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"Aufgehende Saat"

Lieben, glauben, kämpfen: 40 Jahre HuK

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche feiert im Mai beim Evangelischen Kirchentag in Berlin Geburtstag – und stellt ein neues Buch vor.


Regenbogenfahne an einem Gotteshaus: In vier Jahrzehnten hat die HuK, zumindest in evangelischen Landeskirchen, viel erreicht (Bild: BookMama / flickr)

Eine der ältesten LGBTI-Gruppen in Deutschland wird 40: die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK). Die Initiative wurde im Juni 1977 beim Evangelischen Kirchentag in Westberlin gegründet.

Gefeiert wird wiederum bei einem Kirchentag an der Spree, und zwar am Samstag, den 27. Mai um 19 Uhr in der Pfingstkirche in Berlin-Friedrichshain. Im Anschluss an den Gottesdienst wird die HuK im Rahmen einer Feier den neuen Sammelband "Aufgehende Saat" präsentieren. 26 Menschen beschreiben zum Vereinsjubiläum ihre Erfahrungen mit den Themen von LGBTI in den Kirchen.

Der Kampf um die Sichtbarkeit

"Die ersten 15 Jahre waren davon geprägt, in der evangelischen und katholischen Kirche aus der Verstecktheit herauszukommen und das Coming-out zu ermöglichen", erklärte HuK-Pressesprecher Markus Gutfleisch am Dienstag in einer Pressemitteilung. Offen lebende Lesben und Schwule, die im kirchlichen Dienst tätig waren, kämpften vor allem gegen ihre Entlassung. Dass das Thema die Menschen bewegte, zeigte sich an einer Kirchentagsresolution im Jahr 1979, die fast 5.000 Unterstützer fand.

1991 gelang es der HuK, mit dem Projekt "Farbe bekennen" stark in die Evangelische Kirche hineinzuwirken. "Die meisten Landeskirchen haben erkannt, dass Kirche nur mit uns geht. Deshalb haben sie die Segnung und teilweise Traugottesdienste für lesbische und schwule Paare ermöglicht," betonte Franz Kaern-Biederstedt vom Vorstand des Vereins.

Für Respekt und gleiche Rechte in den Kirchen

Auch heute ist die Ökumenische Gruppe Anlaufstelle für LGBTI in den Kirchen. Sie engagiert sich seit ihrer Gründung mit eigenständigen Angeboten bei Kirchen- und Katholikentagen, kooperiert mit weiteren Regenbogengruppen in Deutschland und auf europäischer Ebene. Mit dem 2015 gestarteten Projekt "Gleichberechtigung von LSBT in der katholischen Kirche" fordert der Verein Segnung, Seelsorge für und mit Homosexuellen, positive Wahrnehmung von Trans-Menschen sowie Unterstützung von queeren Menschenrechtsprojekten in Süd- und Osteuropa.

"Wir werden uns auch künftig für Respekt und gleiche Rechte in den Kirchen einsetzen," so Franz Kaern-Biederstedt. "Unser Glaube macht uns stark, und mit unserer gelebten Vielfalt bringen wir die Kirchen in Bewegung", ergänzte Markus Gutfleisch. (cw/pm)



#1 CharlesDarAnonym
#2 stromboliProfil
#3 Patroklos
#4 SebiAnonym
  • 12.04.2017, 09:04h
  • Ich kann das wirklich nicht verstehen...

    Die können ja ruhig ihren christlichen Glauben leben, wenn ihnen das so wichtig ist - aber wieso müssen die dafür in so diskriminierenden Vereinen sein?

    Man kann auch Christ sein, ohne in einer Kirche Mitglied zu sein. Und wie mir mal jemand sagte: wahre Christen sind nicht in der Kirche, denn die ist (egal ob katholisch, evangelisch oder was auch immer) das unchristlichste überhaupt.

    Jedem, der dort Mitglied ist, muss klar sein, dass er diese Vereine und ihre Machenschaften finanziell und ideologisch unterstützt.
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#5 BuntUndSchönAnonym
  • 12.04.2017, 09:46h
  • Antwort auf #1 von CharlesDar
  • Woher willst du das wissen? Wenn du dir da so sicher bist, kannst du ja ein Buch mit dem Titel schreiben: Gott gibt es nicht.

    Wir sind ja alle ein Teil von Gott :-) Deshalb hab ich ja bereits mal geschrieben, dass es die Menschen sind, die was Gutes oder was Schlechtes bewirken können.
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#6 BuntUndSchönAnonym
  • 12.04.2017, 09:56h
  • Antwort auf #4 von Sebi
  • Es wird Zeit für eine Revolution.
    Jeder, der in ne Kirche gehen möchte, darf das auch, egal welche Herkunft, egal welche sexuelle Veranlagung, etc.
    Und der Gottesdienst modern(!) gestaltet.
    Dass das möglich ist, hab ich in dem Ort erlebt, wo ich aufgewachsen bin. Ein Pfarrer war mit einer Amerikanerin verheiratet, die den Gospel integrierte. Und dieser Gospelchor hat so viele in die Kirche gebracht, die sonst nie anwesend waren.
    Und ich muss sagen: es hat Spaß gemacht.
    Und diejenigen, die der Kirche fern bleiben - auch ok.

    Deshalb wiederhole ich es:
    Es kommt darauf an, was man daraus macht! Es sind die Menschen, die was positiv gestalten können!

    © MenschenHabenMacht
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#7 OrthogonalfrontAnonym
#8 TheDadProfil
#9 BuntUndSchönAnonym
  • 12.04.2017, 10:36h
  • Antwort auf #7 von Orthogonalfront
  • Ich sehe Gott nicht als eigenständige Gestalt.
    Für mich ist es so, dass Gott in uns Menschen ist. Und deshalb liegt es an uns, ob wir was positives gestalten oder was negatives.
    Ob du nun diese Meinung teilst oder nicht, ist deine Sache.
    Ich werde darüber nicht diskutieren, denn ich möchte nicht, dass hier nun auch Gestreite losgeht wie zwischen Patroklos und TheDad!

    © EsNervt!
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#10 BuntUndSchönAnonym