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Landtagswahl in NRW

AfD-Kandidat auf Facebook: "Verschissener schwuler Muselmann"

Die "Süddeutsche Zeitung" hat recherchiert, wie ungehemmt Bewerber der Rechtsaußenpartei in der Öffentlichkeit hetzen.


Die AfD sorgt erneut nicht mit Inhalten, sondern mit Ausfällen gegen Minderheiten für Schlagzeilen (Bild: Metropolico.org / flickr)

Detlef Küsters möchte am 14. Mai in den nordrhein-westfälischen Landtag einziehen. Er ist Direktkandidat der AfD im Wahlkreis Kleve I und steht außerdem auf Platz 59 der Landesliste der Rechtaußenpartei. Und er scheint aus seiner Ausländer- und Homosexuellenfeindlichkeit kein Geheimnis zu machen.

"Verschissener schwuler Muselmann", soll Küsters im Jahr 2013 auf Facebook einen anderen User "mit ausländisch klingendem Namen" beschimpft haben, berichtete am Montag die "Süddeutsche Zeitung". Die Diskussion entzündete sich an einem Bild, das ein mutmaßlich muslimisches Mitglied der französischen Front National zeigt.

Küsters' Entgleisung sei kein Einzelfall, so der Journalist Benedikt Peters, der die Facebook-Profile sämtlicher AfD-Kandidaten unter die Lupe nahm. Laut seinem Bericht duldete Bewerber Thomas Röckemann auf seiner Seite unter anderem Mordaufrufe gegen Flüchtlinge, und der NRW-Jugendverband der Partei verbreitete im Sommer 2015 einen Comic, in dem die Europäische Zentralbank in Flammen aufgeht.

Küsters in bester Mausrutscher-Tradition

Von der "Süddeutschen" auf die Beleidigung angesprochen, meinte Küsters, die Äußerung "Verschissener schwuler Muselmann" stamme gar nicht von ihm. Er könne sich nicht erklären, wie sie auf Facebook unter seinem Namen habe veröffentlicht werden können.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es der AfD-Kandidat aus Kleve in überregionale Medien geschafft. In der Diskussion um angebliche Parteitagsmanipulationen hatte der "stern" aus einer AfD-Chatgruppe im Kurznachrichtendienst WhatsApp berichtet. Dort soll Detlef Küsters über andere Parteimitglieder gelästert haben: "Was rennen bei uns nur für Vollpfosten rum" und "Was haben wir nur für Pappnasen in der Partei."

Der Einzug der AfD in den Düsseldorfer Landtag gilt als sicher. Die jüngsten Umfragen sehen die Partei in Nordrhein-Westfalen zwischen sieben und elf Prozent. Immerhin: Für ein Direktmandat in Kleve I oder Listenplatz 59 dürfte dies bei weitem nicht reichen. (mize)



#1 schwarzerkater
  • 13.04.2017, 06:17h
  • "Von der "Süddeutschen" auf die Beleidigung angesprochen, meinte Küsters, die Äußerung "Verschissener schwuler Muselmann" stamme gar nicht von ihm." - haben etwa aliens was auf seiner facebook seite hinterlassen? erwischt werden und dann nicht mal die eier in der hose haben, dazu zu stehen. so ein hirni.
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#2 Svetlana LAnonym
#3 Patroklos
#4 FinnAnonym
#5 BuntUndSchönAnonym
#6 JadugharProfil
#7 BuntUndSchönAnonym
#8 EulenspiegelAnonym
  • 13.04.2017, 13:34h
  • Was macht das eigentlich, das sich alle möglichen Leute auf Facebook um Kopf und Kragen schreiben.

    Solche Aussagen macht man in der Kneipe oder im Bierzelt - auf allen Richtungen. Habe auch schon in Studentenzeiten die Typen gehabt die nach 4 Bier alle Kapitalisten (alle die mindestens einen Mercedes besitzen) erschießen wollten im Namen der Revolution. Und die Bierzelt-Ausfälle vom guten alten Franz Joseph Strauß sind ja heute noch legendär.

    Aber so was schreiben, und wenn nicht wenns passiert ist am nächsten Morgen löschen ist idiotisch.
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#9 FrohnhauserAnonym
  • 13.04.2017, 14:02h
  • Die Medien können rumheulen wie sie wollen! Ich als Essener Schwuler wähle sie trotzdem. Ich habe die Zustände in NRW satt! Man ist doch nicht mehr Herr im eigenen Land! Dieae Regierung hat nix erreicht und jämmerlich versagt!
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#10 AltendorfAnonym