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Orlando

"Pulse" soll Gedenkstätte werden

Der Club, in dem im vergangenen Jahr 49 Menschen von einem Terroristen umgebracht wurden, soll nach dem Willen der Besitzerin der Nachwelt als Gedenkort erhalten bleiben.


In den nächsten drei Jahren soll auf dem Gelände des "Pulse" eine Gedenkstätte mit einem Museum entstehen (Bild: flickr / Daniel Ruyter / by 2.0)

Der LGBTI-Club "Pulse" in Orlando soll bis 2020 zu einem Museum und einer Gedenkstätte umgebaut werden. Das hat die Besitzerin Barbara Poma am Donnerstag auf einer Pressekonferenz angekündigt. Sie wolle damit dauerhaft einen Beitrag zur Aufarbeitung der Tragödie leisten.

Der islamistisch motivierte Attentäter Omar Mateen hatte am 12. Juni 2016 in dem Club 49 Menschen erschossen, über 50 weitere verletzt und Geiseln genommen, bevor er nach drei Stunden von Polizeibeamten getötet wurde (queer.de berichtete).

Breite Allianz soll Gedenkort umsetzen

Poma sagte, das Projekt werde vom neu formierten Vorstand ihrer nach dem Attentat gegründeten Wohltätigkeitsorganisation "onePULSE Foundation" geplant und umgesetzt. Dem Vorstand gehören neben lokalen Aktivisten auch der frühere 'N-Sync-Sänger Lance Bass und der schwule Ex-NBA-Star Jason Collins an. Ebenfalls im Vorstand sind lokale Geschäftsleute, darunter auch hochrangige Vertreter von in Orlando ansässigen Großunternehmen wie Disney World und dem Hard Rock Cafe.


Barbara Poma, hier bei einem TV-Interview im letzten Jahr, will die Erinnerung an das Attentat wach halten

Auf der Facebook-Seite der "onePULSE Foundation" wurde mitgeteilt, dass Poma sich für die geplante Gedenkstätte mit Experten getroffen habe, die bereits an der Errichtung der Gedenkorte in Oklahoma City für den Bombenanschlag auf ein Bundesgebäude 1995 und in New York City für den Anschlag des 11. September 2001 mitgearbeitet hätten. Über die Finanzierung wurden noch keine Angaben gemacht.

Eigentlich hatte die Stadt Orlando angeboten, das "Pulse"-Gebäude von der Besitzerin für mehr als zwei Millionen Dollar zu kaufen, um selbst eine Gedenkstätte zu eröffnen (queer.de berichtete). Allerdings hatte Poma den Verkauf abgelehnt. Auf der Pressekonferenz begründete sie diesen Schritt damit, dass sie sich nicht von dem Club trennen könne, weil er ihr und ihrer Familie so viel bedeute. Sie hatte den Club Anfang des Jahrtausends in Gedenken an ihren 1991 an Aids verstorbenen Bruder eröffnet. Seit dem Attentat vor knapp zehn Monaten steht das "Pulse" leer. (dk)



#1 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 10:28h
  • Sehr bewegend und zusätzlich tragisch, dass ausgerechnet dieser Club, entstanden als Erinnerung an ihren Bruder, dieses Massaker erleben musste.
    Und ich wäre gerne mal in diesem Club gewesen - war schon sehr cool :-)

    Die Idee mit der Gedenkstätte finde ich sehr passend.
    Es ist nur so dermaßen traurig, die Opfer und ihr Leben anzuschauen und zu wissen, wie sie aus dem Leben gerissen wurden :'-(

    Ich hab keine Ahnung wie ich mich fühlen würde, wenn ich durch das Museum ginge und mir diese Gedenkstätte anschaute... Was würde da auftauchen... Weinen, Entsetzen, Ärger, Angst, Trauer, unendliches Mitgefühl für die Opfer und ihre Angehörigen :-(
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