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Einzelkommentar zu:
Gibt es "Sprechverbote" in der queeren Community?


#4 SanottheEhemaliges Profil
  • 16.04.2017, 16:47h
  • Antwort auf #3 von Mahmoud
  • Ach wie einfach kann das Leben sein!

    Die schwule Fee macht einmal "Pling!" mit ihrem Zauberstab, und schon sind all die hier geschilderten Personen und Probleme entweder irrelevant oder inexistent.

    Naja: wir leben nun mal im postfaktischen Zeitalter der Simplifikation und der vereinfachten Gesellschaftsbilder.

    Was Du als "Situation der Beliebigkeit" bezeichnest, ist aber nun mal die Realität, Schätzchen. Es gibt nicht nur Deine Welt der schwulen "Kneipenwirte, Schundverlage und Veranstaltungsmanager".

    Es gibt Menschen darüber hinaus, es gibt Orientierungen darüber hinaus, es gibt Identitäten darüber hinaus.

    Diese nicht zur Kenntnis zu nehmen, ist Ausgrenzung.

    Die hier geschilderten Probleme (Ausgrenzung von Menschen z.B. auf Grund ihrer politischen Einstellung oder Identität) ausgerechnet mit Ausgrenzung auf Grund von Identität beantworten zu wollen, zeugt von einer Gedankenwelt, die mich verdächtig an die simplen Rezepte rechter Strömungen erinnert.

    Du empfiehlst allen Ernstes das Beschäftigen mit Schwulen aus anderen Bundesländern, um "andere Erfahrungswelten" zu erleben? Na schön. Wenn Dein Erfahrungsrahmen dadurch schon erweitert wird, sei's Dir gegönnt.

    Was aber, wenn Menschen feststellen, dass ihnen "schwul" nicht reicht? Dass das ihre Identität entweder gar nicht oder nicht ausreichend beschreibt?

    Konkrete emanzipatorische Arbeit kann m.E. nur sein, sich auch mit Dingen zu beschäftigen (und Menschen!), die weit über den eigenen Tellerrand hinaus existieren, UND sich mit ihnen solidarisch zu erklären -
    statt deren Existenz zu leugnen und geradezu krampfhaft deren Nichtexistenz herbeireden zu wollen.

    Das sagt einem_einer dann nämlich auch sehr viel über sich selbst.
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