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"Gay and proud!"

Stabhochsprung-Weltmeister outet sich als schwul

Shawn Barber ist "schwul und stolz", wie der 22-Jährige auf Facebook mitteilte. Dabei war er im vergangenen Jahr noch wegen eines pikanten Internet-Dates mit einer kokainschnupfenden Frau in den Schlagzeilen.


Shawn Barber bedankt sich bei Freunden und seinen Eltern für die Unterstützung (Bild: Facebook / Shawn Barber)

Der kanadische Stabhochspringer Shawn Barber hat sich am Montag via Facebook als schwul geoutet. "Gay and proud! Dank an meine Eltern, weil ihr so eine große Stütze wart", erklärte der Sportler aus Toronto. In seinem Umfeld habe der 22-Jährige viel Unterstützung erfahren. "Meine Eltern sind meine größten Anhänger und haben mir in letzter Zeit viel geholfen. An meine Freunde: Ihr werdet immer meine Freunde sein und ich habe euch auch sehr lieb!"

Das kanadische Olympische Komitee hat inzwischen gegenüber "Outsports" bestätigt, dass Barber die Mitteilung auf Facebook selbst geschrieben habe und sein Konto nicht gehackt wurde.

Nach seinem Coming-out gehört Barber zu den erfolgreichsten offen schwulen Sportlern der Welt. Er hatte 2015 die Weltmeisterschaften in Peking vor dem Deutschen Raphael Holzdeppe gewonnen. Bei den Olympischen Spielen vergangenes Jahr in Rio enttäuschte er allerdings mit Platz zehn.

Positiver Doping-Test

Kurz nach den Olympischen Spielen wurde bekannt, dass Barber beinahe in Rio gesperrt worden wäre. Der Grund: Im Juni 2016 war er bei einem Dopingtest positiv auf Kokain getestet worden. Damals behauptete er aber, die Substanz sei in seinen Körper gekommen, als er eine Frau geküsst habe, die er am Abend vor den kanadischen Qualifikationsausscheidungen für die Olympiade in Edmonton online kennengerlent hatte.

So sagte er vor einem Sportgericht aus, er habe in dem Treffen eine Möglichkeit gesehen, "vor dem Wettkampf Stress abzubauen". In einem pikanten Bericht wurden Details des Treffens veröffentlicht (PDF). Demnach habe er im Suchdienst Craigslist unter einem Pseudonym nach einer Frau gesucht, die "frei von Drogen und Krankheiten" sei. Ohne dass er es gewusst habe, habe die Frau vor dem Treffen Kokain geschnupft. Die "sexuelle Begegnung" habe 30 Minuten gedauert, dabei hätten sie sich wiederholt geküsst; dem Sportler sei aber kein "ungewöhnlicher Geschmack" aufgefallen.

Erst zwei Tagen vor dem Beginn der Olympischen Spiele wurde Barber mitgeteilt, dass er am Wettbewerb teilnehmen darf. (dk)

Direktlink | Shawn Barber nach seinem WM-Sieg in Peking



#1 FelixAnonym
  • 25.04.2017, 11:15h
  • Schön, dass er die unwürdige Schmierenkomödie beendet und sich nicht länger selbst verleugnet.

    Die kontinuierliche Selbstverleugnung und ständige Angst vor Enttarnung kann langfristig nicht ohne negative Folgen bleiben...

    Und es ist ein weiterer Beweis, dass auch Spitzensportler schwul sein können.

    Daran können sich auch die Fußballer mal ein Beispiel nehmen. Man ist kein schlimmer Mensch, weil man liebt - schlimm ist nur, wenn man seine Fans belügt und ihnen eine Lüge vorspielt.
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#2 FinnAnonym
  • 25.04.2017, 12:13h
  • Es ist enorm wichtig, dass sich möglichst viele LGBTI outen und offen leben.

    Damit die Heteros sehen, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind.

    Und bei Promis ist es nochmal doppelt wertvoll, weil die halt viel Einfluss haben. Und gerade Jugendliche brauchen auch Vorbilder und LGBTI-Promis können auch für Heteros ein Vorbild sein, dass man zu sich selbst stehen sollte und sich niemals selbst verleugnen sollte.

    Und letztlich ist es auch für die Betroffenen selbst gut. Ich wusste erst nach meinem Outing, was ich davor verpasst habe und was ich mir selbst angetan habe. Im nachhinein bereue ich jeden Tag, den ich gewartet habe...
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#3 Julian SAnonym
  • 25.04.2017, 12:18h
  • Ein hübscher Mann. Ich hoffe, dass auch sein Outing zu einem weiteren Wandel in den Köpfen der Menschen beitragen wird...

    Change!!
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#4 Breaking NewsAnonym
  • 25.04.2017, 12:31h
  • In einer aggressiv heteronormativen/-sexistischen Gesellschaft sind junge Schwule einem erheblichen Zwang ausgesetzt, den Erwartungen anderer zu entsprechen. Umso mehr unter gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen schon Kinder immer stärker auf Leistung, Konkurrenz und Konformität getrimmt werden und erheblichen Existenzängsten (auch seitens der Eltern) ausgesetzt sind. Dies alles bei weiterhin - im Verhältnis zur heteronormativen Bilderflut und Dauerbeschallung - nahezu vollständiger Abwesenheit und Unsichtbarkeit positiver schwuler Vorbilder und Identifikationsfiguren in von den Konzernen und von Profitinteressen diktierten Massenmedien, im Musik-, Entertainment-, Sportgeschäft (!) usw.

    Daraus resultieren mannigfaltige und zwanghafte Versuche, sich und anderen etwas zu "beweisen" und doch - irgendwie - der gesetzten und aufgeherrschten Norm zu entsprechen.

    Dementsprechend verlaufen - nach wie vor - die Biografien vieler junger Schwuler.

    Warum dann das enorm wichtige und stolze schwule Coming-out eines 22-jährigen Profi-Sportlers mit dem Aufwärmen grotesker, massenmedial aufgebauschter Sensations- und "Skandal"-Geschichten schmälern?

    Die Antwort kann nur lauten:

    Gratulation! Großen Respekt für deinen Mut! Wir sind stolz auf dich! Mehr davon!
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#5 LinusAnonym
#6 Patroklos
#7 NeckermannAnonym
  • 25.04.2017, 14:56h
  • Ein Athlet, der vor einem entscheidenden Qualifikationswettkampf mit Nutten kokst?

    Der Typ ist nicht nur schwul, der ist doof.

    Nunja, Willkommen bei uns.

    Artikel zu Poppers, Nazi-Pornos, AfD-Spitzenkandidaten, Elton John, interessanten Volkshochschul-Workshops und spannenden Youtube-Videos findest Du auf der Startseite.
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#8 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#9 schwarzerkater
#10 TinashadesAnonym
  • 25.04.2017, 22:50h
  • Also hat er es in Rio eigentlich mit einem Mann getrieben? Oder war das komplett gelogen? Ob er wohl den Aufsehern erzählt hat, dass es eine Frau war und das jetzt als Lüge Probleme gibt?
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