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Grausame Berichte Betroffener

Tschetschenien: Erste Verfolgungswelle offenbar schon im Dezember

Radio Free Europe berichtet, schwule Männer seien in den letzten Monaten in mindestens zwei Gefängnisse verschleppt worden. Aus Angst vor Folter und Ermordung verlassen immer mehr Männer die Region.


Tschetschenische Spezialeinheiten bei einer Parade in Grosny. In den letzten Monaten wurden vermutlich über 100 der Homosexualität verdächtigte Männer in zwei nicht weit von der Hauptstadt entfernte Gefängnisse gebracht

Die Berichte zur Lage schwuler Männer in Tschetschenien werden immer düsterer. Nach der Zeitung "Novaya Gazeta", die in den letzten Tagen über die Verschleppung von über 100 Männern wegen angeblicher Homosexualtität berichtet hatte, hat nun auch Radio Svoboda, das zu Radio Free Europe gehört, eigene Recherchen zur Verfolgungswelle angestellt.

Unter Verweis auf geflohene Männer berichtet der Journalist Sergej Hazow-Cassia, bereits im Dezember 2016 sei es zu ersten Massenverhaftungen schwuler Männer gekommen. Diese seien in ein Geheimgefängnis nach Argun, über das schon die Gazeta berichtet hatte, sowie in ein weiteres in Zozin-Jurt im Südosten von Grosny geliefert worden.

Die Polizei und das Militär in Tschetschenien hätten Schwule schon in den letzten Jahren häufig zu vermeintlichen Dates gelockt, dann geschlagen und erpresst, so der Sender. Diesmal sei das Vorgehen gründlicher: In den Gefängnissen hätte man per Folter die weiteren Kontakte der Männer herausfinden wollen – "die Zahl der Opfer ist exponentiell gewachsen". Nach Neujahr sei die Verfolgungswelle dennoch zunächst abgeklungen, um im Februar so richtig zu beginnen.


Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow (l.) und der Parlamentsvorsitzende Magomed Daudow, den die "Novaya Gazeta" beschuldigt hatte, die Verfolgungswelle angeordnet zu haben

Dann seien auch die ersten Toten zu beklagen gewesen: Zum einen habe die Polizei eher "versehentlich Menschen zu Tode gefoltert". Zum anderen habe sie einige Männer an Verwandte entlassen, mit der Bedingung, dass diese sie töten. Der Sender wisse von zwei solcher "Ehrenmorde", könne diese aber nicht verifzieren, da er von den Behörden generell ignoriert würde.

Die meisten Schwulen seien an ihren Wohnorten festgenommen worden, so Hazow-Cassia, manche aber auch am Arbeitsplatz. Zu einer in Berichten bereits mehrfach erwähnten verschleppten schwulen TV-Persönlichkeit schreibt der Journalist, der Staatssender der Republik habe inzwischen alle früheren Berichte des Mannes ebenso entfernt wie alle Videos, in denen er vorkam.

Verfolgt durch Sicherheitskräfte, Verwandte und Freunde

Ein 27-Jähriger berichtete gegenüber Radio Free Europe, er sei im letzten Herbst aus der Region geflohen, nachdem Freunde ihn mit heimlich mitgeschnittenen Äußerungen wegen seiner sexuellen Orientierung um Geld erpressen wollten. Im Januar sei Said, so der veränderte Name, wegen Familienangelegenheiten nach Grosny zurückgekehrt. Er sei auf einem Ausflug gewesen, als ihn seine Mutter angerufen habe: Das Militär sei da und suche ihn. Nachdem er sich geweigert habe, zurückzukehren, hätten sie seinen Bruder als Geisel genommen.

Im Laufe des Tages hätten ihn die Schwester und weitere Verwandte angerufen mit der Bitte, zurückzukehren. Seiner Mutter habe er erzählt, dass er schwul sei. "Sie sagte, es ist okay, stelle dich einfach. Wir wissen, dass du nichts falsch gemacht hast, und sie haben uns gesagt, dass sie sich bei der Familie entschuldigen werden, wenn alles, was über dich gesagt wird, falsch ist. Aber ich wusste, dass sie mich locken wollten, um Informationen über mich zu bekommen, und dass ich dann getötet würde." So habe auch ein Verwandter ihm am Telefon gesagt, man könne nichts anderes für ihn tun außer ihn zu ermorden.


Von der "Novaya Gazeta" am Dienstag veröffentlichte Karte, die das Gefängnis in Argun zeigen soll

Said floh erneut, nach Europa. Über einen Freund in Grosny wisse er, dass sein Bruder in Haft sitze und die Polizei täglich bei der Familie vorbeischaue und seine Rückkehr einfordere. Er traue sich nicht, bei den Eltern anzurufen, auch weil das Telefon abgehört werden könnte.

Frühere schwule Bekannte seien ab Februar nach und nach aus sozialen Netzwerken verschwunden, manche aus Angst vor Verfolgung, manche, weil sie wohl schon Opfer der Sicherheitskräfte wurden. "Einer meiner Freunde wurde im Dezember verhaftet, dann freigelassen, nachdem er alle seine Freunde ausgeliefert hat. Das letzte Mal habe ich mit ihm vor zwei Wochen gesprochen; er weinte und meinte, dass sie ihn wieder suchen würden. Was aus ihm wurde, weiß ich nicht." Ein junger Freund eines Soldaten sei an Verwandte freigelassen worden unter der Bedingung, dass sie ihn töten. "Sein Onkel ermordete ihn. Das weiß ich sicher. Er war 20 oder 21 Jahre alt."

Statt Date zur "Umerziehung" ins Folter-Gefängnis

Ein weiterer Zeuge, "Ruslan", sagte dem Sender, er sei Anfang März versehentlich in die Fänge der Polizei geraten: Er habe Licht im Fenster eines Freundes gesehen und habe angeklopft, die Tür hätten aber Beamten geöffnet. Er wurde für zehn Tage in einem der Geheimgefängnisse inhaftiert.

"Wir haben in großen Baracken gelebt, 15 schwule Männer und 20 Drogensüchtige. Nachdem wir auftauchten, ist der Status der Süchtigen gewachsen: Sie durften sich über uns lustig machen." Über eine entsprechende Rangordnung hatten bereits Augenzeugen der "Novaya Gazeta" erzählt (queer.de berichtete). Bei den "Süchtigen" handle es sich oft um Leute, die beim Kauf einer in Tschetschenien populären narkotischen Droge festgenommen wurden. Sie durften Ruslan zufolge in Betten schlafen, die Schwulen – fast nackt – auf dem Fußboden. Von Verwandten der Inhaftierten gebrachtes Essen hätten die Beamten größtenteils den Drogengebrauchern gegeben.

Ruslan berichtete dem Radiosender, die wegen angeblicher oder tatsächlicher Homosexualität verhafteten Insassen wurden täglich geschlagen, gedemüdigt, mit Frauennamen angesprochen und gezwungen, vor den anderen Insassen zu tanzen. Ein Gefangener sei in einen anderen Raum gebracht worden und mit Stangen geschlagen und Elektroschocks gefoltert worden. Andauernd hätten die Beamten gedroht, die Gefangenen zu töten.


Russlands Präsident Wladimir Putin schaut bei den zahlreichen Menschenrechtsverletzungen durch das Regime seines "Statthalters" Kadyrow regelmäßig weg. Ein Sprecher Putins wollte am letzten Montag die Schwulenverfolgung nicht kommentieren: Er sei auf dem Gebiet kein Exerte, auch sei das eine Angelegenheit der Strafverfolgungsbehörden, nicht der Politik.

Immer wieder habe die Polizei versucht, durch Folter die Namen weiterer Schwuler zu ermitteln, so Ruslan. Inzwischen habe sie zudem die in Russland populäre schwule Dating-App "Hornet" entdeckt und mit den Smartphones der Inhaftierten andere Männer kontaktiert.

Obwohl die Polizei Verwandten Ruslans eine sofortige Freilassung gegen Zahlung von einer Million Rubel versprochen habe, eine Summe, die diese nicht aufbringen konnten, sei das Hauptziel der Verfolgung nicht Erpressung gewesen, sondern eine Art "Prävention" und Umerziehung: "Man sagte uns, dass wir 'das' nicht mehr tun sollten." Die Polizisten, Ermittler und Militärangehörige hätten sich immer wieder darüber ausgetauscht, wie wichtig die Bekämpfung von Homosexualität sei.

Zehn Tage später habe man die schwulen Gefangenen in einer Reihe aufgestellt und unter Demütigungen nacheinander den Verwandten übergeben. Zuhause sei sein Vater mit einem Metallrohr in sein Zimmer gekommen, so Ruslan: "Ich sagte: Warte. Ich zog mein mein T-Shirt aus und zeigte ihm, dass alles blau war: 'Wo willst du mich noch schlagen?' Er verschwand und hat nicht mehr mit mir gesprochen."

Was mit seinen Mitgefangenen passiert sei, wisse er nicht, so der inzwischen aus der Region geflüchtete Ruslan: Alle hätten ihre Profile in der russischen Facebook-Variante VK gelöscht. Nur zu einem der Männer habe er dort Trauerbekundungen seiner Verwandtschaft gelesen. Er geht davon aus, dass die Familie ihn getötet hat.

Nur wenige Geflüchtete trauen sich, um Hilfe zu bitten


Das russische LGBT-Network hat eine Hotline unter der russischen Nummer 88005557374 eingerichtet und bietet Betroffenen aus Tschetschenien auch Kontakt unter kavkaz@lgbtnet.org an. Mehr Infos: englisch, russisch.

Nachdem die ersten Berichte über die Verfolgung auftauchten, hatte das russische LGBT Network eine Hotline für Betroffene geschaltet. "Jeden Tag helfen wir vielleicht vier bis fünf Personen bei der Flucht", so die Verbandsvorsitzende Tatjana Winnischenko gegenüber Radio Svoboda.

"Die Hälfte von ihnen war in der Welle im Februar verhaftet und später entlassen worden. Sie dachten, dass für sie alles vorbei ist, aber dann verdichteten sich die Hinweise, dass sie erneut inhaftiert werden könnten. Da sie nicht erneut gefoltert werden wollten, flüchteten sie mit dem, was sie in der Tasche hatten." Die anderen seien nach den ersten Berichten geflohen, nach Moskau, St. Petersburg, in alle Ecken des Landes.

"Alle diese Geflüchteten stehen unter extremer Belastung", so Winnischenko. "Sie haben alles hinter sich gelassen und wissen nicht, wem sie vertrauen können und wohin sie gehen sollen." Wer sich an das Netzwerk wende, sei oft besonders verzweifelt: Die Hürde, den Schritt zu wagen, sei durch Misstrauen besonders groß. Die Organisation bemüht sich daher, in Medien ihre Hotline und ihre Arbeit bekannt zu machen, die unter "beispiellosen Sicherheitsbestimmungen" durchgeführt werde: So wisse jeweils nur ein Mitarbeiter den Namen eines Geflüchteten.

Die Menschen hätten Angst, in russischen Städten von "Kadyrows Kämpfern" oder Angehörigen gefunden zu werden, so Winnischenko. Auch ein Asyl in Europa sehen sie mit Sorge: Die Männer wüssten, dass sie mit Landsleuten in Flüchtlingsheime kämen. "Viele überlegen eine Flucht nach Kanada, in die USA, nach Argentinien oder Mexiko. Unser ganzer Kontinent scheint für sie nicht sicher genug."

Wenn aus nächtlicher Folter Terror wird

"Radio Free Europe" berichtet noch von einem 23-Jährigen, "Kasan", der nach Moskau fliehen konnte und derzeit in einer sicheren Notunterkunft wohnt. Anfang März habe er auf VK erste Berichte über Massenverhaftungen gelesen, sich aber gedacht, dass dies "nur" die übliche Praxis sei, Männer für einen Abend zu entführen, zu schlagen und zu erpressen, wie ihm das auch schon passiert sei.

So sei er im letzten Herbst entführt worden, als er sich mit einem Mann verabredet hatte. "Drei Männer in schwarzen Uniformen fuhren mich in einen Wald." Die Mitglieder der Militäreinheit "Terek" hätten ihn nackt ausgezogen, ihn blau und den Kiefer kaputt geschlagen und ihn gewarnt, sich weiter homosexuell zu betätigen. Auch drohten sie ihm, ihn zu outen, sollte er nicht 300.000 Rubel zahlen. Er habe seinen Computer verkauft und alles mögliche unternommen, um das Schutzgeld zu zahlen, so Kasan. Und er habe keine weiteren Kontakte mehr geknüpft, keinen Sex mehr gehabt.


Junge LGBTI-Aktivisten am Samstag in Moskau bei einem Protest zum "Tag des Schweigens": Die jährliche Aktion, die aufzeigen soll, wie Schweigen über Homo- und Transsexualität zu Diskriminierung, Gewalt und Hassverbrechen führen kann, hat durch die Berichte aus Tschetschenien an Brisanz gewonnen. Die sechs Aktivisten wurden vorübergehend festgenommen.

Solche Behandlungen waren offenbar üblich in Tschetschenien: Mehrere Personen berichteten "Radio Free Europe" oder dem "LGBT Network" von diesen Einschüchterungen, Kasan hörte das von Bekannten. Aber in diesem Frühjahr wurde dann alles schlimmer.

"Ende März habe ich einen Anruf von einer Frau bekommen, die heulte, weil ihr Sohn verschwunden ist", so Kasan. "Sie fragte mich, ob ich etwas von ihm wisse." Der 23-Jährige meinte, der Freund sei 19 und auch schwul, auch wenn ihm der Begriff laut dem Radiosender noch schwer falle. "Zur gleichen Zeit verschwanden mir bekannte Homosexuelle aus sozialen Netzwerken. Ich habe für Tage nicht geschlafen und stand am Fenster und wartete darauf, dass sie mich abholen." An einem Morgen verabschiedete er sich von seinen Eltern zur Arbeit, fuhr aber zum Flughafen von Grosny und verließ Tschetschenien für immer.

"Enough is Enough" und das Aktionsbündnis gegen Homohobie haben ein Spendenkonto eingerichtet. Die Gelder werden direkt an das russische LGBT Network weitergeleitet und dienen zur Unterstützung der Flucht Betroffener aus Tschetschenien. An diesem Sonntag ist ab 15.30 Uhr eine Mahnwache in Darmstadt am Luisenplatz für die Verfolgten geplant; für Montag hat der RosaLinde e.V. zu einer Kundgebung in Leipzig ab 19 Uhr vor dem Russischen Generalkonsulat aufgerufen.

Facebook / ENOUGH is ENOUGH – OPEN YOUR MOUTH | Am Samstag zeigten hunderte Menschen in Berlin bei einem von "Enough is Enough", dem Aktionsbündnis gegen Homophobie und Quarteera organisierten "Trauermarsch" vom Auswärtigen Amt zur Russischen Botschaft ihre Solidarität mit den LGBTI aus Tschetschenien

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#1 AFD-WatchAnonym
  • 09.04.2017, 13:47h
  • Schrecklich. Was sagen denn die Bundesregierung oder die Gerichte dazu, die Asylanträge ablehnen? Wollen die immer noch behaupten, man sei sicher, wenn man sich doch einfach verstelle? Oder man müsse es ja nicht ausleben?
    Furchtbar, wie ignorant man sich da gibt.
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#2 MahmoudProfil
  • 09.04.2017, 14:05hDuisburg
  • Wenn man sich die beeindruckenden Videoaufnahmen von der Berliner Demonstration anschaut, kommt man schnell darauf, was bei den CSD-Veranstaltungen in den vergangenen Jahren schief gelaufen ist.

    Die Queeramnesty Seite von Amnesty International wurde in der Zwischenzeit auch aktualisiert:

    www.queeramnesty.de

    Das Schwule in vielen Ländern seit Jahrzehnten bedroht, gefoltert, verhaftet, erpresst und getötet werden, sollte keine Neuigkeit sein.
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#3 RobinAnonym
  • 09.04.2017, 16:37h
  • Antwort auf #1 von AFD-Watch
  • Ja, wie Union und SPD Verfolgten immer wieder empfehlen, sich zu "verstecken" ist an Zynismus und Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten...

    Hier geht es nicht um Gleichstellung o.ä., sondern schlichtweg um Menschenleben...

    Solchen Menschen zu empfehlen, versteckt zu leben und auf Sexualität und Liebe zu verzichten, zeugt von einem wirklich kranken Menschenbild.
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#4 MarleneBerlinProfil
  • 09.04.2017, 17:22hBerlin
  • Schlagt endlich zurück sonst ist es wieder wie im Dritten Reich . Keiner hat was gesehen.
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#5 Tommy0607Profil
  • 09.04.2017, 17:37hEtzbach
  • Menschen , aufgrund einer Sexualität , Herkunft oder Religion zu verfolgen : Ist das Unmenschlichste auf der Welt !
    Es gab und gibt schon immer andere Religionen , Herkunfte sowie Sexualitäten.
    Und solangsam sollten wohl die Menschen "etwas " schlauer sein im technisierten Zeitalter des 3. Jahrtausends .
    Aber anscheinend ist diese Spezies Mensch nicht schlauer als die Neandertaler sowie Cro- Magnons .
    Diese Spezies Mensch lernt nie dazu .
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#6 seb1983
  • 09.04.2017, 18:14h
  • Antwort auf #5 von Tommy0607
  • In Tschetschenien sind Folter und Willkür durch Polizei und Behörden seit jeher an der Tagesordnung, auch schon vorher und bei weitem nicht nur gegen Schwule. Eine falsche Bemerkung selbst in der Familie oder im Freundeskreis, schon verschwinden Menschen spurlos.
    Permanent wird dort ein schmutziger Krieg gegen die eigene Bevölkerung geführt.

    Dass es jetzt verstärkt Schwule trifft mag zwar persönlich betroffen machen passt aber in das Bild tagtäglicher schwerster Menschenrechtsverletzungen dort.
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#8 Julian SAnonym
  • 09.04.2017, 19:55h
  • Antwort auf #3 von Robin
  • Es wird höchste Zeit, dass Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung endlich als genereller Asylgrund anerkannt wird.

    Grüne und Linke haben das schon mehrfach beantragt, sind aber bisher stets an CDU/CSU und SPD gescheitert, die das ablehnen.

    Das ist schon schlimm genug, aber wenn CDU/CSU und SPD dann auch noch den Opfern sagen, sie könnten sich ja verstecken, dann wird es richtig pervers.

    Das beweist wieder mal, wie pervers CDU/CSU und SPD sind. Zum Frisieren ihrer Flüchtlingsbilanz gehen die über Leichen - im wahrsten Sinne des Wortes.
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#9 MahmoudProfil
  • 09.04.2017, 21:46hDuisburg
  • Antwort auf #8 von Julian S
  • Nicht die CDU oder die SPD sind schuld, wenn in Tschetschenien Menschen aufgrund von Repressionen sterben. Alle tschetschenischen Staatsbürger sind daran schuld. Denn es ist ihr Staat.
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#10 RobinAnonym
  • 09.04.2017, 21:54h
  • Antwort auf #9 von Mahmoud
  • Aber Union und SPD sind es sehr wohl schuld, dass dies immer noch kein Asylgrund ist.

    Und spätestens, wenn die dann auch noch den Opfern "empfehlen", sie könnten sich ja verstecken, wird es richtig zynisch.
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