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Sachsen-Anhalt

Schloss Mansfeld darf trotz Homophobie Steuergelder behalten

Der Steuerzahler hat den homophoben Förderverein mit mehreren Millionen Euro unterstützt – Sachsen-Anhalt verzichtet auf eine Rückforderung.


Geschäftsmodell Homo-Hass: Das Schloss Mansfeld hält an seiner Linie fest, aufgrund der Abneigung gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren keine Eheschließungen mehr durchführen zu wollen (Bild: Romantikgeist / flickr)

Auch offene Homophobie ist kein Ausschlussgrund für eine staatliche Förderung: Das Land Sachsen-Anhalt hat angekündigt, dass der evangelische Förderverein Schloss Mansfeld Millionen von Euro an staatlicher Förderung behalten darf, wie Regierungssprecher Matthias Schuppe gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung" erklärte.

Die Begründung: Es seien nur bauliche Maßnahmen an der Burganlage gefördert worden. Der Staat habe aber keine Gelder für den Verein selbst oder dessen Veranstaltungen und Inhalte zur Verfügung gestellt.

Laut der "Mitteldeutschen Zeitung" betrug die Förderung in den letzten 13 Jahren insgesamt 5,1 Millionen Euro. Das Land allein hat 2,3 Millionen Euro an die evangelische Begegnungsstätte überwiesen.

Der Förderverein löste vor zwei Wochen Empörung aus, als bekannt wurde, dass er auf dem Burggelände alle Hochzeiten stoppen ließ, um keine gleichgeschlechtlichen Verpartnerungen durchführen zu lassen (queer.de berichtete). Ein entsprechender Vertrag mit dem Standesamt Mansfeld wurde gekündigt. Die Begründung des Vorstandschefs: "Eine Familie besteht in unseren Augen aus Vater, Mutter und Kind".

Das führte zu scharfer Kritik sowohl aus der Politik als auch aus der evangelischen Kirche: Landesgleichstellungsministerin Anne-Marie Keding (CDU) nannte es etwa "sehr bedauerlich, dass es immer noch Vereine in Sachen-Anhalt gibt, die so ablehnend auf Lebenspartnerschaften reagieren." Der Sprecher der evangelischen Landeskirche Mitteldeutschland bedauerte, "dass sich der Verein nicht zu mehr Offenheit entschließen konnte". Auch der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM), dem der Förderverein angehört, rief zu einem "wertschätzenden Umgang auch bei divergierenden Lebensentwürfen" auf (queer.de berichtete).

Trotz der Kritik hält der der Förderverein am Ehe-Verbot auf dem Schloss Mansfeld fest. Bislang hat sich der Vorstand nicht zu der Kritik geäußert. (dk)



#1 kuesschen11Profil
  • 19.04.2017, 13:32hDarmstadt
  • Wie feige ist das denn: der Vorstand hat sich noch nicht mal zur Kritik geäussert.

    Diesen antidemokratischen Vereinen sollte jegliche staatliche Unterstützung gestrichen werden.
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#2 GegensteuernAnonym
  • 19.04.2017, 13:56h
  • Antwort auf #1 von kuesschen11
  • Dann sollte der Bund der Steuerzahler vielleicht versuchen, das Geld beim Privatmann Reiner Haseloff (CDU-Ministerpräsident) einzuklagen, da er ja mittelbar verantwortlich für das Handeln seiner Regierung ist.

    Haseloff ist übrigens offen "gläubig" und Mitglied im sogenannten "Zentralkomitee" der deutschen Katholiken.
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#3 RobinAnonym
  • 19.04.2017, 15:58h
  • Ich finde es skandalös, dass der Steuerzahler Homohass auch noch finanzieren muss.

    Und das ganze mit dem Segen von CDU, SPD und Grünen, denn die regieren dort und sehen offenbar keinen Handlungsbedarf.
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#4 Elton FanAnonym
  • 19.04.2017, 19:42h
  • . . . . passt zu Dunkeldeutschland . . . abgreifen wo immer es geht aber noch immer nicht in der Jetztzeit angekommen. .. .armselig!
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#5 panzernashorn
  • 20.04.2017, 00:58h
  • Es geht doch lediglich "um ein paar unwichtige Schwule" - wozu sollte man sich diesbezüglich sonderlich engagieren.....(*Ironie aus*).

    Die Hauptsache, man fühlt sich "christlich" und bildet sich darauf jede Menge ein.............
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#6 SimSolAnonym
  • 20.04.2017, 11:48h
  • Was mich viel mehr interessiert ist, ob der Verein auch in Zukunft Förderungen von staatlicher Seite erhalten wird. Eine nun offen homophobe Institution weiterhin mit Steuergeldern zu unterstützen, wäre in meinen Augen nämlich geradezu ein Schlag ins Gesicht Aller, die sich für Gleichberechtigung einsetzen und absolut unerträglich.
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#7 ErklärbärAnonym
  • 21.04.2017, 11:24h
  • Ein paar Sätze zu dem Artikel. Die Überschrift des Artikels ist irreführend: das Land Sachsen-Anhalt hat keinerlei rechtliche Handhabe, Gelder zurückzufordern. Die Förderung bezog sich auf die Erhaltung des Baudenkmals. Das ist in etwa so, als wenn eine Privatperson sein Haus in einem Sanierungsgebiet entsprechend der Vorgaben saniert. Passiert ja überall in der Republik. Zurückfordern kann man nur, wenn z. B. Die falschen Fenster eingebaut wurden. Die inhaltliche Arbeit des Vereins hingegen wurde nicht gefördert. Die hätte man ansonsten streichen können.
    Eine Nutzung für Hochzeiten ist die Entscheidung des Eigentümers. Hier ist der Verein zu Recht zu kritisieren, dass er aus Ablehnung von Homo Paaren Trauungen generell untersagt.
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