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Mark Green will Trans-Rechte mit Waffen bekämpfen

LGBTI-feindlicher Politiker soll Nachfolger von schwulem Heeresminister werden

Die Trump-Regierung sorgt mit weiteren Entscheidungen dafür, dass bei LGBTI-Aktivisten alle Alarmglocken schrillen.


LGBTI-Gegner Mark Green soll fünf Jahre nach der Aufhebung des Homo-Verbots im amerikanischen Militär die U.S. Army anführen

US-Präsident Donald Trump hat mit der Nominierung von Mark Green als Heeresminister für Proteste unter LGBTI-Aktivisten gesorgt. Green, ein republikanischer Senator im Bundesstaat Tennessee, gilt als einer der homo- und transphobsten Politiker in den Vereinigten Staaten. Seine Nominierung muss noch vom US-Senat abgenickt werden; dort haben die Republikaner eine knappe Mehrheit.

Green ist in seinem Heimatstaat vor allem mit mehreren LGBTI-feindlichen Initiativen aufgefallen. So unterstützte er in dieser Legislaturperiode ein Gesetz, das Geschäftsleuten ausdrücklich erlauben soll, homo- und transsexuelle Kunden zu diskriminieren. Außerdem wollte er mit einem weiteren Gesetz erreichen, dass Lehrer an Schulen nichts tun müssten, was ihrem "Gewissen" widerspricht; das würde dazu führen, dass Lehrer Schüler nicht mehr beschützen müssten, die wegen ihrer Homo- oder Transsexualität gemobbt oder bedroht werden.

Auch rhetorisch fuhr Green immer wieder scharfe Geschütze auf: So drohte er während einer Tea-Party-Veranstaltung im vergangenen Jahr der Obama-Regierung mit Waffengewalt, sollten Transsexuelle öffentliche Toiletten aufsuchen dürfen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. "Wir kehren zurück zu den Anfängen unseres Staates, an dem bewaffnete Bürger die Nation verteidigen mussten", so Green damals – er nannte als Beispiel eine Anordnung Obamas, "der dem Staat Tennessee befehlen will, wer in die Herren- und Damentoilette darf". Außerdem erklärte er, dass Transsexuelle an einer "Krankheit" litten.

Die "American Military Partner Association", die größte Organisation für LGBTI-Militärfamilien in den USA, beschuldigte Green, seine "schandhafte politische Karriere auf dem Rücken von LGBTI aufgebaut zu haben". Stephen Peters von der "Human Rights Campaign" ergänzte: "Als ein Marineinfanterist, der wegen der 'Don't ask, don't tell'-Politik entlassen wurde, bin ich bestürzt, dass Donald Trump versucht, diesem Mann die Verantwortung für US-Armee übertragen zu wollen."

Twitter / HRC

Die Nominierung wird auch von vielen Aktivisten als Schlag ins Gesicht gesehen, weil der letzte Heeresminister Eric Fanning ein offen schwuler Mann war, was einer Revolution gleich kam (queer.de berichtete). Bis 2011 wäre eine solche Ernennung nämlich unmöglich gewesen, da bis dahin das "Don't ask, don't tell"-Gesetz in Kraft war, das offen homosexuell lebenden Menschen die Anstellung beim Militär verboten hatte. Chad Griffin von der Human Rights Campaign hatte den Amtsantritt Fannings damals als "Zeichen eines voranschreitenden Fortschritts in Richtung mehr Fairness und Gleichbehandlung" bezeichnet.


Eric Fanning war der erste schwule Heeresminister – seine Amtszeit dauerte allerdings nur rund acht Monate

Trump schickte auch LGBTI-Gegner in den Supreme Court

Auch weitere Entscheidungen in Washington brachten LGBTI-Aktivisten auf: So wurde am Freitag der von Trump nominierte Hardliner Neil Gorsuch vom US-Senat zum Supreme-Court-Richter gewählt. Der 49-Jährige kann damit als Teil des neunköpfiges Gremiums, das auf Lebenszeit gewählt wird, voraussichtlich über Jahrzehnte die Geschicke der USA mitbestimmen. Für die Wahl änderten die republikanischen Senatoren eigens die Geschäftsordnung, so dass nicht 60 der 100 Senatoren zustimmen müssen, sondern lediglich 51. Am Ende votierten 55 Senatoren für Gorsuch.

Auch die zunächst im Parlament gescheiterte aber nach wie vor geplante Gesundheitsreform ("Trumpcare") sorgt weiter für Aufregung. LGBTI-Aktivisten warnen, dass sich dadurch die Zahl der HIV-positiven Personen ohne Krankenversicherung in den USA verdoppeln könne. Außerdem sorgen Kürzungen bei internationalen Aids-Programmen durch die Trump-Regierung für scharfe Kritik – unter anderem auch von Ex-Präsident George W. Bush. Er argumentierte, dass in der Welt insbesondere dank amerikanischen Engagements schon bald "eine Aids-freie Generation" aufwachsen könne – dies sei aber durch Trumps Kürzungspolitik gefährdet. (dk)



#1 Pascal GoskerAnonym
  • 10.04.2017, 14:45h
  • Bei Trump wundert mich gar nichts mehr...

    Aber jemand, der sogar dazu aufruft, sich mit Waffen gegen Homo- und Transrechte zu stellen, ist nochmal eine ganz neue Qualität.

    Diese Fanatiker werden die USA noch ins Verderben reiten.
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#2 BioradiatorEhemaliges Profil
#3 AFD-WatchAnonym
  • 10.04.2017, 16:32h
  • "Lehrer an Schulen nichts tun müssten, was ihrem "Gewissen" widerspricht; das würde dazu führen, dass Lehrer Schüler nicht mehr beschützen müssten, die wegen ihrer Homo- oder Transsexualität gemobbt oder bedroht werden."

    Solche Arschlöcher verdienen es, von ihren eigenen Gesetzen erschlagen zu werden!
    Ein Lehrer sollte seine Schüler etwa nicht davor schützen, weil er sonst Gewissensbisse bekäme?!? Was soll das bitteschön für ein Lehrer sein?!?

    Diesem Politiker wäre es zu wünschen, dass ein Bodyguard sich aus "Gewissensgründen" weigert ihn zu beschützen, weil sein Glaube es ihm verbiete...
    Sollte dann ein Arzt nötig sein, dann kann er ihm ja ebenfalls die Behandlung aus "Gewissensgründen" verweigern. Zu hart?
    Das ist ebenfalls ein Schwachsinnsgesetz, was solche Idioten durchboxen wollten.
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#4 stromboliProfil
  • 10.04.2017, 16:41hberlin
  • Antwort auf #2 von Bioradiator
  • so wird hier in Deutschland die Zugehörigkeit zu einer Religionsklitsche auch nicht in Zusammenhang mit Amt & Würden gebracht wurde...
    Man könnte hieraus ja Schlüsse ziehen wollen..

    Natürlich sind wir Religiot unterwandert, dass Staatswesen religiös ausgerichtet.
    Nicht der Staat "lenkt die Kirchen/Religionen, sondern die Kirchen/Religionen den Staat!

    Was anderenorts sich diktatorisch gebiert, ist hier mit dem Firnis der Duldung überzuckert.
    Im parlamentarischen aber ist der Einfluss religions-vorbestimmter Personen überdeutlich, und dem eigentlichen Verhältnis der Bevölkerungsdaten entsprechend überproportional in Entscheidungspositionen.
    Das ist eine mehr als bedenkliche Gefahr für den säkularen/laizistischen Staat!.

    Merkel- evangelisch-pfaffentochter..
    petry-evgl -pfaffentochter...
    Gauck--- abgewickelt.
    kauder evangelist
    Goering-eckhart ....
    Und so weiter und so fort...
    Über 2/3 der Parlamentarier sind kirchlich organisiert und ihren Klitschen verbunden und wohl auch nicht weisungsfrei.

    So ist das eindringen der Religion/en in die Politik in den USA , ein Hinweis auf das auf uns zukommende.
    Auch und gerade durch den Diskurs über den kommenden Islam werden da weichen gestellt, die die "christliche Hohlheit" zu bewahren sucht, somit sich das christliche "denken" wieder in die gesellschaftliche Mitte drängt!

    Schaffen wir es endlich, die Religion unter Kontrolle zu halten.

    Ihr den rahmen des privaten zugestehend unter den Gesetzmäßigkeiten des säkularen Staates, muss dies zu zuallererst in der eigenen "christlichen Kultur" angegangen werden.
    Eben den christlichen nicht die macht zugestehen, die sie z.b. in den USA sichtlich sich ergaunert haben!
    Im eigenen Haus erst mal aufgeräumt, können wir uns auch mit einem "anmaßenden Islam " uns auseinander setzen.
    Wenn dies an der eigenen Religionskultur geklärt, können wir auch die ankommenden Religionen unter Kontrolle halten.
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#5 Tommy0607Profil
  • 10.04.2017, 17:17hEtzbach
  • Wenn die Spezies Mensch sich nicht ändert und sich noch selbst "Bekämpft" sowie Dogmen auf Religionen , Sexualitäten , Herkunft setzt : Dann wird diese Spezies irgendwann " untergehen "!
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#6 VerderbenAnonym
#7 BuntUndSchönAnonym
  • 10.04.2017, 20:34h
  • Antwort auf #5 von Tommy0607
  • Nein, ein menschlicher Untergang wird es nicht geben - Massenmorde aber anscheinend schon!

    Nach dem Tot werden wieder Menschen geboren und der Wahnsinn beginnt von vorne, wenn die Menschen nicht dazulernen können!! (Mit Menschen meine ich hier eine bestimmte Sorte, und zwar diejenigen, die meinen, alles mit Waffen lösen zu müssen!).

    © TrumpIsNotMyPresident = TrumpetMakesAmericaBadAgain!
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#8 BuntUndSchönAnonym
  • 10.04.2017, 20:41h
  • Super Idee!!
    Ist ja typisch für dieses Land. Einfach alles tot schießen, was irgendwie stört.
    Wie blöd muss man eigentlich sein??
    Die Ehe wird erlaubt aber nun taucht einer auf, der alles über den Haufen werfen möchte??

    Ich möchte nicht voreilig sein, aber es scheint so, als bekäme die USA riesen Probleme!!
    Und international wie national brodelt die Küche. Und ganz nebenbei gibt es noch den Terror!

    Herzlichen Glückwunsch, die Weltgeschichte dreht sich im Kreis!!!

    © BleibenWirDumm OderDenkenWirSozial
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#9 Patroklos
#10 TheDad
  • 10.04.2017, 22:28h
  • Antwort auf #4 von stromboli
  • Petry..

    ""Als Tochter einer Chemikerin und eines Ingenieurs ""..

    Aber 4 Kinderchen mit einem Pfaffen hat die "aktive Christin", die sich "nebenberuflich" zur Organistin und Chorleiterin ausbilden ließ..
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