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Kommentare zu:
Gibt es "Sprechverbote" in der queeren Community?


#21 Hantewi
  • 17.04.2017, 18:18h
  • "...Patsy l'Amour laLove hat eine Gruppe von 25 Autoren und Autorinnen versammelt, die primär für eine Sicht der Lage stehen, mit der ich mich persönlich stark identifizieren kann...Ich will mich nicht schuldig dafür fühlen, dass es mir möglicherweise besser geht als anderen, ich will auch nicht unterstellt bekommen, dass ich mir nicht vorstellen könne, was es heißt, als "Person of Color" (PoC) oder "Frau" ausgegrenzt zu werden..."

    Diese Anmaßung und Zumutung durch einen weißen Mann muß ich mir als Lakhóta-Sioux - also Woman Of Color - erstmal genüßlich auf der Zunge zergehen lassen...

    ...es gibt nur eine weltweite Gruppe, die immer der festen Überzeugung ist, für ALLE reden zu können: Weiße Männer.

    So auch in diesem thread.

    Ihr seid so ahnungslos - Ihr habt nicht mal eine Ahnung von Eurer Ahnungslosigkeit.

    Ihr seid so ahnungslos - Ihr merkt nicht mal, daß Ihr UNTER MÄNNERN redet - aber ALLE ANDEREN nicht MIT EUCH reden.

    Cute...;-)
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#22 leERtASte_
  • 17.04.2017, 19:56h
  • Ich finde solche Beiträge sind auch wertvoll und man definitiv darüber diskutieren. Aber ich denke das gilt nicht unbedingt nur für die Queer-Community. "Sprechverbote" im Sinne von beleidigenden Reaktionen oder Ausgrenzung haben allgemein Hochkonjunktur kommt mir zumindest vor.
    Das schadet meiner Meinung nach gerade auch im Kampf gegen rechte Gesinnung, denn wenn man jede kleinste abweichende Meinung gleich verteufelt und keine Diskussion mehr zulässt, dann verliert sich die Kritik an echt Kritikwürdigem innerhalb diesem Kritiknebel.

    Ganz allgemein wird es meines erachtens immer schwerer Kompromisse zu finden ganz unabhängig von LGBTI Themen. Wir leben in unruhigen Zeiten die auf Konfrontation ausgerichtet sind. Oft ging es gerade dann auf Kosten von Minderheiten.
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#23 sieglindeAnonym
  • 17.04.2017, 20:10h
  • Antwort auf #21 von Hantewi
  • Ganz meine Meinung! Es ist entsetzlich mitanzusehen wie der heteronormative Macho-Mob hier gegen feministische Positionen hetzt:

    imgur.com/CPrs5QL

    Frauen, Trans*, Queer* und Inter* haben auch Rechte!! Und wir lassen uns keine Maulkörbe mehr aufsetzen!

    DAS ist genau der Rollback von dem doch alle reden, der Rechtsruck!!

    Und wenn man etwas dagegen sagt, soll man gleich "bissig" sein? (Siehe Titel des Buchs: Beißreflexe)

    Dann sollen das (ich zitiere): "Morddrohungen, Denunziationen und Rufmordkampagnen" sein??

    DAS ich nicht lache!!
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#24 trans-queer-rightsAnonym
  • 17.04.2017, 20:50h
  • Antwort auf #23 von sieglinde
  • <<<
    Ganz meine Meinung! Es ist entsetzlich mitanzusehen wie der heteronormative Macho-Mob hier gegen feministische Positionen hetzt:

    imgur.com/CPrs5QL

    >>>

    Und jetzt:

    <<<
    Imgur is over capacity!

    Sorry! We're busy running around with our hair on fire because Imgur is over capacity! This can happen when the site is under a very heavy load, or while we're doing maintenance.

    Please try again in a few minutes.
    >>>

    Gut gemacht, Sieglinde!! :-))
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#25 TheDadProfil
  • 17.04.2017, 23:14hHannover
  • Antwort auf #14 von Anal2000
  • ""Ganz unabhängig von den Inhalten dieser Veranstaltung würde mich interessieren, ob die Referenten denn selber Trans- oder Intersexuell (im engeren Sinn) sind, oder ob hier Trans- und Intersexuelle von Ideologen genauso instrumentalisiert werden, wie das ganz offen und unverhohlen auch bei Lesben und Schwulen versucht wird.""..

    Weil als kompetente Referent*innen dann nur Betroffene Infrage kommen ?

    Wie weit ist das dann noch vom Redeverbot entfernt ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#26 TheDadProfil
  • 17.04.2017, 23:40hHannover
  • Antwort auf #21 von Hantewi
  • ""Ihr seid so ahnungslos - Ihr habt nicht mal eine Ahnung von Eurer Ahnungslosigkeit.""..

    Ich find ja Vorwürfe an eine Gruppe die man nach willkürlichen Kriterien und in Unkenntnis der Individuen einfach mal so als ""Weiße Männer"" bezeichnet, um klarzustellen das sich offenbar die Falschen miteinander austauschen, irgendwie witzig..

    Nicht das ich nicht "weiß und männlich" wäre, woran ich allerdings ebenso unschuldig bin, wie man Dich dafür verantwortlich machen kann eine stolze Lakhóta-Sioux zu sein..

    Es mag Dich ehren..

    Meine ethnische Zugehörigkeit finde ich dagegen eher belanglos, und das nicht nur deshalb, weil ich mir unter keinen Umständen eine Art "Erbschuld des weißen Mannes" einreden lassen werde..

    Eine Userin (auch n diesem thread) gibt hier an eine Lesbe zu sein, ein anderer stammt aus der Schweiz, der Nächste hat vielleicht Niederländische Wurzeln, der übernächste (das wäre dann ich) ein jüdische Urgroßmutter, deren Vorfahren damit definitiv einmal auf asiatischem Boden gelebt haben..
    Dieses "wilde Gemenge", entstanden aus dutzenden Ethnien die sich über Jahrhunderte hinweg immer wieder vermischt haben, als "Konglomerat der weißen Männer" zu bezeichnen hat die gleiche Qualität wie die abwertende Bezeichnung "Indianer", die alles vermengt und keine Rücksichten auf Geschichte und Geschichten nimmt..

    ""Ihr seid so ahnungslos - Ihr merkt nicht mal, daß Ihr UNTER MÄNNERN redet - aber ALLE ANDEREN nicht MIT EUCH reden.""..

    Wirklich ?
    Ist daß dann nicht auch schon so ein Sprechverbot, das auffordert sich nicht auszutauschen, bloß weil man zufällig nicht als Betroffene/r gelten darf ?
    Und ist es zielführend wenn die Betroffenen dann nicht mal darüber nachdenken, ob es hilfreich wäre MIT diesen "weißen Männern" zu reden, anstatt über sie, oder an ihnen vorbei, weil man sie aufgrund aufgesogener Vorurteile insgesamt für auslösende Momente hält ?
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#27 TheDadProfil
  • 17.04.2017, 23:48hHannover
  • Antwort auf #23 von sieglinde
  • ""Ganz meine Meinung! Es ist entsetzlich mitanzusehen wie der heteronormative Macho-Mob hier gegen feministische Positionen hetzt:""..

    Vielleicht ist es ja noch nicht aufgefallen, aber Patsy l'Amour laLove ist eine Kunstfigur, eine Tunte hinter der sich ein Mann verbirgt..

    Wenn denn dann diese ""feministischen Positionen"" schon von einem Mann stammen, sind sie dann nicht auch von und durch Männer diskussionswürdig ?

    Es darf hier also auch bezweifelt werden das ""feministische Positionen"" ausschließlich von Frauen geäußert und diskutiert werden dürfen !
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#28 LorenProfil
  • 18.04.2017, 00:32hGreifswald
  • Antwort auf #21 von Hantewi
  • Ich verstehe das von Ihnen angeführte Zitat anders, da ich "mir nicht vorstellen könne" übersetze mit "mich nicht einfühlen könne". Es verweist für mich auf die Frage, ob ich Menschen die Fähigkeit zur Empathie zutraue oder nicht (die Verhaltensforschung gibt ziemlich eindeutige Hinweise darauf, dass Menschen grundsätzlich empathiefähig sind). Wer Menschen diese Fähigkeit abspricht, spricht ihnen eine Fähigkeit ab, die nach den Forschungsergebnissen der Primatologie z.B. Schimpansen und Bonobos mittlerweile zugesprochen wird. Da Sie selbst Mitglied der Familie Homo sapiens sapiens sind, setzen Sie sich da ins Glashaus.

    Im Unterschied zu Ihnen lehne ich übrigens auch Generalisierungen bezüglich menschlichen Verhaltens ab, die die Variationsbreite desselben ignorieren, sowie jegliche Form des Rassismus.
    Als schwuler Mann kenne ich aus eigener Erfahrung die negativen Auswirkungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und wehre mich gegen sie, egal in welchem Gewand sie eingekleidet sind.

    Abschließend auch für SIe nochmals das Zitat von Patsy:

    "Eine Verletzung aber unvermittelt in eine Politik zu überführen, führt genau zu dieser falschen Form von Betroffenheitspolitik, die nicht mehr nach dem Inhalt fragt, sondern die Verletzung selbst fast schon adelt. Man sollte die Verletzungen und auch die Verrücktheiten ernst nehmen als das, was sie sind - und das heißt zugleich, dass man sie hinterfragen können muss."

    www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/aktivismus-debatte-s
    prechverbote-in-der-queer-szene/19585896.html
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#29 LorenProfil
  • 18.04.2017, 00:41hGreifswald
  • Antwort auf #23 von sieglinde
  • "DAS ich nicht lache!!"

    Es ist schwierig, Respekt für Positionen zu erhalten, die selbst nicht den für sich eingeforderten Respekt widerspiegeln. Das empfinde ich zwar nicht als lächerliches Verhalten, aber als ein nicht zielführendes, wenn gemeinsame, solidarische emanzipatorische Anstrengungen angestrebt werden. Die Alternative wären dann ggfs. Grabenkämpfe und Separatismus. Emanzipationsgegner dürften das begrüßen.
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#30 Homonklin44Profil
  • 18.04.2017, 01:57hTauroa Point
  • Antwort auf #13 von orchidella
  • ""Entlarvend ist allein schon die Vielzahl völlig ungehemmter Ausgrenzungs- und Segregationsstrategien auf gayromeo//Grindr-Profilen

    «meine likes: dev junge boys rasierte typen -
    keinen bart asiaten oder schwarze»
    oder der «,Klassiker»:
    «Tunten zwecklos».""

    Das Missverständnis ist ganz häufig. Diese Dinge sind gar nicht ausgrenzend im Sinne von Diskriminierung gemeint, sondern auf diesen Portalen gewöhnlich auf die Partnersuche hin ausgerichtet.

    Da geht es um die Typen für intime Stunden bzw. Liebe und Beziehungspartner. Deshalb sind Altersgrenzen bedeutsam und Beschreibungen von Vorlieben und Abneigungen. "Opas, Tunten & Dicke zwecklos" ect. soll unzweckmäßige Kontaktversuche vermeiden, der Fokus potenzielle PartnerInnen sondieren.

    Viele übertragen ähnliche Schemata allerdings auf alle Kontakte, auch solche, mit denen intime Vorstellungen nicht stattfinden, den üblichen Bekanntenkreis.
    Erst da wird es dann nicht mehr ganz so nachvollziehbar.
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