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Schuldspruch

Pornostar tötet Sugar-Daddy

David Meza tötete seinen reichen Geliebten, um mit seiner schwangeren Freundin dessen Vermögen verprassen zu können. Eine Jury sprach den 26-Jährigen nun wegen Mordes schuldig.


David Meza muss voraussichtlich den Rest seines Lebens hinter schwedischen Gardinen verbringen (Bild: Nextdoormale)

Der 26-jährige Pornostar David Meza, der für verschiedene schwule Labels vor der Kamera stand und als Callboy arbeitete, ist am Mittwoch von einer Geschworenenjury im südkalifornischen San Diego des Mordes an seinem wohlhabenden Liebhaber schuldig gesprochen werden. Ihm droht nun eine lebenslange Haftstrafe. Das Strafmaß soll am 7. August verkündet werden.

Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass Meza aus Habgier im Mai 2015 seinen 52-jährigen Liebhaber Jake Merendino im mexikanischen Rosarito mit 24 Messerstichen in Hals, Brust und Bauch ermordet hatte. Zuvor hatte Meza Merendino überzeugt, ihn als seinen Erben einzusetzen. Damit hätte der 26-Jährige eine Villa und eine Eigentumswohnung im Wert von 3,3 Millionen Dollar geerbt. "David Meza nahm einem Mann das Leben, der sich um ihn sorgte, ihn mit Geschenken überschüttete und sein Leben mit ihm verbringen wollte", erklärte Staatsanwältin Alana Robinson.

Im Verfahren kam heraus, dass Merendino seinen späteren Mörder 2013 getroffen hatte, als er gerade Urlaub in Mezas Heimatstadt San Diego machte. Er engagierte Meza zunächst als Callboy und verliebte sich daraufhin in ihn. Während dieser Zeit schenkte er Meza unter anderem einen VW Golf GTI, einen Nissan-Sportwagen und ein Motorrad. Bekannte des spendablen Liebhabers, der sein Millionenvermögen von seinen Eltern geerbt hatte, sollen misstrauisch geworden sein, da sich Meza nie mit Merendino in der Öffentlichkeit sehen lassen wollte und kein Interesse daran hatte, dessen Freunde kennenzulernen.

Meza führte ein Doppelleben


Jake Merendino wurde von dem Mann getötet, den er über alles liebte

Was zu dieser Zeit niemand wusste: Meza führte ein Doppelleben. In San Diego wohnte er, als er mit Merendino ausging, insgeheim mit seiner schwangeren Freundin. Die damals 20-Jährige, die er inzwischen geheiratet hat, soll ihm sogar bei dem Mord geholfen und ihm ein Alibi verschafft haben. Wegen ihrer Verwicklung in den Fall muss sich ebenfalls einem Verfahren stellen, das kommenden Monat abgeschlossen werden soll; ihr drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Meza hatte seine Pornokarriere im Jahr 2010 unter dem Namen Francisco beim Label Sean Cody gestartet. Später arbeitete er als Elder Gonzalez für Mormon Boyz sowie als Mario Romo für NextDoorStudios, Jake Cruise, Cocksure Men, Helix Studios und Ragion Stallion. Zum Ende seiner Karriere war er auch für SX Video und Sketchy Sex in Bareback-Szenen zu sehen. (cw)



#1 Jeff_StrykerProfil
  • 03.05.2017, 14:45hToyBoyTown
  • Die Tat selbst ist natürlich widerwärtig. Aber solche Geschichten muss man nun wirklich nicht romantisch verklären.

    Der Sugar-Daddy Jake Meredino hat nicht David Meza über alles geliebt, sondern seinen Körper.

    Und David Meza hat nicht die Liebe oder vermeintliche Geborgenheit von Meredino gesucht, sondern dessen Geld.

    Einfach gesagt, man hat sich gegenseitig benutzt.

    Meza, der sich nicht wirklich einen raffinierten Plan ausgeheckt hat, wird nun im Gefängnis die Bekannschaft von weit weniger spendablen Sugar-Daddys machen.... und sein Kind wird ohne Vater aufwachsen.
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#2 habemus_plemplem
  • 03.05.2017, 16:18h
  • Antwort auf #1 von Jeff_Stryker
  • Ich hoffe sehr, wenn ich mal 52 bin und wider Erwarten doch noch zu materiellem Reichtum gelange und tatsächlich eine Bereitschaft entwickle, für Sex Geld zu zahlen, werde ich immer noch imstande sein, mich zu verlieben.

    Und dass mir das dann noch jemand glaubt.
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#3 Benedictus
  • 03.05.2017, 16:42h
  • Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass ein heteroveranlagter Callboy, der sich, dafür dass er sich dazu überwinden muss, mit einem "überaus reizvollen" Freier zu schlafen, ein stattliches "Schmerzensgeld" auszahlen lässt, diese Liebe seines Freiers erwidert? Ich bin der selben Meinung des ersten Kommentators. Der Freier hat sich nicht in seinen Callboys verliebt, sondern in den Körper des Jungen verknallt. Hätte der Junge diesen Körper nicht gehabt, und wäre er 30 Jahre älter gewesen, die Frage des Bezahlens und des Verliebens hätte sich erledigt. Als Freier sollte man sich nichts vormachen, wenn man nicht unglücklich werden will.
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#4 LaurentProfil
  • 03.05.2017, 16:54hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Vertrauen missbrauchen, ausnutzen, verarschen, betrügen, ... töten.

    Dieser widerliche Typ kann doch nicht lange genug im Knast schmoren und die zuvor erwähnte "Bekanntschaft" anderer Männer machen, hat ihn allem Anschein nach sein Opfer doch tatsächlich geliebt.
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#5 habemus_plemplem
  • 03.05.2017, 18:06h
  • Antwort auf #3 von Benedictus
  • Eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Gefühle erwidert werden, hat wohl selten jemanden daran gehindert, sich zu verlieben.

    Zugegeben: Wenn man über 50 Jahre Lebenserfahrung gesammelt hat und gerade einen Batzen Geld für ein bisschen Sex auf den Tisch legen musste, dann glaubt man in diesem Moment wohl kaum an den Beginn einer Liebesbeziehung. So naiv wird niemand sein und das würde ich auch hier nicht unterstellen. Irgendwas muss ihn wohl irgendwann dazu verleitet haben, Vertrauen zu schöpfen und seine Schutzschilde herunterzufahren. Darüber könnte man jetzt viel spekulieren, darauf möchte ich allerdings verzichten.

    Ich sehe nur eben keinen Grund, wieso es grundsätzlich ausgeschlossen sein soll, dass die im Artkel beschriebene, vom Opfer gefühlte Liebe letztendlich (irgendwann) echt war.

    Auf Gegenseitigkeit beruhte sie allerdings "erwiesenermaßen" nicht. :-(
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#6 Homonklin44Profil
  • 03.05.2017, 18:53hTauroa Point
  • Dass der Typ noch mit der Erwartung eines so großzügigen Erbes den Hals nicht voll kriegen konnte, dürfte die Tat von ziemlich langer Hand kalkuliert erscheinen lassen. Wenn auch anders gelaufen, lässt es einen etwas daran erinnern, was mit Moosi damals passierte.

    Vielleicht hat dieser "Star" dem reichen Mann noch seine Liebes-Erwiderung vorgegaukelt, um ihn vollständig einzulullen, wie eine Spinne ihre Beute.

    Ekliger Mensch, und seine Olle ist auch nicht besser.

    Für Sex zu bezahlen finden meistens die Leute doof, denen er im Leben zufällt. Dass es auch reiche Leute gibt, die dafür löhnen, muss nicht deswegen sein, dass die denken, alles sei käuflich. Diese Zuordnung wirkt vielleicht darauf hinein, dass ihnen Liebesbeteuerung seltener geglaubt wird.

    Liebe scheint in den Fall allerdings tatsächlich vertrauensbild gemacht zu haben.
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#7 Patroklos
#8 schwarzerkater
  • 04.05.2017, 00:23h
  • David Meza wird, dank seinen Erfahrungen aus dem Pornogeschäft, im Knast bestimmt schnell "Anschluß" finden.
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#9 JarJarProfil
  • 05.05.2017, 15:06hKiel
  • Einen 26 Jährigen Pornostar als Freund haben, dem mit Geschenken fügig kaufen und sich dann noch dazu überreden lassen den als Haupterben einzusetzen. Da hatte jemand eine rosa Brille auf würde ich sagen. Schrecklich dass das so enden musste.
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#10 Patroklos