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Ab 10. April in der Queerfilmnacht

Heimlich verliebt in die Mitschülerin

Monja Arts Spielfilmdebüt "Siebzehn" ist ein bemühter Coming-of-Age-Film für alle, die sich noch einmal an die verwirrenden und experimentellen Jugendjahre erinnern wollen – oder sich mittendrin befinden.


Regie-Debütantin Monja Art zeigt das Teenagersein in der Provinz als Achterbahnfahrt der Gefühle (Bild: Edition Salzgeber)

Siebzehn – ein Alter, das viele Turbulenzen mit sich bringt. In einem Vorort von Wien befindet sich auch Paula (Elisabeth Wabitsch) kurz vor der Volljährigkeit, kurz vor dem Abschluss und mitten in der schwierigen Bindungsphase zwischen großen Emotionen und Begehren, zwischen wilder Sexualität und Trennung.

Die lässige und zugleich ziemlich kluge junge Frau schwärmt für ihre Mitschülerin Charlotte (Anella Dézsy) , die allerdings leider mit Michael zusammen ist. Unsicher, ob sich der Kampf um ihren Schwarm lohnt, bändelt Paula immer wieder mit der ziemlich frivolen Lily an. Schnell stellt sich heraus, dass diese allerdings nur ein Spiel mit ihr spielt.

Es beginnt eine Reise durch die emotionale Ambivalenz Heranwachsender, bei der einige – gewollt oder ungewollt – mit gebrochenem Herzen auf der Strecke bleiben.

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Poster zum Film: "Siebzehn" startet offiziell am 27. April 2017 in deutschen Kinos, läuft jedoch bereits ab 10. in der Queerfilmnacht

Die österreichische Regisseurin Monja Art gibt mit dem Jugenddrama "Siebzehn" ihr Spielfilmdebüt. Während ihr mit der Besetzung ihrer Hauptrolle (Elisabeth Wabitsch) ein echter Glücksgriff gelungen ist, hätte "Siebzehn" in allen anderen Bereichen der Einfluss einer erfahreneren Crew gutgetan.

Obgleich das Drama auf nur 104 Minuten erzählt ist, entwickelt sich die Geschichte sehr müßig und langatmig. Ein erfahrender Drehbuchautor, der nach klassischen Grundsätzen jede ins leere laufende Szene streicht, würde "Siebzehn" allemal zu einem Kurzfilm machen.

Während die Bildgestaltung und Kameraarbeit der österreichischen Produktion auffallend langweilig und einfallslos daherkommen, sind die Charaktere des Dramas größtenteils überspitzt und zu hart an Extremen orientiert (die "coole" Paula, die "verruchte" Lily). Auch Paulas plötzliche philosophische Exkurse über die Liebe (in Anlehnung an Proust und Flaubert) im Französisch-Unterricht und die künstlich hervorgehobenen Spannungen – wie die erste Berührung zwischen Paula und Charlotte – lassen jeden letzten Funken Authentizität schwinden.

Am Ende ist "Siebzehn" einer von vielen Coming-of-Age-Filmen dieser Art, der beim Bügeln vor dem Fernseher sicher streckenweise unterhält, den Gang ins Kino aber nicht unbedingt rechtfertigt.

Vimeo / Salzgeber & Co. Medien GmbH | Offizieller Trailer zum Film

Infos zum Film

Siebzehn. Spielfilm. Österreich 2017. Regie: Monja Art. Darsteller: Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy; Alexandra Schmidt, Christopher Schärf. Laufzeit: 104 Minuten. Sprache: deutsche Originalfassung. FSK 12. Verleih: Edition Salzgeber. Deutscher Kinostart: 27. April 2017. Previews ab 10. April in der Queerfilmnacht
Galerie:
Siebzehn
6 Bilder


#1 Franz MichaelAnonym
  • 09.04.2017, 11:28h
  • Neben der erwähnten Ausszeichnung für die Hauptdarstellerin bleibt noch darauf hinzuweisen das der Film den Max-Ophüls-Preis gewonnen, als bester Film des diesjährigen Wettbewerbes
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#2 Patroklos
#3 EmilAnonym
  • 09.04.2017, 19:04h
  • Versteh ich nicht. Der Film wurde von Kritikern hoch gelobt und hat den Max Ophüls Preis bekommen.
  • Antworten » | Direktlink »