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Einzelkommentar zu:
Gibt es "Sprechverbote" in der queeren Community?


#2 GronkelAnonym
  • 16.04.2017, 13:40h
  • Antwort auf #1 von Anonym_er
  • Aus dem Artikel
    "Ich will mich nicht schuldig dafür fühlen, dass es mir möglicherweise besser geht als anderen, ich will auch nicht unterstellt bekommen, dass ich mir nicht vorstellen könne, was es heißt, als "Person of Color" (PoC) oder "Frau" ausgegrenzt zu werden, ich will auch nicht darauf verzichten, an Diskussionen über die Lage von Flüchtlingen und anderen Gruppen teilzunehmen, nur weil ich selbst nicht direkt zu diesen Gruppen gehöre und deshalb nicht "sprechberechtigt" sein soll, als sogenannter "Nichtbetroffener" und "Unterdrücker"."

    Übliche Muster, kann man auch hören, wenn Islamisten über den Islam und den Koran reden: Nein du kannst das nicht verstehen und mitreden, da du kein Moslem bist und kein Arabisch kannst. Billige Masche um sein eigenes Süppchen zu kochen. Hier an der Stelle entstehen sich selbst und zu Anderen abschottende Gemeinschaften, die genau so wenig Verständnis für Andere aufbringen wie sie den Anderen vorwerwerfen, dass ihnen kein Verständnis entgegengebracht wird.
    Wenn man diesen Gedanken weiterverfolgen würde, könnte es keinen unabhängigen Journalismus geben. Die Argumentationslinie ist eine komplette Sackgasse und anmaßend.

    "Ich finde es absolut skandalös, wie heutzutage Menschen in der Community ausgegrenzt und angefeindet werden. Ich selbst habe das erlebt und erlebe das - die Details sind hier nichts für die Öffentlichkeit; ein wichtiger Aspekt dessen sind jedoch m.E. Machtspielchen (was ich nicht annähernd so verniedlichend und verharmlosend meine, wie es klingt).

    Es gibt Menschen, die in der Position sind, Anderen Hausverbote, Sprechverbote etc. zu erteilen und dies dann auch tun, was teilweise zum sozialen Tod dieser Personen führt, weil sie an Orten der Community zur Persona non grata geworden sind. Ich glaube, manche mögen nicht erahnen, was für einen massiven persönlichen und psychischen Schaden sie diesen Personen damit zufügen, bis hin zu Suizidgedanken."

    Mobbing gibt es überall und nichts anderes ist das, wovon du redest. Da hat man nur noch die Wahl sich einen loyalen Freundeskreis aufzubauen bzw. eine liberale Community zu suchen oder zu buckeln und zu hoffen, dass man unter dem Radar der Mobber bleibt.
    So traurig es ist, bleibt in letzter Konsequenz wohl nur die räumliche Trennung, wenn die Mobber auch noch relevanten Einfluss besitzen. Aber wer will sich in einer Umgebung aufhalten, wo man nur geduldet wird, wenn man sich selbst verleugnet und genau weiß, dass es anderen dort genau so geht?
    Für den Seelenfrieden muss man da raus, man würde sich das stille Ertragen der Umstände ein Leben lang vorwerfen. Vielleicht schafft man es noch Weitere daraus herzuholen aber in letzter Konsequenz hat man relativ schnell einen Überblick wer wirklich ein Freund ist und wer nicht.
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