Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://www.queer.de/detail.php?article_id=28655
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
Gibt es "Sprechverbote" in der queeren Community?


#3 MahmoudProfil
  • 16.04.2017, 15:21hDuisburg
  • Am wichtigsten wäre es wohl, zunächst Konstrukte wie "queere Community" beiseite zu schieben, denn: Es gibt keine. Es gibt nur Kneipenwirte, Schundverlage und Veranstaltungsmanager, die eine leicht zu erreichende und lukrative Zielgruppe benötigen.

    Dennoch gibt es Gruppen, die sich von der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden. Als schwuler Mann lebe ich in einer anderen Erfahrungswelt als ein heterosexueller Mann oder eine Frau (egal welcher geschlechtlichen Orientierung). Und das gilt es aufzugreifen.

    Durch die allmähliche Ausdehnung (ausgehend von Schwul, zu zunächst rein aus Höflichkeit mitgedachten Lesben, bis hin zu LesBiSchwul und dann auf LGBTTI zusteuernd) der mitgemeinten und mitgedachten Gruppen, die ja auch noch aus In­di­vi­du­en bestehen sollten, ist eine Situation der Beliebigkeit eingetreten.

    Das ist eine Situation, in der Twitter-Feministen, politisch radikale Strömungen und schlichweg Fantasiepositionen leichtes Spiel haben,

    Die einzige Lösung, die ich sehen kann, besteht darin, das man sich sehr gründlich darauf besinnt, wer man ist, woher man stammt, und: Für wen man eigentlich tätig sein möchte.

    Und das bedeutet in vielen Fällen: Jeder kann kommen, jeder ist Willkommen, aber man richtet sich in erster Linie an schwule Männer, die im übrigen auch im Jahr 2017 in Deutschland noch eine Minderheit mit Leidensdruck, abweichenden Sozialisationserfahrungen und Diskriminierungserlebnissen sind.

    Wenn man sich als schwuler Mannn für anderer Erfahrungswelten interessiert: Das ist nicht sehr schwer. Man kann sich über die Situation von Schwulen in anderen Ländern informieren und aktiv werden. Meist reichen ja schon Schilderungen von Schwulen aus anderen Bundesländern, die unter Umstanden bereits ganz andere Erfahrungen und Erlebnisse gemacht haben.

    Das ist ganz reale und konkrete emanzipatorische Arbeit. Und weitaus konkreter als eine "queere Community" herbeizureden
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel