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Deutliche Zunahme

2016 wurden 26 Lebenspartnerschaften in Sachsen-Anhalt aufgehoben

Das Statistische Landesamt veröffentlichte erstmals Detail-Zahlen zu gescheiterten Verpartnerungen von Schwulen und Lesben.


Ob die meisten eingetragenen Partnerschaften einvernehmlich oder im Streit beendet wurden, ist nicht bekannt (Bild: Alberto Biscalchin / flickr)

  • 19. April 2017, 16:42h, noch kein Kommentar

Im Jahr 2016 erfolgten in Sachsen-Anhalt 26 Aufhebungen gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften durch richterlichen Beschluss. Dies meldete das Statistische Landesamt am Mittwoch. Im Vorjahr 2015 hatte es nur elf "Homo-Scheidungen" gegeben.

Rund 62 Prozent der Entscheidungen 2016 betrafen männliche Lebenspartnerschaften und 38 Prozent weibliche. Im Vorjahr wurden fünf schwule und sechs lesbische Verpartnerungen beendet.

Die Dauer der weiblichen Lebenspartnerschaften betrug im letzten Jahr zum Zeitpunkt der Aufhebung im Durchschnitt 4,3 und die der männlichen 6,8 Jahre. Mehr als zehn Jahre lebten drei männliche Paare vor Beendigung des Aufhebungsverfahrens in einer eingetragenen Partnerschaft. Bei den Frauen wurde zum Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung keine Dauer der Lebenspartnerschaft über acht Jahren registriert.

Größerer Altersunterschied bei schwulen Paaren

Der durchschnittliche Altersunterschied betrug bei den Frauen 3,2 und bei den Männern 10,3 Jahre. Alle 2016 vorgenommenen gerichtlichen Aufhebungen fanden zwischen Personen statt, die die deutsche Staatsbürgerschaft besaßen.

In Sachsen-Anhalt wurde im Jahr 2015 mit elf aufgehobenen Lebenspartnerschaften knapp ein Prozent der 1.136 bundesweit beendeten Verfahren durchgeführt, im Jahr 2014 waren es mit 22 knapp zwei Prozent von bundesweit 1.120 Verfahren.

Obwohl eingetragene Partnerschaften bereits seit 2001 geschlossen werden können, veröffentlicht das Statistische Landesamt erst seit dem Jahr 2014 entsprechende Zahlen. Demnach gab es 2014 in Sachsen-Anhalt 99 Verpartnerungen, im Jahr darauf 138.

Besonders begehrt ist die eingetragene Partnerschaft in dem ostdeutschen Bundesland nicht: Laut Statistischem Landesamt wurden 2015 je 1.000 Einwohnern 4,7 Ehen geschlossen, aber nur 0,06 eingetragene Lebenspartnerschaften. (cw/pm)