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CSU-Politikerin

Ilse Aigner verneint Homogerüchte: "Ich bin es nicht"

Die bayerische Wirtschaftsministerin beklagt im Interview mit dem "Spiegel" eine Ausgrenzung von weiblichen Singles.


Ilse Aigner ist seit 2013 stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin von Bayern (Bild: Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie)

Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat sich die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner (CSU), erstmals zu Gerüchten geäußert, sie sei homosexuell. Dies sei vollkommen absurd, sagte die 52-Jährige. "Und es regt mich auf. Also: Ich bin es nicht."

Vielen Menschen fehle das Verständnis, dass man auch ganz gut alleine durch sein Leben kommen könne, meinte Aigner. "Vielleicht ertragen das manche Männer nicht. Ich weiß es nicht." Eine alleinstehende Frau sei für viele "noch immer das Schlimmste, ein vollkommen inakzeptabler Zustand: "Man kann geschieden sein, zum vierten Mal verheiratet, man kann schwul, lesbisch, irgendwas sein, aber alleinstehend, das geht nicht, da ist was faul."

Aigner: Outing ist "mehr als schäbig"

Die sexuelle Orientierung sei aber kein Grund, jemanden zu diskreditieren, stellte die CSU-Politikerin klar: "Das ist mehr als schäbig. Das Privatleben anderer politisch zu instrumentalisieren ist für mich grundsätzlich unterirdisch."

Aigner hatte 2013 die Trennung von ihrem Freund öffentlich gemacht und ist seitdem Single. Im selben Jahr sprach sie sich gegen die Ehe für alle aus, da Familie eine "tragende Säule in der Gesellschaft" sei. Daher habe "sie einen besonderen Schutz – übrigens auch verfassungsrechtlich – verdient" (queer.de berichtete).

Von 1998 bis 2013 war Aigner Mitglied des Deutschen Bundestags und von 2008 bis 2013 Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Am 15. September 2013 zog sie in den Landtag von Bayern ein wurde anschließend stellvertretende Ministerpräsidentin und Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Die CSU-Politikerin gilt als mögliche Nachfolgerin von Horst Seehofer an der Spitze von Partei und Freistaat. (cw)



#1 markusbln11Anonym
  • 15.04.2017, 13:22h
  • Warum ist frau Aigner gar so aufgeregt? Also ich hätte da lässiger reagiert. Oder hat es einen hintergrund. Dazu dann nur eines.

    Es kann doch nicht sein, dass frau Aigner ihren job verlieren würde, würde sie sich als lgbt bezeichnen oder nur ganz neutral kundtun: "Ich lebe mit einer frau zusammen".

    Hier ist auch herr Seehofer gefordert, klarzustellen, dass in der CSU jeder nach seiner fasson glücklich werden kann und partei- und staatsämter nach kompetenz und nicht nach sexueller orientierung besetzt werden.
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#2 SebiAnonym
  • 15.04.2017, 13:48h
  • "Das ist mehr als schäbig. Das Privatleben anderer politisch zu instrumentalisieren ist für mich grundsätzlich unterirdisch."

    Ach, und Menschen aufgrund ihrer Liebe zu diskriminieren und ihnen gleiche Rechte vorzuenthalten ist nicht unterirdisch.

    Die Person, die die Diskriminierung anderer befürwortet, stellt sich selbst als Opfer hin, nur weil es ein paar harmlose Gerüchte gibt. Diese Gerüchte sind nichts im Vergleich zu unserer Diskriminierung, zu der sie beiträgt.
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#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 15.04.2017, 14:08hFrankfurt
  • Antwort auf #2 von Sebi
  • @Sebi

    Was heißt "unsere Diskriminierung" ?

    Merkst Du nicht, dass sich Frau Aigner als Alleinstehende diskriminiert fühlt ? Wieso werden Alleinstehende immer noch im Vergleich zu Verpartnerten im Steuerrecht benachteiligt ? Kann man diese Diskriminierung nicht endlich mal abschaffen ? Aber immer schön nur seine eigenen Interessen verfolgen und andere, die viel stärker diskriminiert werden, nicht beachten
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#4 Patroklos
#5 SebiAnonym
  • 15.04.2017, 14:42h
  • Antwort auf #3 von Dont_talk_about
  • Da Frau Aigner auch diese Politik mitträgt, hält sich mein Mitleid in Grenzen.

    Im übrigen kritisiert sie ja nicht ihre steuerliche Benachteiligung, die sie ja gut findet, sondern sie hat nur Angst, für lesbisch gehalten zu werden, so als sei das ein Makel.

    Für die anderen Ledigen, die zu ihrer Diskriminierung nicht beitragen gilt das natürlich nicht. Aber wenn ich in jedem Beitrag immer alle Menschen auflisten müsste, die von Schwarz-Rot diskriminiert werden, hätte ich nichts anderes mehr zu tun...
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#6 BuntUndSchönAnonym
#7 BuntUndSchönAnonym
#8 MillemillemilleAnonym
  • 15.04.2017, 15:59h
  • Wie war das?
    Ilse Bilse, keiner willse?

    Hat eigentlich schon mal jemand Frau Schavan gefragt, wie sie sexuell orientiert ist? Oder Frau Baumann, Frau Merkels Assistentin?

    Vom Betrug der ersten Dame war die Kanzlerin zwar persönlich schwer enttäuscht, da die Ladies schon miteinander in Urlaub waren. Wie wir wissen wurde "Dr.h.c." aber nicht bestraft, sondern mit einem hoch dotierten Posten im Vatikan versorgt.

    Frau Baumann ist mit die wichtigste Frau im Kanzlerinnenamt und Vertraute von Dr. Merkel, mit der diese weitaus mehr Zeit als mit Prof. Sauer verbringt.
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#9 AFD-WatchAnonym
  • 15.04.2017, 17:11h
  • Antwort auf #3 von Dont_talk_about
  • "Merkst Du nicht, dass sich Frau Aigner als Alleinstehende diskriminiert fühlt ? Wieso werden Alleinstehende immer noch im Vergleich zu Verpartnerten im Steuerrecht benachteiligt ? Kann man diese Diskriminierung nicht endlich mal abschaffen ? Aber immer schön nur seine eigenen Interessen verfolgen und andere, die viel stärker diskriminiert werden, nicht beachten"

    Ich wusste gar nicht, dass du Sinn für Humor hast. :-)
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#10 AFD-WatchAnonym