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Schwules Paar in Tram attackiert

Polnische Facebook-Gruppe identifiziert mutmaßliche homophobe Schläger

Nur wenige Stunden, nachdem die Polizei Bilder einer Überwachungskamera veröffentlichte, gab es erste Hinweise.


Die Polizei Berlin hatte am Dienstag Bilder des homophoben Trios aus einer Überwachungskamera veröffentlicht (Bild: Polizei Berlin)

Im Zeitalter der sozialen Netzwerke kann sich niemand mehr auf die Anonymität der Großstadt verlassen: Über die Facebook-Gruppe "Polacy w Berlinie" (Polen in Berlin) mit über 26.000 Mitgliedern wurden am Dienstag wahrscheinlich zwei der drei mutmaßlichen Schläger identifiziert, die am 4. März ein schwules Paar in der Straßenbahn beleidigt und einem der Männer mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen haben sollen. Nur wenige Stunden zuvor hatte die Polizei Fahndungsbilder einer Überwachungskamera veröffentlicht sowie den Hinweis, dass sich das Trio auf Polnisch unterhalten habe.

Nachdem ein User einen "B.Z."-Artikel mit dem Fahndungsaufruf teilte, postete Gruppenmitglied Joanna B. als Reaktion Screenshots zweier Facebook-Profile. Die Profilfotos von Weronika D. und Mariusz G. haben sehr starke Ähnlichkeit mit der Frau und einem der beiden Männer aus dem Fahndungsvideo. Joanna B warf den beiden vor, als Kriminelle bekannt zu sein.

"Kannst du sie bitte der Polizei vorstellen?"

In der Facebook-Gruppe, in der die große Mehrheit der User die homophobe Tat verurteilte, wurde die öffentliche Identifizierung der mutmaßlichen Täter begrüßt. User Felipito E. kommentierte etwa: "Welch schöner Zufall. Kannst du sie bitte der Polizei vorstellen?"

Der 39-jährige Opfer der Tat war am 4. März gegen 1:45 Uhr mit seinem ein Jahr älteren Partner in einer Straßenbahn der Linie M10 in Richtung Warschauer Straße unterwegs. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem U-Bahnhof Bernauer Straße. Ermittlungen ergaben, dass die Gesuchten sich in der Tram in polnischer Sprache lautstark abfällig über Schwule äußerten und den Mann homophob beleidigten.

Einer der beiden Männer soll den 39-Jährigen im weiteren Verlauf angegriffen und ihm mit den Fäusten gegen den Kopf und Oberkörper geschlagen haben. Als sich der 39-Jährige zur Wehr setzte, soll die Frau von dem anderen Begleiter eine Bierflasche genommen und dem Mann damit auf den Kopf geschlagen haben. Anschließend flüchtete das Trio aus der Straßenbahn.

Hinweise zu dem Vorfall und den mutmaßlichen Tätern nimmt das Landeskriminalamt am Bayernring 44 in Berlin-Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664 953 128 oder per E-Mail an lka531@polizei.berlin.de entgegen. Den Fahndungsaufruf hatten auch die Kollegen vom plonischen Portal queer.pl aufgegriffen, LGBTI-Organisationen des Landes teilten den entsprechenden Artikel. (cw)



#1 Patroklos
  • 27.04.2017, 08:34h
  • Danke an die "Polen in Berlin", daß sie das Trio Infernale erkannt hat und ich hoffe, die Polizei nimmt sie bald fest!
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#2 SebiAnonym
  • 27.04.2017, 08:45h
  • Hoffentlich wird die dritte Person auch noch identifiziert.

    Und hoffentlich werden sie bald vor Gericht gestellt und bekommen eine saftige Strafe und nicht nur wieder so eine Wischi-Waschi-Strafe, wie das in Deutschland leider oft der Fall ist.
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#3 schwarzerkater
  • 27.04.2017, 09:26h
  • "... Joanna B warf den beiden vor, als Kriminelle bekannt zu sein. ..."
    dank der viedeoüberwachung werden vielleicht noch keine taten vermieden, aber es hilft bei der aufklärung enorm. und das sollten wir doch begrüßen, denn das macht den tätern klar, sie können nicht mehr so einfach abtauchen.
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#4 JuppAnonym
  • 27.04.2017, 09:28h
  • PERFEKT !

    Aber was unternimmt eigentlich die BVG, damit die Bahnen, Straßenbahn, UBahn und SBahn nachts sicherer werden? ???

    Von Bussen hört man wenig bis nichts. Die scheinen sicherer zu sein. Da gibt es ja auch einen unmittelbaren Kontakt zum Fahrpersonal.

    Also ich fahre im Moment doch lieber Bus, wenn es möglich und sinnvoll ist Auch wenns etwas länger dauert.
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#5 Homonklin44Profil
  • 27.04.2017, 09:50hTauroa Point
  • So wünscht man es sich, dass das klappen kann.Mit guten Bildern bzw. Video-Aufnahmen ist die Identifizierung kaum noch zu toppen, die Verwechslungsmöglichkeit ist bei bloßen Beschreibungen durch Zeugen höher.

    dobra praca. ( Nee ich kann kein polnisch, aber so paar Worte schnappt man hier und da schon mal auf ) ;o)

    Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln. JJa, Ideen gäbe es schon. Meistens gefallen sie niemandem, weil sie entweder die Bewegungsfreiheit eingrenzen, oder die Bekleidungsfreiheit beschneiden.
    Oder sie werden als zu radikal empfunden. Die freie Entfaltung muss anscheinend auch für Rabauken und Gewalt-Heini*innen überall bewahrt werden, damit die anständigen Leute ihre Freiheit behalten können.
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#6 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
#7 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 27.04.2017, 10:57h
  • So, Weronika heißt sie also - und kriminell. Kommt in ein anderes Land und attackiert!
    Dumm, dümmer, Weronika!!
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#8 Pascal GoskerAnonym
  • 27.04.2017, 12:22h
  • Hoffentlich werden diese Bastarde jetzt schnell dingfest gemacht und härtestmöglich bestraft.
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#9 PierreAnonym
#10 SebiAnonym
  • 27.04.2017, 15:41h
  • Wollen wir mal hoffen, dass die jetzt nicht in Polen untertauchen und die polnischen Behörden wegsehen...
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