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Fahndung in Berlin

Nach homophobem Überfall: Polizei sucht mit Video nach Tätern

Die drei mutmaßlichen Täter hatten ein schwules Paar in einer Berliner Straßenbahn zunächst beleidigt, später schlug eine Frau einem der Männer eine Flasche auf den Kopf.


Die Polizei Berlin fragt: Wer kennt diese drei Polnisch sprechenden Personen? (Bild: Polizei Berlin)

Mit der Veröffentlichung von Bildern aus einer Überwachungskamera sucht die Polizei Berlin nach zwei Männern und einer Frau, die im dringenden Verdacht stehen, am 4. März einen schwulen Mann wegen seiner Homosexualität attackiert zu haben.

Der 39-Jährige war gegen 1:45 Uhr mit seinem ein Jahr älteren Lebensgefährten in einer Straßenbahn der Linie M10 in Richtung Warschauer Straße unterwegs. Die Tat ereignete sich kurz vor dem U-Bahnhof Bernauer Straße (queer.de berichtete).

Die mutmaßlichen Täter sind zwischen 20 und 25 Jahre alt

Ermittlungen ergaben, dass die Gesuchten sich in der Tram in polnischer Sprache lautstark abfällig über Schwule äußerten und den Mann homophob beleidigten. Einer der beiden Männer soll den 39-Jährigen im weiteren Verlauf angegriffen und ihm mit den Fäusten gegen den Kopf und Oberkörper geschlagen haben. Als der 39-Jährige sich zur Wehr setzte, soll die abgebildete Frau von dem anderen Begleiter eine Bierflasche genommen und dem Mann damit auf den Kopf geschlagen haben. Anschließend flüchtete das Trio aus der Straßenbahn.

Die Gesuchten sind zwischen 20 und 25 Jahre alt und konnten unmittelbar vor sowie nach der Tat von einer Videokamera aufgezeichnet werden. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise zur Identität sowie zu den Aufenthaltsorten der gesuchten Personen. Auch Zeugen der Tat werden gebeten, sich zu melden.

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt am Bayernring 44 in Berlin-Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664 953 128 oder per E-Mail an lka531@polizei.berlin.de entgegen. (cw/pm)



#1 Pascal GoskerAnonym
#2 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 25.04.2017, 15:25h
  • Sowas von widerwärtig :'-(
    Einer der beiden schaut schon so hasserfüllt und die Tussie lächelt höhnisch!
    Das wird ihr hoffentlich bald vergehen!
    Zumindest sind die Aufnahmen deutlich.
    Nur leider waren wohl um diese Uhrzeit nicht viel in der Staßenbahn :-/

    Ich wünsche dem Opfer, dass die Täter gefunden werden und bestraft werden!

    Alles Gute dem Opfer.
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#3 gastAnonym
  • 25.04.2017, 17:02h
  • Der Vorfall ereignete sich am 4. März. Jetzt haben wir Ende April. Die Bilder müssten wesentlich früher der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
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#4 Laurent
  • 25.04.2017, 17:03h
  • Antwort auf #1 von Pascal Gosker
  • >>...und mit aller Härte bestraft.<<

    Eine Videoüberwachung wie in den öffentlichen Verkehrsmitteln bringt nur was in Verbindung mit abschreckenden Strafen.

    Da - noch - zu lasch bestraft wird, wenn das dann überhaupt als Strafe empfunden wird, ist es nicht verwunderlich, dass die die Kriminellen zudem noch in die Kameras grinsen..

    Bei der Vorstellung der neuen Kriminalitätsstatistik durch Bundesinnenminister de Maizière hat sich dieser besorgt über die zunehmende Verrohung in der Gesellschafrt gezeigt.
    Gerade über die Zunahme von Fällen schwerer Körperverletzung sei er "in Sorge."
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#5 Laurent
#6 Patroklos
  • 25.04.2017, 20:54h
  • Es ist erstaunlich, daß diese Fotos nicht schon viel früher veröffentlicht wurden. Es mußten erst mal sieben Wochen vergehen: in der Zeit hätte man die Täter schon längst dingfest machen können!
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#7 schwarzerkater
  • 25.04.2017, 22:46h
  • natürlich schützen mehr kameras im öffentlichen raum nicht vor kriminalität oder gewalt, aber sie erleichtern die ermittlungen.
    hoffentlich hast sich das gewaltopfer einigermaßen erholt.
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#8 TinashadesAnonym
  • 25.04.2017, 23:08h
  • Wieso wird dagegen nichts unternommen? Die Ehe ist wichtig, aber Sicherheit doch auch. Papierschieber und Protz kann sich Berlin leisten, aber keine Sicherheitsmänner in der U-Bahn nachts? Parkplätze für Schwule geben, um nicht weniger an öffentliche Vekehrsmittel gebunden zu sein. Irgendetwas muss doch möglich sein.
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#9 PolizeivideosAnonym
  • 25.04.2017, 23:15h
  • Antwort auf #5 von Laurent
  • @ Laurent und auch an Patroklos

    Naja ganz so einfach ist das ja leider nicht. Dass mit der Veröffentlichung von Tätervideos generell sehr zurückhaltend umgegangen wird, hat auch damit zu tun, dass
    1.) bei manchen kriminalistischen Recherchefällen (wenn auch vielleicht nicht hier) hunderte inkorrekte Hinweise aus der Bevölkerung eher hinderlich als beschleunigend sein können.
    2.) Selbstjustiz und falsche Verdächtigungen einst echtes, ernstzunehmendes Problem sind. Einen prominenten Fall, wo komplett unschuldige Migranten unter "der sieht doch aus wie der Täter"-Rufen zusammengeschlagen wurden, hatten wir ja unlängst erst wieder.
    3.) Und selbst wo das die echten Schuldigen erwischen sollte, haben ja auch Täter immer noch Grundrechte wie Persönlichkeitsschutz, oder das Recht auf angemessene Schuldfeststellung ohne Vorverurteilung oder Selbstjustiz.

    So kacke diese Täter auch sind und so sehr ich ihnen einen hübschen Knastaufenthalt von Herzen wünsche: vor populistischen Klagen über "Kuscheljustiz mit Täterschutz" sollten wir uns doch eher hüten.
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#10 ickeAnonym
  • 25.04.2017, 23:35h
  • Antwort auf #2 von BuntUndSchoen
  • naja doch, waren einige in der Tram, zum Beispiel ich. Habe vor dem tätlichen Angriff die Polizei angerufen, ohne den homophoben Inhalt der Beleidigungen verstanden zu haben (kann nur wenig polnisch). Die Attacke ist passiert, als ich ausstieg, andere Fahrgäste haben sich um die Opfer gekümmert, die Polizei war nach gefühlt drei Minuten mit mehreren Funkwagen da, ist den Tätern nachgelaufen. Später wurde ich von einer engagierten Sachbearbeiterin des LKA kontaktiert und habe maneo, das Schwule Überfalltelefon, informiert. Als Zeuge kann ich aber nichts zur namentlichen Identifizierung der Täter_in beitragen. Darum bin ich auch froh, dass nun, unter Beachtung rechtsstaatlicher Maßstäbe, die Öffentlichkeitsfahndung anläuft. Die war in den letzten Fällen ja erfolgreich.
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