufgrund der sexuellen Identität oder sexuellen Orientierung als genereller Asylgrund anerkannt wird.

    Grüne und Linkspartei fordern das seit langem, aber bisher lehnen CDU/CSU und SPD das ab.

    Die verweisen immer auf angebliche Einzelfallentscheide, aber wir sehen immer wieder, dass in der Praxis LGBTI ohne mit der Wimper zu zucken in Verfolgerstaaten abgeschoben werden.
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#9 matsAnonym
  • 05.04.2017, 09:43h
  • Progrome gegen LGBT und die kontinuierliche Entrechtung der Frauen entspringen derselben Hölle: Ehemänner in Russland dürfen wieder ihre Frauen verprügeln, Familien ihre schwulen Söhne ermorden.

    Es ist die alte Hölle, mit der bestimmte Männer (die sich gerne mal "Der Lord" nennen) seit Jahrhunderten die Welt tyrannisieren, um ihrer eigenen Würstchenhaftigkeit zu entkommen.

    Auch wir in Europa müssen wachsam sein: Wir dachten, nach all den Kriegen und Leiderfahrungen und Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts sei der alte Drache tot. Wir sehen jetzt: Er hat es geschafft, im Winterschlaf 70 Jahre Sowjetunion zu überleben. Also überlebt er wahrscheinlich so ziemlich alles andere auch.

    Es ist also richtig, bei uns in Europa jedes Rumoren aus der Würstchenhölle (gegen Frauenrechte, gegen LGBT-Rechte) konsequent als das zu bennenen, was es ist: das Aufbegehren des Machofaschismus gegen die zivilisatorischen Errungenschaften des 21. Jahrhunderts.
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#10 Homonklin44Profil
  • 05.04.2017, 10:23hTauroa Point
  • Schrecklich, fürchterlich, was da passioert und passieren KANN! Dass der Kreml als Apparat da achselzuckend wegschaut, kann man bei der Art wie die Regierung da gestrickt ist ätzenderweise nachvollziehen, aber dass die Welt da praktisch zusieht?

    Es hat doch Methode, dass davion nichts rauskommen soll, das Klima der Angst wird bewusst verstärkt und durch die eklatant faschistischen Strukturen wie sie teils beschrieben sind, zu einer Hölle für die Zivilmenschen dort verwandelt.

    Wo sind da die Schutztruppen, wo bleibt da der Eingriff internationaler "Polizei" und derer, die sonst einschreiten, solange es Gewalt gegen unbestimmte Bürgergruppen ist?
    Schwule -- und es ist ja nichts so Schlimmes, oder wie?
    Kein Aufschrei von der Religiotenfront.
    ...
    Tschetschenien scheint weit weg, die Schreie der Gemarterten hört man hier kaum, Merkela & Konsorten haben wohl Wichtigeres um den Kopf
    Von KZ's anderswo wollen die nix hören. Ich hoffe, die Menschenrechtsorganisationen bekommen etwas wie eine Rettungsbrücke hin.
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