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Statistikbehörde veröffentlicht Zahlen

Neuseeland: Homo-Paare beflügeln Heirats-Tourismus

Der Inselstaat lockt viele heiratswillige Touristen an, die in ihrem Heimatstaat nicht heiraten dürfen: Fast die Hälfte der gleichgeschlechtlichen Paare, die in Neuseeland heiraten, wohnen im Ausland.


Neuseeland ist das einzige Land in der Region, in dem Schwule und Lesben heiraten dürfen (Bild: flickr / Thierry Leclerc / by 2.0)

49 Prozent der in Neuseeland geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen oder Verpartnerungen wurden von Paaren durchgeführt, die nicht im Inselstaat wohnen. Das hat die neuseeländische Statistikbehörde am Mittwoch mitgeteilt. Demgegenüber wurden nur elf Prozent der heterosexuellen Hochzeiten oder Verpartnerungen von Menschen geschlossen, die im Ausland zu Hause sind.

Besonders oft machen sich Australier auf den Weg zu den Kiwis: "Ehepaare aus Australien machen 58 Prozent der ausländischen gleichgeschlechtlichen Paare aus, die hierher kommen, um zu heiraten", erläuterte Peter Dohan von "Stats NZ". "Weitere 17 Prozent kamen aus China."

Insgesamt hätten sich im vergangenen Jahr 471 gleichgeschlechtliche Paare, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, das Ja-Wort gegeben. Dazu kämen 483 Paare, die in Neuseeland wohnen.

Der Anteil gleichgeschlechtlicher Eheschließungen oder Verpartnerungen unter Einwohnern Neuseelands betrug damit 2,4 Prozent – bei Paaren, die im Ausland wohnen, lag der Anteil mit 15,9 Prozent um ein Vielfaches höher.

Neuseeland ist – abgesehen von spärlich besiedelten britischen oder französischen Überseegebieten – das einzige Land im Umkreis von Tausenden von Kilometern, das die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet hat. Im benachbarten Australien gibt es bereits seit Jahren eine Debatte über die Ehe-Öffnung, allerdings scheiterte der Vorstoß bislang im Parteienstreit.

Paare können zwischen Verpartnerung und Ehe wählen

Der 4,2 Millionen Einwohner zählender Inselstaat Neuseeland hatte im Jahr 2006 eingetragene Partnerschaften (Civil Unions) eingeführt, damit gleichgeschlechtliche Paare anerkannt werden. 2013 öffnete das Land zusätzlich die Ehe für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). Homo- und Hetero-Paare wurden komplett gleichgestellt – Paare können sich seither unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung entscheiden, ob sie eine eingetragene Partnerschaft oder eine Ehe eingehen wollen.

Die Ehe und die Lebenspartnerschaft beinhalten praktisch die gleichen Rechte und Pflichten, weshalb sich die große Mehrheit für die Ehe entscheidet. Im vergangenen Jahr wurden laut der Statistikbehörde insgesamt nur 57 Civil Unions geschlossen (davon 39 verschiedengeschlechtliche), während es über 23.000 Eheschließungen gab. Der Anteil der Verpartnerungen lag damit bei 0,2 Prozent. (dk)



#1 Sven100Anonym
  • 04.05.2017, 16:59h
  • Was nützt es einem schwulen Paar, wenn es in Neuseeland heiraten darf, aber diese Ehe in dem Heimatland des Paares nicht anerkannt wird?
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#2 Homonklin44Profil
  • 05.05.2017, 02:20hTauroa Point
  • Da würde ich nicht nur zwecks Heiraten gern hinfahren, wenn es einen interessanten Lebenspartner dafür gäbe.

    Die in Deutschland nicht beachtete Ehe eines Neuseeländers mit einem Deutschen kann aber schon zu erheblichem Frust führen.
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#3 RobinAnonym