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"Eheliche Hilfe"

Melissa Etheridge kifft gerne mit Ehefrau und Familie

Die lesbische Sängerin bevorzugt statt eines Gläschen Biers lieber mal einen Joint – dieser verstärke auch das "sexuelle Verlangen".


Melissa Etheridge sieht Cannabis als gute Medizin an (Bild: bobnjeff / flickr)

Melissa Etheridge hat sich in einem Interview mit Yahoo als begeisterte Marihuana-Konsumentin geoutet. Dabei kritisierte sie die jahrzehntelangen "Falschinformationen" über die in fast der gesamten Welt illegalen Droge.

"Cannabis ist die beste eheliche Hilfe", so Etheridge. "Wenn wir einen romantischen Abend miteinander verbringen, nimmt das unsere Hemmungen und das sexuellen Verlangen wird verstärkt." Außerdem würden die Wirkstoffe in Marihuana dabei helfen, gut durchzuschlafen: "[Meine Frau und ich] nehmen jeden Abend ein gemeinsames Bad, rauchen einen, reden über den Tag und schlafen danach sehr, sehr gut. Ein guter Schlaf ist sehr wichtig!", so Etheridge, die 2014 ihre langjährige Freundin Linda Wallem geheiratet hatte (queer.de berichtete).

Auch mit ihren beiden erwachsenen Kinder, der 20-jährigen Bailey und dem 18-jährigen Beckett, habe sie schon mal gekifft: "Das war erstmal lustig und dann haben die beiden gemerkt, dass das ein sehr natürliche Sache ist, die man am Ende des Tages machen kann", sagte Etheridge. Die Vorteile beschreibt die Singer-Songwriterin so: "Das bringt uns so viel näher zusammen. Ich rauche lieber mit meinen erwachsenen Kindern, als mit ihnen Alkohol zu trinken." Auch ihre je zehn Jahre alten Zwillinge wüssten über ihren Marihuana-Konsum Bescheid.

Kritik an "Falschinformationen" zu Cannabis

Bedenken gegen Cannabis hält Etheridge für Propaganda: "Die Angst um Cannabis stammt von 70 bis 80 Jahren konstanter Falschinformationen." In ihrer Familie werde Marihuana als Medizin angesehen, so die 55-Jährige.

Etheridge erklärte, sie habe Cannabis 2004 entdeckt, als sie an Brustkrebs litt und sich mehreren Operationen und einer Chemotherapie unterziehen musste. Dabei habe sie auf Anraten eines Freundes, des Sängers David Crosby, Cannabis zur Behandlung ihrer Schmerzen benutzt und sei begeistert gewesen.

In den USA gibt es nach der Legalisierung von Cannabis in mehreren Bundesstaaten eine regelrechte Goldgräberstimmung unter Produzenten der relativ einfach zu kultivierenden Cannabis-Pflanze, auch wenn die Trump-Regierung inzwischen damit droht, entsprechende Anbauer sowie Patienten und Freizeit-Konsumenten vermehrt verfolgen zu wollen.

Etheridge will selbst Cannabis-Produkte verkaufen

Auch Etheridge hatte bereits im vergangenen Herbst angekündigt, mit ihrer Firma "Etheridge Farms" Cannabis-Produkte anbieten zu wollen – beispielsweise Kekse, die den Wirkstoff enthalten. Bereits heute vertreibt sie kalifornische Bio-Produkte unter dem Namen "Etheridge Organics".

In Deutschland ist die Cannabis-Legalisierung erst in den Anfängen: Im Januar hatte der Bundestag beschlossen, dass Krankenkassen Schwerstkranken die Behandlung mit Cannabis bezahlen müssen. Seit Jahren wird dies etwa von Aids-Aktivisten gefordert, da das Mittel bei HIV-Patienten besser als andere Medikamente Symptome wie Nervenschmerzen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit mildern könne (queer.de berichtete).

Allerdings verfolgt die deutsche Polizei nach wie vor Konsumenten. Vollständig legalisiert wurde das Kraut nur in Uruguay, zudem hat der kanadische Premierminister Justin Trudeau die Legalisierung angekündigt. (cw)



#1 BuntUndSchönAnonym
  • 18.04.2017, 14:06h
  • ? Aha.
    Sie ist lesbisch und muss ihre Hemmungen abbauen, wenn es mit ihrer Frau romantisch und zärtlich wird...?
    Und sie baut das ab mit...!

    Manchmal wundere ich mich.
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#2 SchleicheRAnonym
  • 18.04.2017, 14:54h
  • Antwort auf #1 von BuntUndSchön
  • Du interpretierst dort eigene Dinge hinein und ziehst deswegen ganz falsche Schlüsse ("Schön trinken/rauchen).
    Außerdem bekundest Du absolute Unkenntnis über die Wirkung von Cannabis! Cannabis enthemmt nämlich nicht wie Alkohol. Es beruhigt viel mehr. Mit dieser neuen Information für Dich kehrt sich Deine Aussage ins genaue Gegenteil, was sie ironischwerweise aber auch nicht richtig macht *g*.

    p.s. Wer mal Fear & Loathing in Las Vegas gesehen hat, der hat sicher auch die Anti-Cannabis-Filme der Amis aus den 40er 50ern gesehen, wo Cannabissüchtige mit Baseballschlägern in dunklen Ecken warten und ahnungslosen Passanten eins aufe Rübe geben, sie ausrauben, sich Joints kaufen und danach auf die Hose wichsen und dann mit diesem Fleck durch die Straßen rennen.
    In diesem Film durch den Rest der Handlung persifliert, sind das trotzdem echte Propagandafilme der amerikansichen Behörden aus deren Vergangenheit.
    Nunja... *g* Ich seh höchstenfalls mal nen Extremalki, der es nicht mehr rechtzeitig in die Büsche geschafft hat.
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#3 Plane DaffyAnonym
  • 18.04.2017, 15:24h
  • Antwort auf #2 von SchleicheR
  • "Wenn wir einen romantischen Abend miteinander verbringen, nimmt das unsere Hemmungen"

    Also dieses Zitat direkt von Frau Etheridge lässt sich durchaus so verstehen, wie es @BuntUndSchön (und auch ich) verstanden haben: Offenbar müssen beim Zusammensein mit ihrer Frau also erst mal diverse Hemmungen abgebaut werden ...

    Den Hinweis auf die Anti-Cannabis-Propaganda in den USA zur Mitte des vorigen Jahrhunderts finde ich dennoch interessant. Zumal hier ja auch ganz gezielt das Klischee vom nichtsnutzigen, asozialen, gewalttätigen kiffenden Schwarzen bedient wurde; erst recht wenn er bzw. sie dann auch noch Jazz-Musiker (und/oder homosexuell) war wie z.B. Billie Holiday.

    www.openculture.com/2015/01/how-americas-first-drug-czar-wag
    ed-war-against-billie-holliday.html
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#4 BuntUndSchönAnonym
#5 SchleicheRAnonym
  • 18.04.2017, 15:57h
  • Jap, das muss ich überlesen haben. - Und kann die Aussage von ihr jetzt auch nicht verstehen. Das Cannabis enthemmt, ist mir absolut neu. Ist das wirklich richtig übersetzt worden oder bezieht sich diese Aussage auf den gesteigerten Sexualtrieb und ist nur unglücklich ausgedrückt, - hm?!

    Wie auch immer :) Nicht wichtig genug, um sich darüber das Mowl zu zerreißen *g*
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#6 Plane DaffyAnonym
  • 18.04.2017, 15:57h
  • Antwort auf #3 von Plane Daffy
  • Im Original-Interview (Video!) spricht Etheridge im zitierten Satz übrigens nicht über sich und ihre Frau - sondern ganz allgemein über die Wirkung von Cannabis:

    "Cannabis is the best marital aid. You get a nice indica when it's date night and it takes down your inhibitions, your sexual desires are enhanced."

    Erst dann spricht sie konkret von ihrem eigenen Beziehungsleben: "We take a bath every night ..."

    Der Eindruck, dass sie und ihre Frau erst mal Hemmungen abbauen müssen, ergibt sich also allein aus der ungenauen Übersetzung des englischen Original-Wortlauts ins Deutsche.

    (Das Original-Interview mit Yahoo ist, einschließlich Video, im queer.de-Artikel oben verlinkt.)
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#7 Patroklos
#8 melissafanAnonym
  • 18.04.2017, 22:18h
  • Das mache ich auch so. Jeden Abend ziehe ich mir eine Linie Koks, zünde ein dutzend Kerzen an, und genieße den zärtlich-wilden Sex mit meiner Liebsten.

    ***

    OK. Alles Gelogen.

    ***

    Regelmäßiger Konsum von Genussmitteln ist kein Konsum, sondern eine Suchterkrankung.

    Glaubste nich? Shit für zwei, drei Tage absetzen, dann siehstes.
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#9 BuntUndSchoenProfil
  • 19.04.2017, 10:43hS
  • Mit dem Geld, das sie verdient, würde mir was sinnvolles einfallen.
    Was sie daraus macht - dazu hab ich immer noch nicht viele Worte.
    Manchmal sagt ein ? alles aus.
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#10 LorenProfil
  • 19.04.2017, 11:04hGreifswald
  • Antwort auf #9 von BuntUndSchoen
  • Laut looktothestars.org unterstützt sie folgende Organisationen:

    Breast Cancer Research Foundation
    Clothes Off Our Back
    Dave Thomas Foundation for Adoption
    Dream Foundation
    Entertainment Industry Foundation
    Family Equality Council
    Feeding America
    GRAMMY Foundation
    Live Earth

    Love Our Children USA
    MusiCares
    National Domestic Violence Hotline
    Pink Bracelet Fund
    Stand Up To Cancer
    The Art of Elysium
    Treatment Action Campaign
    V-Day
    World Vision

    Sie war oder ist laut derselben Website (2009) Mitglied des Board of Directors der Noreen Fraser Foundation (Stiftungsziel: Krebsforschung).
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