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Kommentare zu:
Naive weiße Narrative: Warum wir keine "Refugee Artists" sein wollen


#1 goddamn liberalAnonym
  • 13.05.2017, 09:57h
  • "Es ging nicht darum, keine Kritik am Islam zeigen zu wollen, sondern eher Islam und Homosexualität nicht als Gegensätze darzustellen, wie es in der Vorstellung vieler Weißer existiert, besonders in dieser Zeit des "Homonationalismus" und "Pinkwashing". "

    Das ist faktenfreie antisemitische Ideologie.

    Es ist nun einmal so, dass die Staaten dieses Planeten, die heute Homosexualität unter Todesstrafe stellen islamisch geprägt sind.

    Nicht weil der Islam der Islam ist, sondern weil der Islam eine abrahamische Religion ist und weil man dort den Säkularismus ablehnt.

    Pinkwashing ist ein Kampfbegriff von Antisemiten, die den jüdischen Staat, den Staat der Hauptopfergruppe der NS-Genozide, ablehnen und unterstellen, die aus ihrer Sicht schmutzigen Juden wollten sich waschen, indem sie LGTBI-Menschen leben lassen.

    Das ist schon deshalb faktenfrei, weil es in Israel die völlige rechtliche Gleichstellung gar nicht gibt.

    Wenn ein Iraner die brutalen Menschenrechtsverletzungen in seinem Land thematsiert, dann ist das sein gutes Recht.

    'Unsere' Exilanten haben das in den 30er Jahren auch getan. Unter anderem in der damals säkularen Türkei Atatürks.

    Also: Was soll das?
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#2 Paulus46Anonym
  • 13.05.2017, 12:06h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • @Goddamn liberal

    ""Es ging nicht darum, keine Kritik am Islam zeigen zu wollen, sondern eher Islam und Homosexualität nicht als Gegensätze darzustellen, wie es in der Vorstellung vieler Weißer existiert, besonders in dieser Zeit des "Homonationalismus" und "Pinkwashing". "

    --> Zwar gibt es vereinzelt auf der Welt einige wenige liberale Imame, die für homosexuelle Paare Trauungen in Ihren Moscheen anbieten ("in Deutschland ist dies aber bisher in keiner einzigen Moschee geschehen"), ABER 99,5 Prozent aller Moscheen dieser Welt würde ich als LGBT-feindlich eingestellt bewertem, wo Imame in Ihren Predigten im Unterschied zu vielen christlichen Kirchen des Protestantismus (Lutheraner, Unierte, Presbyterianer, Quäkertum, Waldensertum, Mennoniten), derAnglikanertums und des Altkatholizimus für homosexuelle Paare öffentliche Segnungsgottesdienste oder Trauungen ermöglichen. Gleiches gilt für Teile des Buddhismus und des Judentums (insbesondere des Reformjudentums in Nordamerika).

    *
    www.evangelisch.de/inhalte/111225/20-11-2014/segnung-homosex
    ueller-bunt-wie-ein-regenbogen?kamp=b-014


    Im Islam hingegen beobachten wir zunehmend in den letzten Jahrzehnten (seit 1979 mit der Iranischen Revolution der Ayatollahs bei den Schiiten) eine Radikalisierung und Politisierung, bei der homosexuelle Minderheiten regelrecht "unter die Räder" kommen.

    Und im Nahen Osten ist es gerade einmal das jüdische geprägte Israel, wo es zumindest einige Rechte für homosexuelle Paare gibt, während im Iran, in Saudi-Arabien, im Irak, in Jemen oder auch in Syrien Haftstrafen oder auch Todesstrafen bestehen. Daher halte ich auch nichts von diesen linken Fußgruppen/Organisationen, die letztes/vorletztes Jahr beim CSD in Kreuzberg ("Queer ist radikal": was für ein Schwachsinnsspruch) mitmarschiert sind und ein Boykott israelischer Waren forderten (DAS hat dort wirklich NICHTS auf einem CSD verloren) und gut das sich die Linken in Kreuzberg zerstritten haben und damit dieses antisemitische Treiben dort vorerst unterbunden wurde. Genauso unsäglich wie der neue Aussenminister Gabriel, der wie ein "Elefant im Porzellanladen" die über Jahrzehnte guten Beziehungen zu Israel massiv beschädigt hat.
    Aber so sind die Linken und selbst Teile der Sozialdemokraten, gerne driften Sie in den Antisemitismus ab und unterscheiden sich dabei dann manchmal nicht einmal mehr von den Rechtsradikalen mit Ihrem Antisemitismus.

    Das hingegen in erster Linie homosexuelle Menschen in islamisch geprägten Staaten weltweit leiden und dort Opfer brutaler Unterdrückung durch islamisch geprägte Gesetzgebung, der Scharia, werden, das kommt viel zu wenig in die Debatte; selbst beim LSVD auf der Jahreshauptversammlung werden solche Themen doch "lieber umschifft" und nur bei Aktivisten wie David Berger werden diese Zustände in islamisch geprägten Staaten lautstark ZU RECHT thematsiert.
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#3 MoskauMoskauAnonym
#4 johnAnonym
  • 13.05.2017, 13:21h
  • Großartig: erst über Othering faseln (im szeneüblichen Slang der wohlstandsverwahrlosten amerikanischen Elitestudenten wo dies ja entstanden ist) , dann aber hinsichtllich Weißer genau das betreiben.
    Und kommt mir jetzt nicht mit Eurem ausgedachten das ist aber ok, denn das ist ja für Nichtprivilegierte totales Empowering-Gelaber: Das ist nichts als ein Konstrukt, damit man sich guten Gewissens genau wie die Armleuchter verhalten kann, die man vorgeblich kritisiert. Offenbar fühlen sich Armleuchter generell ja immer immer am liebsten "empowered
    Auf den Antisemitismus in diesem Pinkwashing-Shit gehe ich erst gar nicht ein, sonst muß ich nämlich mal brechen.

    Am allerschlimmsten ist aber, daß queer.de dies alles einfach so unkritisch stehenläßt: Sonst wird jeder Buchstabe umgedreht, aber wenn es aus der genehmen Ecke kommt und der gedankliche Faschismus kann, wie wir eindrucksvoll illustriert bekommen, ja auch von Links erfolgen dann läßt man sich einfach vollsülzen und veröffentlicht. Beschämend.

    Regelrecht lustig hingegen finde ich, daß man zwar ansonsten an jeder Ecke seine New Norm-Bewußtheit zur Schau stellt, aber keinerlei Probleme hat, Paternalismus ausschließlich in dieser Form zu bezeichnen; dabei wird doch sonst an jeder Ecke in dieser Szene nach Genderneutralität geplärrt?! Aber klar, es gibt ja auch nur Student_Innen, niemals jedoch Täter_Innen...
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 13.05.2017, 14:41h
  • Antwort auf #4 von john
  • "im szeneüblichen Slang der wohlstandsverwahrlosten amerikanischen Elitestudenten wo dies ja entstanden ist."

    Die haben ihre hist. Probleme (Sklavenhaltung, Genozide an 'Native Americans', offene Rassendiskriminierung bis in die 60er, Vietnam, Irak etc.).

    Andere haben andere hist. Probleme (Vernichtungskriege in Osteuropa, Genozide an Europas Juden, Sinti u. Roma, rosa Winkel etc.).

    Und man kann unterschiedliche Probleme nicht mit denselben Worten ('Slang') bezeichnen.

    So ganz nebenbei: der arabische Sklavenhandel (Sansibar. Oman) ist auch nicht völlig zu vernachlässigen.
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#6 TheDadProfil
  • 14.05.2017, 01:28hHannover
  • Antwort auf #5 von goddamn liberal
  • ""Die haben ihre hist. Probleme (Sklavenhaltung, Genozide an 'Native Americans', offene Rassendiskriminierung bis in die 60er, Vietnam, Irak etc.).""..

    Bei dieser Einschätzung muß man auch mal daran erinnern das die überwiegende Zahl der nach Amerika deportierten Sklaven aus dem Norden Afrikas stammte, und vor allem durch afrikanische und arabische Beduinen-Stämme die Handel über das Mittelmeer trieben an die damaligen Kolonial-Herren der USA verkauft wurden, denn diese "Tradition" der Sklaverei stammt ursprünglich aus diesen afrikanischen und arabischen Gebieten der südlichen Mittelmeer-Anrainer-Staaten..
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#7 goddamn liberalAnonym
#8 TheDadProfil
#9 goddamn liberalAnonym
#10 OrthogonalfrontAnonym
#11 TheDadProfil
  • 17.05.2017, 09:59hHannover
  • Antwort auf #10 von Orthogonalfront
  • ""Ich!""..

    Die ständige Negation das Menschen die in arabischen Ländern geboren wurden dennoch nicht automatisch "Araber" sind, und diese zudem dann nicht ebenso automatisch "Muslime" sind, sondern auch "Christen" oder Atheisten sein können, entlarvt Deinen Unsinn hier immer wieder..
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