Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28740

Schneller Erfolg nach öffentlicher Fahndung

Berlin: Homophobe Schläger sind identifiziert

Nach drei Tagen führte die Fahndung nach den Straßenbahn-Schlägern von Berlin zu einem Erfolg.


Die Polizei weiß, wer die drei Gesuchten sind – einer meldete sich am Donnerstag sogar auf einer Dienstelle (Bild: Polizei Berlin)

Nach einem homophoben Überfall Anfang März in einer Berliner Straßenbahn ist das per öffentlicher Fahnung gesuchte Trio von den Berliner Behörden identifiziert worden. Das teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft am Freitagnachmittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Einer der mutmaßlichen Täter habe sich am Donnerstag auf einem Polizeiabschnitt gestellt, die Identität des anderen gesuchten Mannes und einer gesuchten Frau habe festgestellt werden können. Zu diesen beiden Personen würden nun intensive Ermittlungen geführt. Die Behörden machten bislang keine weitere Angaben zur Identität der ermittelten Personen.

Der brutale Angriff auf einen schwulen Mann hatte sich am Morgen des 4. März ereignet (queer.de berichtete). Ein 39-Jähriger war gegen 1:45 Uhr mit seinem ein Jahr älteren Lebensgefährten in einer Straßenbahn der Linie M10 in Richtung Warschauer Straße unterwegs gewesen. Kurz vor dem U-Bahnhof Bernauer Straße sprachen ihn die drei Täter in der Tram an und fragten ihn, ob er schwul sei. Dies bejahte er.

Daraufhin beschimpfte das Trio den 39-Jährigen homophob und schlug ihm ins Gesicht. Bevor die Angreifer flüchteten, schlug ein Täter dem Attackierten noch eine Flasche auf den Kopf. Anschließend verließen die Drei die Tram am U-Bahnhof Bernauer Straße. Ermittlungen ergaben, dass sich die Gesuchten in der Tram in polnischer Sprache lautstark abfällig über Schwule äußerten.

Vielzahl von Hinweisen aus der Bevölkerung eingegangen

Nachdem die Ermittlungen der Polizei offenbar zu keinem Erfolg geführt hatten, veröffentlichten die Behörden am vergangenen Dienstag, gut sieben Wochen nach der Tat, Fotos und Videos der mutmaßlichen Täter, die von in der Bahn befindlichen Überwachungskameras gemacht worden waren (queer.de berichtete). Danach, so meldet die Polizei jetzt, sei eine Vielzahl von Hinweisen beim Polizeilichen Staatsschutz eingegangen.

An der Fahndung beteiligt hatte sich auch die Facebook-Gruppe "Polacy w Berlinie" (Polen in Berlin), die über 26.000 Mitgliedern hat. Ein Gruppenmitglied erkannte offenbar zwei der Gesuchten und postete Screenshots zweier Facebook-Profile, die sehr starke Ähnlichkeit mit der Frau und einem der beiden Männer aus dem Fahndungsvideo hatten (queer.de berichtete). (pm/cw)



#1 Homonklin44Profil
  • 28.04.2017, 18:03hTauroa Point
  • Das darf doch belobigt sein, dass das nach der Veröffentlichung der Aufnahmen doch so rasch ging. Das hätte man vielleicht eher so machen können.
    Nun bleibt zu hoffen, dass da was hinterher folgt, und nicht nur Verwarnungen oder kleine Geldstrafen draus werden, die solche Leute an der Seite weglachen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 OrthogonalfrontAnonym
#3 TheDad
  • 28.04.2017, 23:20h
  • Antwort auf #2 von Orthogonalfront
  • EU-Bürger genießen Niederlassungsrecht in der gesamten EU..
    EU-Bürger werden in der Regel nicht abgeschoben..
    Auch nicht nach einer Haftstrafe, deren Höhe ja in diesem Fall noch nicht einmal fest steht..

    Du schießt hier also erneut mit Kanonen auf Spatzen..
  • Antworten » | Direktlink »
#4 OrthogonalfrontAnonym
  • 29.04.2017, 09:34h
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • Mir schon klar, dass du gerne alle homophoben Schläger der Welt hier haben möchtest und dich dabei hinter geltenden Gesetzen versteckst, als wäre das Problem damit vom Tisch.

    Schon mal davon gehört? Gesetze kann man ändern!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 OrthogonalfrontAnonym
#6 AlexAnonym
#7 OrthogonalfrontAnonym
#8 heteroaberhomophilAnonym
  • 29.04.2017, 12:53h
  • Antwort auf #6 von Alex
  • Ich muss orthogonalfront prinzipiell Recht geben. Ob eine einmalige Pöbelei jetzt gleich für ein lebenslanges Einreiseverbot reichen sollte, sei mal dahin gestellt.
    Aber die Gesetze müssen für die eigene Bevölkerung gemacht und angepasst werden. Und diese wünscht sicher, daß sich Freizügigkeit nicht auf ausländische Kriminelle erstreckt.
    Keine Sorge: uns bleiben auch so noch genügend unangenehme Zeitgenossen übrig ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDad
  • 29.04.2017, 13:10h
  • Antwort auf #4 von Orthogonalfront
  • ""Mir schon klar, dass du gerne ""..

    Dir ist gar nichts klar..
    Denn sonst würdest Du hier nicht erneut versuchen die Verantwortung für die gesetzlichen vorgaben der EU mit persönlich in die Schuhe schieben zu wollen !

    Was soll dieser Unsinn ?
    Bist Du nicht in der Lage die Gegebenheiten so wie sie existieren als Fakt anzuerkennen ?

    Polen IST in der EU !
    Die polnischen Bürger die hier bei uns leben haben damit die gleichen Rechte wie DU und jeder andere HIER LEBENDE Bürger auch !

    Schau ins StGB, dort kannst Du dir dann ausrechnen wie hoch die Strafe sein könnte die jemand für eine Körperverletzung erhält, und ob die vorliegende Tat als "einfache" oder "gefährliche Körperverletzung zu werten ist, was dann nur für denjenigen Täter*in gilt, die die Flasche als Waffe eingesetzt hat..
    Dort stehen dann BIS ZU 4 Jahre Haft für die einfache, bis zu 10 Jahre Haft für die schwere Körperverletzung im Raum..
    Wenn die Täter*innen HIER IN der BRD nicht vorbestraft sind, erhalten sie dann höchstens Strafen bis zu 2 Jahren auf Bewährung, und eine Ausweisung ist allein schon wegen des Status eines EU-Bürgers kaum möglich..

    Reg Dich also bei Deinem persönlichem EU-Abgeordnete*m, Deinem persönlichem Bundestagsabgeordente*m auf, und nicht bei mir !

    ""Schon mal davon gehört? Gesetze kann man ändern!""..

    Jepp..
    Mach Vorschläge dazu und bringe die 28 EU-Staaten dazu dem zuzustimmen, denn hier gilt es dann nicht das StGB zu ändern, sondern zunächst das EU-Recht..

    Das betrifft dann allerdings auch Dich, denn mit der Freizügigkeit verbunden ist nicht nur das Niederlassungsrecht, sondern auch der "einfache Urlaub" auf Malle, den man dann mit solchen "generellen Regelungen zur Reisefreiheit der EU-Bürger" auch einen Riegel vorschieben kann..

    Deinen "einfachen Lösungen stehen auch hier wie immer komplexe Faktenlagen entgegen, was erneut aufzeigt wie gerne Du doch von der Wand bis zur Tapete denkst..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TheDad
  • 29.04.2017, 13:14h
  • Antwort auf #5 von Orthogonalfront
  • ""Sag das den Opfern am besten direkt auf den Kopf zu.""..

    Mit den meisten Opfern kann man durchaus differenzierter über "billige Rachephantasien" sprechen, als mit Dir..

    Dein Problem liegt in der Vermeidung des "durch-denkens" komplexer Situationen..

    Strafrecht schafft einen "Ausgleich" zwischen Täter und Opfer, regelt Schadenswiedergutmachung..

    Selbst für kleine Straftaten die größtmöglichste Rache einzufordern, etwa für den Diebstahl einer Tüte Bonbons einen Menschen auszuweisen und ihm damit die wirtschaftliche Sicherheit auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit zu nehmen, hat nichts damit zu tun..
  • Antworten » | Direktlink »