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Bau hat bereits begonnen

Berlin: Neue Unterkunft für 225 LGBTI-Geflüchtete geplant

Bis Dezember soll in Neukölln eine Unterkunft eingerichtet werden, in der lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Flüchtlinge vor Übergriffen sicher sind.


LGBTI-Flüchtlinge beklagen oft Diskriminierung in Asylunterkünften (Bild: flickr / Johnathan Nightingale / by 2.0)

Der Berliner Senat richtet auf einem Grundstück an der Kiefholzstraße im Bezirk Neukölln eine modulare Gemeinschaftsunterkunft für besonders schutzbedürftige Geflüchtete ein; dabei sollen augenblicklichen Planungen zufolge 225 Unterkunftsplätze für lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete geschaffen werden. Das geht aus einer noch nicht veröffentlichten Antwort auf eine schriftliche Anfrage der Grünenpolitiker Anja Kofbinger und Sebastian Walter hervor.

Kofbinger und Walter begrüßten die Initiative und zeigten sich besonders erfreut, dass eine enge Einbindung und Zusammenarbeit mit den bereits existierenden Projekten für LGBTI-Geflüchtete vorgesehen sei. Allerdings könne eine solche Gemeinschaftsunterkunft nur ein "Zwischenschritt hin zu einer Versorgung in Form von regulärem Wohnraum, kleinen Wohneinheiten und Wohngemeinschaften sein."

Der Antwort der die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zufolge habe die Bauphase bereits begonnen. Weiter heißt es: "Die Baufertigstellung ist zu November 2017 vorgesehen und die Inbetriebnahme ist im Dezember 2017 geplant."

Berlin hatte Anfang 2016 als erstes Bundesland eine Flüchtlingsunterkunft für LGBTI eingerichtet (queer.de berichtete). Inzwischen ist das Angebot ausgebaut worden.

Immer wieder hatten LGBTI-Aktivisten beklagt, dass Flüchtlinge, die sexuellen oder geschlechtlichen Minderheiten angehören, in Deutschland besonders hohe Hürden zu überwinden hätten. So träfen sie bei Anhörungen auf unsensible Bearbeiter oder homophobe Dolmetscher (queer.de berichtete). Dies betreffe nicht nur Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, sondern auch aus anderen homofeindlichen Ländern wie Russland.

In Gemeinschaftsunterkünften müssten sie außerdem oft mit Diskriminierungen, Beleidigungen und Gewalt rechnen. In diesem Monat wurde etwa der Fall von zwei jungen Flüchtlingen aus dem Nahen Osten bekannt, die bei der bayerischen Polizei Anzeige erstatteten, weil sie von einem Landsmann wegen ihrer sexuellen Orientierung mit dem Tod bedroht worden waren (queer.de berichtete). (cw)



#1 tomtomAnonym
  • 26.04.2017, 20:14h
  • Tolle Sache, aber müsst Ihr gleich die Adresse hier veröffentlichen ( und die Verantwortlichen natürlich auch)??? Da kann Homophobo ja gleich drauf warten bis die Brüder und Schwestern den Bau verlassen um sie abzupassen.... Dann ist sofort klar wer Opfer wird.
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#2 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 26.04.2017, 21:26h
  • Antwort auf #1 von tomtom
  • Wenn die Adresse geheim gehalten wird, kommen bestimmte Leute trotzdem darauf und dasselbe Szenario spielt sich ab.
    Wichtig ist, dass diese Flüchtlinge ein Zufluchtsort haben, wo sie vor dem schlimmsten sicher sind.
    Und diejenigen, die auf Angriff getrimmt sind, die finden leider immer eine Lücke.

    100% Sicherheit gibt es leider nirgendwo!

    Aber welche Schutzmaßnahmen für die Flüchtlinge getroffen werden, wissen wir vom Artikel nicht - deshalb muss man abwarten, was darüber berichtet wird.

    Ich hoffe, dass das über mehrere Bundesländer übergreift - und nicht nur in Berlin angeboten wird.
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#3 SebiAnonym
  • 27.04.2017, 09:11h
  • Gut, dass es diese Unterkunft geben wird, aber schlimm, dass solche separaten Ghettos überhaupt nötig sind.

    Stattdessen sollte man alle Flüchtlinge, die andere Flüchtlinge (egal aus welchem Grund) angreifen, sofort ausweisen. Wir brauchen hier nicht noch mehr Homohasser...
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#4 andreAnonym
  • 27.04.2017, 15:02h
  • Antwort auf #1 von tomtom
  • Falsch. Die Einrichtung gibt es, weil sie nicht sicher wahren vor Ihren eigenen Landsleuten mit einem ganz bestimmten Glauben. Bei Gewalt von der Straße, gegen schwul/lesbische Flüchtlinge baut man keine andere Unterkunft. Steht ja ausdrücklich das Wort "Übergriffe" dabei. Im letzten Abschnitt steht eigentlich alles.
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#5 OrthogonalfrontAnonym