Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28666

Forscher raten zur Vorsicht

Studie: Poppers schädigt Augen möglicherweise dauerhaft

Britische Forscher warnen, dass die insbesondere unter Schwulen beliebte Schnüffeldroge schlimme Folgen haben könnte.


Poppers wird in kleinen Fläschchen verkauft. Der Inhalt wird geschnüffelt, um den gewünschten Effekt zu erzielen

Poppers kann zu Sehstörungen führen und das Auge schädigen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der University of Lincoln in Mittelengland, die im Fachmagazin British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht wurde.

Für die Studie wurden zwölf Männer, die regelmäßig die Schnüffeldroge konsumieren, zwischen 2013 und 2016 in einer Augenklinik im südenglischen Schwulenmekka Brighton beobachtet. Alle Probanden berichteten von Sehstörungen, die von Unschärfe bis hin zu Gesichtsfeldausfällen reichten.

In mehreren Tests stellten die Forscher einen zeitlichen Zusammenhang mit der Einnahme von Poppers und den Sehproblemen her. Sie spekulierten, dass manche Arten von Poppers dauerhaft die Sehgrube schädigen, die sich im Zentrum der Makula befindet. Dieser Bereich in der Netzhaut ist für das Scharfsehen wichtig.

Allerdings bleibt sehr viel unklar: Manche Männer hatten nach kurzer Abstinenz sofort wieder ihre volle Sehkraft erreicht, manche aber nicht. Warum, wissen die Forscher bislang nicht. Auch ist offen, warum in manchen Fällen nur ein Auge betroffen gewesen ist.

Grund für Augenprobleme unbekannt

Im Dunkeln bleibt auch, auf welche Art Poppers das Auge schädigt und welcher Inhaltsstoff dafür verantwortlich ist. Die Forschung wird laut den Wissenschaftlern dadurch erschwert, dass seit mehreren Jahren eine neue chemische Poppers-Verbindung der Bestseller in Großbritannien sei: Statt Isobutylnitrit werde heute vor allem Poppers mit Isopropylnitrit verkauft. Manche der Probanden, die schon seit Jahrzehnten die Droge schnüffeln, berichteten, dass sie erst Probleme entwickelten, nachdem sie die Marke gewechselt hatten.

Zu ähnlichen Ergebnissen über die Schädlichkeit von Poppers kam bereits eine britische Studie aus dem Jahr 2012 (queer.de berichtete). Auch damals konnten die Forscher über die Ursachen nur spekulieren. Zum Thema gibt es bislang noch keine große, aussagefähige Untersuchung.

Unter dem Überbegriff Poppers versteht man eine Reihe von Substanzen, die beim Schnüffeln schmerzlindernd und euphorisierend wirken. Weil sie Muskeln entspannen, wird Poppers gerne beim Anal-Sex eingesetzt. Das Mittel gilt als lebensgefährlich, wenn es mit Viagra eingenommen wird, da beide Substanzen den Blutdruck senken und eine kombinierte Anwendung tödlich enden kann. Auch Schnüffeln in Verbindung mit Medikamenten und Drogen erhöht die Gefahr für das Herzkreislaufsystem. Lebensbedrohlich kann auch sein, wenn die stark ätzende Flüssigkeit getrunken wird.

Deutschland und Österreich verbieten Poppers-Verkauf

Im Großbritannien darf Poppers frei verkauft werden. Zwar gab es im vergangenen Jahr innerhalb der konservativen Regierung Bestrebungen, das Mittel zu verbieten. Am Ende wurde der Status quo aber nach heftiger Kritik von Aids-Aktivisten beibehalten (queer.de berichtete).

In Deutschland gilt Poppers als verschreibungspflichtiges Medikament, weil es früher einmal gegen Herzbeschwerden angewandt wurde. Der Besitz ist damit legal, das Mittel darf allerdings nicht verkauft werden. Österreich hat den freien Verkauf 2015 gestoppt (queer.de berichtete). (dk)



#1 herve64Profil
  • 18.04.2017, 18:53hMünchen
  • Dieses Dreckszeug nehme ich sowieso nicht, da ich von Haus aus Hypertoniker bin und infolgedessen Betablocker einnehmen muss, zu denen Poppers eine Wechselwirkung hat.

    Abgesehen davon empfinde ich den Gestank, den es verströmt, extrem widerlich und abtörnend.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 ollinaieProfil
  • 18.04.2017, 19:04hSeligenstadt
  • Forscher raten zur Vorsicht
    Studie: Bier schädigt Augen möglicherweise dauerhaft

    Britische Forscher warnen, dass die insbesondere unter Schwulen beliebte Oralldroge schlimme Folgen haben könnte.

    Bier wird in kleinen Fläschchen verkauft. Der Inhalt wird getrunken, um den gewünschten Effekt zu erzielen-

    Bier kann zu Sehstörungen führen und das Auge schädigen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der University of Lincoln in Mittelengland, die im Fachmagazin British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht wurde.

    Für die Studie wurden zwölf Männer, die regelmäßig die Oraldroge konsumieren, zwischen 2013 und 2016 in einer Augenklinik im südenglischen Schwulenmekka Brighton beobachtet. Alle Probanden berichteten von Sehstörungen, die von Unschärfe bis hin zu Gesichtsfeldausfällen reichten.

    In mehreren Tests stellten die Forscher einen zeitlichen Zusammenhang mit der Einnahme von Bier und den Sehproblemen her. Sie spekulierten, dass manche Arten von Bier dauerhaft die Sehgrube schädigen, die sich im Zentrum der Makula befindet. Dieser Bereich in der Netzhaut ist für das Scharfsehen wichtig.

    Allerdings bleibt sehr viel unklar: Manche Männer hatten nach kurzer Abstinenz sofort wieder ihre volle Sehkraft erreicht, manche aber nicht. Warum, wissen die Forscher bislang nicht.
    Grund für Augenprobleme unbekannt

    Im Dunkeln bleibt auch, auf welche Art Bier das Auge schädigt und welcher Inhaltsstoff dafür verantwortlich ist. Die Forschung wird laut den Wissenschaftlern dadurch erschwert, dass seit mehreren Jahren eine neue chemische Bier-Verbindung der Bestseller in Großbritannien sei: Statt Hopfen und malz werde heute vor allem Bier aus Belgien verkauft. Manche der Probanden, die schon seit Jahrzehnten die Droge trinken, berichteten, dass sie erst Probleme entwickelten, nachdem sie die Marke gewechselt hatten.

    ***

    "Sie spekulierten ..." Mehr braucht mensch dazu nicht sagen.

    ***

    Übrigens: Ich bekomme von Poppers Kopfschmerzen und konsumiere es selbst nicht. Ich finde aber diese art von Panik-mache-Pseudowissenschaftlichen-"Qualitätsartikeln" zum kotzen,

    Motto: Was genaues weiß mensch nicht, aber besser erstmal verbieten. Die Kinder de Kinder, denkt denn niemand an die armen Kinder!1!!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 andreAnonym
#4 Thomas RAnonym
  • 18.04.2017, 20:29h
  • Antwort auf #2 von ollinaie
  • Tatsächlich ist aber so, dass Augenärzte schon seit Jahren davon abraten, Poppers zu nehmen. In Schöneberg hat mir z. B. eine Augenärztin vor 3 Jahren schon erzählt, dass in einigen Poppers-Sorten nicht zugelassene chemische Substanzen verwendet werden und sie schon seit einiger Zeit gerade von Schwulen, die Poppers nutzen dadurch etliche Behandlungen durchführen müsste. Mich wundert, dass queer.de das als Neuigkeit herausbringt.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 tschiptschiptschuAnonym
  • 18.04.2017, 21:27h
  • Es bleibt ja jedem selbst überlassen, aber grundsätzlich stellt sich doch die Frage:
    Woran geilt man sich beim Sex auf? Am Typen oder anhand von "Hilfsmitteln".

    Sollte letzteres der Fall sein, find ich das ziemlich traurig. Es soll ja sogar Typen geben, die ohne so Zeugs gar nicht mehr wollen bzw. können.

    Ehrlich gesagt ist es doch ziemlich abturnend, wenn man gemeinsam im Bett liegt, rummacht, aber der andere scheinbar erst loslegen kann, nachdem er am "Fläschchen" gerochen wird. Mal abgesehen davon, dass das Zeug übelst stinken soll, würde ich mir dann so vorkommen als reiche ich ihm nicht um geil zu werden, sodass er sich erst aufputschen muss. Traurige Vorstellung.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KopFFmenschAnonym
  • 18.04.2017, 21:30h
  • Ich habe seit 12 Monaten einen Sehkraftverlust auf beiden Augen. Ursache ist wohl jeweils ein Ödem am Zentrum des schärfsten Sehes - Organisch ist alles ok - es wurde keine Ursache gefunden - mein Arzt fragte mich offen ob ich Poppers kenne und ob ich dies konsumiere, was ich bejahte. Ab diesem Zeitpunkt brach er die Behandlung ab, verwies mich auf diese Studie und sagte ich soll das Teufelszeug nicht mehr nehmen. Ich habe 6 Monate verzichtet ohne dass ich Besserung verspürte ... meine Sehstörungen habe ich nach wie vor ... für meinen Arzt ist das Thema / ich als Patient erledigt - fühle mich allein gelassen ... ich nehme seit kurzem wieder poppers und es ist -Gott sei dank - auch nicht schlechter geworden ... ich fände es schön, wenn mit solchen Studien nicht nur Panikmache, sondern echte Aufklärung betrieben werden würde. Wer hat z.B. hat in der Studie welches poppers verwendet oder in welchem Zeitraum traten die jeweiligen Störungen auf ...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 seb1983
  • 18.04.2017, 22:13h
  • Potz Blitz
    Lösungsmittel schnüffeln kann schädlich sein?
    Was kommt als nächstes?
    Rauchen schädigt die Lunge?
    Tägliche Sauferei geht auf die Leber?

    Die Welt ist voller wundersamer Dinge.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Patroklos
#9 Laurent
#10 ollinaieProfil
  • 18.04.2017, 23:16hSeligenstadt
  • Antwort auf #6 von KopFFmensch
  • " ... meine Sehstörungen habe ich nach wie vor ...ich nehme seit kurzem wieder poppers"

    " Ab diesem Zeitpunkt brach er die Behandlung ab, ... für meinen Arzt ist das Thema / ich als Patient erledigt"

    Kann ich verstehen, das nennt mensch mangelnde Complience.

    Du bist alt genug, du bist für dein Leben selbst verantwortlich. Wenn Du aber genau weißt, das etwas schädlich für dich ist und es trotzdem nimmst brauchst Du uns hier auch nichts vorzuheulen!

    Das erinnert mich an Leute, die über chronische Hüftschmerzen klagen und über 100kg auf die Waage bringen und deren einziger Sport im Kurzstreckengehen zwischen Couch und Kühlschrank besteht. Da kann mensch leider nur eines sagen: Selber schuld!

    2/3 der Patienten in Deutschland währen gesund, wenn sie statt Tabletten zu fresssen ihren Arsch hoch bekähmen und ihre persöhnliche Lebensführung umstellten.

    PS.: Ich kann dir nur nahelegen dir mal Gedanken zum Thema Suchtverhalten zu machen und mal mit einem Psychotherapeuten zu sprechen. Dabei meine ich nicht nur Poppers, sondern auch Sex an sich. Wenn ein Orgasmus für dich so wichtig ist, das Du dafür bereit bict dein Augenlicht zu verlieren hört sich das nicht gesund an.
  • Antworten » | Direktlink »