Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28822

Grand Prix aus Kiew

Eurovision-Finale 2017: Das sind alle Teilnehmer

ESC-Experte Jan Gebauer stellt euch die Songs des ESC-Finales vor und tippt, welche Länder bei der Jury und den Zuschauern punkten können.


Siegt Kristian (Bulgarien), Salvador (Portugal) oder Francesco (Italien)? Zwischen diesen Herren könnte es am Abend ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben

Ab 21 Uhr ist es im Ersten wieder soweit: In Kiew geht das Finale des Eurovision Song Contests über die Bühne. Auch auf eurovision.de kann man die große Show als Webstream genießen. Und endlich singt Helene Fischer für uns – leider aber nur vor dem Finale auf der Hamburger Reeperbahn beim "Countdown für Kiew" (ab 20.15 Uhr).

Außerdem bei dem Vorgeplänkel dabei sind die frühere ESC-Siegerin Nicole und neben Helene Fischer noch ein paar andere Acts, die sich lieber die Stimmbänder durchschneiden würden, als beim ESC für ihr Land zu singen: Mando Diao, Joy Denalane und Melanie C. Im Finale müssen wir uns mit Levina und ihrem "Perfect Life" begnügen.

Nun aber zur Übersicht aller Teilnehmer und wir starten mit den Armen des Abends:

1. Israel: Imri Ziv – "I Feel Alive"


Top oder Flop? Perfekte Party-Stimmung zum Auftakt – da geht mächtig die Post ab!
Homo-Faktor: Ein heißer Typ mit unrasierten Achseln und einem Dance-Kracher – was will man mehr?
ESC-Partywissen: Der schöne Imri war beim ESC 2015 und 2016 Backgroundsänger und Tänzer für Nadav Guedj und Hovi Star.
Prognose: Wird nicht um die vorderen Plätze mitsingen, denn die Jurys lassen sich davon nicht beeindrucken.

2. Polen: Kasia Mos – "Flashlight"
Top oder Flop? Die Frau kann singen! Aber der Song ist im Ohr nur auf der Durchreise.
Homo-Faktor: Den kreischenden Diven-Bonus spielen andere Länder besser aus.
ESC-Partywissen: Kasia sang bereits 2006 und 2016 vergeblich im polnischen Vorentscheid und ihr einziges Album "Inspination" liegt seit 2015 wie Blei in den Regalen.
Prognose: Schleppt sich gerade so über die Ziellinie und wird irgendwo hinten verenden.

3. Weißrussland: Naviband – "Story of My Life"
Top oder Flop? Die Show ist gut – aber bitte ohne Ton. Dieser Aua-Indie-Folk ist nicht auszuhalten.
Homo-Faktor: Arciom Lukjanienka ist der unaussprechliche Name des jungen Herren, der uns nur ein lauwarmes "hey, hey" entlockt.
ESC-Partywissen: Auch diese Band nahm 2016 beim heimischen Vorentscheid teil, wurde aber nur Vierter.
Prognose: Will irgendwer einen ESC mit Alexander Lukaschenko? Zum Glück ist das Lied doof und landet wohl nur aufgrund der heiteren Show im Mittelfeld.

4. Österreich: Nathan Trent – "Running on Air"


Top oder Flop? Toller Auftritt für Mondsüchtige: "Mein Lied ist dünn wie Papier, gebe ich lieber alles, dann achtet keiner mehr drauf!"
Homo-Faktor: Süßer Kerl, der auch unter seiner Bettdecke die Herzen zum Schmelzen bringt:
ESC-Partywissen: In Deutschland wollte man ihn nicht. Nathan, dessen Mutti übrigens Italienerin ist, gehörte zu den 33 Kandidaten für unseren Vorentscheid.
Prognose: Nichts für Saccharin-Hasser, aber wie im letzten Jahr ist ein guter Platz in der ersten Hälfte möglich.

5. Armenien: Artsvik – "Fly With Me"
Top oder Flop? Sehr gut choreographierter Ethno-Beitrag – ein Fest für die Augen. Hier stimmte im Halbfinale einfach alles. Klingt live sogar besser als auf der CD.
Homo-Faktor: Artsvik heißt auf Armenisch hoffentlich nicht das, was wir vermuten.
ESC-Partywissen: Armenien nimmt erst seit 2006 beim ESC teil, erreichte aber bereits sieben Mal die Top 10.
Prognose: Sticht heraus – ein Kandidat für die vordere Tableauhälfte.

6. Niederlande: OG3NE – "Lights And Shadows"


Bild: Thomas Hanses

Top oder Flop? Die Stimmen klingen wie auf der CD. Die Mädels geben insbesondere in der letzten Minute alles. Fast zu perfekt.
Homo-Faktor: Der große Strass-Moment für alle angehenden Drag-Queens.
ESC-Partywissen: Die Goldkehlchen gewannen "The Voice of Holland" und die Ähnlichkeit zu Wilson Phillips ist kein Zufall. Bei einer Pressekonferenz sangen sie "Hold on".
Prognose: Die Jurys werden es lieben! Könnte dadurch wie Polen letztes Jahr viele Punkte sammeln.

7. Moldawien: SunStroke Project – "Hey Mamma"
Top oder Flop? Die durchgeknallte Show mit Bräuten, die in ihre Sträuße singen. Herrlich!
Homo-Faktor: Blond gefärbte Jungs in eleganten Anzügen!
ESC-Partywissen: 2010 mit super Sax-Hook ganz hinten gelandet. Niemand wusste, dass es sie überhaupt noch gibt!
Prognose: Kein Siegersong, aber die Show wird die Zuschauer begeistern!

8. Ungarn: Joci Pápai – "Origo"
Top oder Flop? Roma-Jodel trifft auf moderne Dance-Beats. Es wird gegeigt, getanzt, Feuer steigt auf.
Homo-Faktor: Ein strammer, trommelnder Kerl! Ist das ein Gedenkzöpfchen an den frecherweise im Semi rausgewählten Montenegriner?
ESC-Partywissen: Nahm in Ungarn bei einer Show namens "Megasztár" teil, wurde aber keiner. Nach Jahren Pause hat er mit "Origo" endlich ein Superhit in seiner Heimat.
Prognose: Hält gut mit, wirkt aber eine Spur zu ambitioniert, um ganz vorne mitzuspielen.

9. Italien: Francesco Gabbani – "Occidentali's Karma"


Top oder Flop? Show, Song und Typ sind "molto bene". Der Überfavorit, auch wenn er in letzter Sekunde von Wettbüros hinter Portugal gesetzt wurde.
Homo-Faktor: Typ schmieriger Eisverkäufer, aber doch charmant und witzig.
ESC-Partywissen: Der San-Remo-Sieger war bereits 2016 in dieser Quasi-Vorentscheidung dabei und gewann den Newcomer-Preis. Single und Album sind seit Wochen auf Platz eins in Italien.
Prognose: Sehr geehrte Teilnehmer, bitte packen sie ihre Koffer – jetzt! Wird sich den Sieg kaum nehmen lassen, außer dem Portugiesen gelingt ein Wunder!

Direktlink | Francesco erklärt seinen Song

10. Dänemark: Anja Nissen – "Where I Am"
Top oder Flop? Was eine Stimme! Geschliffener Pop mit Feuerregen, bei dem die kecke Anja aus voller Brust singt und glüht.
Homo-Faktor: Ihr Vorbilder sind die Homo-Ikonen der 1990er Jahre, und das hört man: Céline Dion, Mariah Carey und Whitney Houston.
ESC-Partywissen: 2017, das zweite-Chance-Jahr, denn auch Anja scheiterte letztes Jahr im dänischen Vorentscheid. Davor gewann sie "The Voice of Australia", nachdem sie quasi sämtliche andere Talentshows im dortigen TV durchhatte.
Prognose: Mit Hilfe der Jurys gelingt ihr eventuell der Sprung in die vordere Hälfte.

11. Portugal: Salvador Sobral – "Amar pelos dois"


Top oder Flop? Ein herrlich entspannter Sänger, der eine wunderbar verträumte Ballade singt, die zu Herzen geht. Dafür braucht man nicht mal Portugiesisch zu verstehen.
Homo-Faktor: Ein bisschen schmuddelig sieht Salvador schon aus, aber man möchte ihn trotzdem sofort drücken.
ESC-Partywissen: Der beste Platz Portugals gelang 1996 mit Rang sechs. Das Land wartet seit 1964 auf einen Sieg – Rekord!
Prognose: Es gibt ein Kopf-an-Kop-Rennen mit Italien! Was ein großartiger Kontrast zum ausflippten Italiener.

Direktlink | Salvadors Lied mit eingeblendeten englischen Lyrics

12. Aserbaidschan: Dihaj – "Skeletons"
Top oder Flop? Hier passiert viel, ganz ohne großen technischen Aufwand. Eine avantgardistische Inszenierung und eine knallige Pop-Nummer.
Homo-Faktor: Optisch vielleicht etwas für die lesbische Leserinnen- und ESC-Zuschauerinnenschaft. Soweit es diese gibt und wir das einschätzen können.
ESC-Partywissen: Dihaj kommt eigentlich aus der Jazz-Ecke und scheiterte 2011 noch im aserbaidschanischen Vorentscheid.
Prognose: Top 10 müsste drin sein!

13. Kroatien: Jacques Houdek – "My Friend"


Top oder Flop? Wie ein musikalischer Auffahrunfall. Man will nicht hinschauen und schon gar nicht hinhören, muss aber. Bis es wehtut.
Homo-Faktor: Typ Rudolph Moshammer mit Frau und Kindern. Bezeichnete 2005 in einem Interview schwule und lesbische Paare als "krank" und ihre rechtliche Anerkennung als Vorstufe zu "Sodom und Gomorra". Betonte 2011, er sei nicht homophob und habe schwule Freunde; betonte jetzt in Kiew, die Interviewaussagen seien falsch und er hätte gegen das Magazin vorgehen sollen.
ESC-Partywissen: Eigentlich ein guter Sänger mit großem Erfolg in Kroatien. Wer hat ihn nur beraten?
Prognose: Er verzettelt sich gesanglich total, in drei Minuten überfordert er das Publikum mit seinem Hin und Her aus hoher und tiefer Stimme. Hinteres Drittel!

14. Australien: Isaiah Firebrace – "Don't Come Easy"


Bild: EBU / Thomas Hanses

Top oder Flop? Die schrecklichste hohe Note ever gab es bereits im Halbfinale (2:17). Ansonsten ein leider langweiliger Beitrag, der nur von dem sympathischen, blutjungen Sänger lebt.
Homo-Faktor: Niedlicher Junge von nebenan, der sich mit dem Österreicher um das smarteste Lächeln streitet.
ESC-Partywissen: Isaiah gewann "X Factor", hat elf Geschwister und ist halb Yorta Yorta und halb Gunditjmara. Was das ist? Zwei Stämme der Aborigines.
Prognose: Nach zwei sehr guten Ergebnissen wird Australien dieses Mal hinten einsortiert.

15. Griechenland: Demy – "This Is Love"
Top oder Flop? Harmloser Dance-Spaß, der mit lautem Background und sexy Tänzern von den mauen Lead-Vocals ablenken will.
Homo-Faktor: Die Oberkörper der Tänzer sind synchroner als deren Bewegungen.
ESC-Partywissen: Die schöne Demy ist bereits seit 2011 ein großer Star in ihrer Heimat und sang auch schon mit Klemmschwester Sakis Rouvas im Duett.
Prognose: Wird keine größere Rolle spielen und ein Plätzchen unterhalb der Top 15 einnehmen.

16. Spanien: Manel Navarro – "Do It for Your Lover"
Top oder Flop? Selten gab es einen solch einfallslosen Song aus Spanien. Grausamer Text, noch dazu fad gesungen. Aber die sommerliche Bühnenshow mit projizierten Surfbrettern und Palmen ist herrlich!
Homo-Faktor: Nicht mal ein gescheiter Latin Lover. Man kann aber den Ton ausmachen und seine strahlend blauen Augen und blonden Löckchen genießen.
Prognose: Bottom 5!

17. Norwegen: Jowst feat. Aleksander Walmann – "Grab the Moment"
Top oder Flop? Cool inszenierter Song, der allerdings wie ein Pausenfüller zwischen den Wertungen wirkt.
Homo-Faktor: Leadsänger Aleksander ist ebenso lässig wie putzig.
ESC-Partywissen: Deutschland kann aufatmen. Achtmal wurden wir bisher Letzter, Norwegen aber bereits elfmal.
Prognose: Modern und gut, aber trotz aufwendiger Effekte geht das Lied unter. Hier fehlt es an Herz.

18. Großbritannien: Lucie Jones – "Never Give Up on You"


Top oder Flop? Hier ist sie, die klassische Eurovisionsballade mit viel Pathos und schöner Stimme. Den Stoff zu ihrem Goldkleid hat sie bestimmt von der Tschechin aus dem ersten Halbfinale geklaut und zum Sack umgenäht.
Homo-Faktor: Vor exakt 20 Jahren gewann Großbritannien das letzte Mal – mit der heutzutage offen lesbischen Sängerin Katrina und ihren Waves ("Love Shine a Light").
ESC-Partywissen: Die Siegerin von 2013, Emmelie de Forest aus Dänemark, ist eine der Songschreiberinnen des Beitrags.
Prognose: Gut gesungen und auch passend in Szene gesetzt. Kommt einem bekannt vor? Schon 2014 landete Großbritannien mit einer Hymne, Goldregen und Goldkleid weit hinten.

19. Zypern: Hovig – "Gravity"
Top oder Flop? Wenn er auf dem Boden liegt und die Technik alles gibt, dann ist der Beitrag sogar richtig unterhaltsam. Ansonsten kein Song, den man unbedingt wiederhören möchte.
Homo-Faktor: Nicht gerade der Stern von Nikosia, aber noch ganz smart. Seine schlecht tanzenden Jungs sind leckerer.
ESC-Partywissen: Songschreiber Thomas G:son schrieb schon letztes Jahr den Beitrag Zyperns und wurde nur 21. Kein "Euphoria" für die Insel.
Prognose: Stampfend zogen die Zyprioten überraschend ins Finale ein. Dabei bleibt es auch.

20. Rumänien: Ilinca feat. Alex Florea – "Yodel It!"
Top oder Flop? Ein Unsinn, aber der charmanten Art. Jodel-Rap gab es auch noch nicht beim ESC und wir sind ja für jede Innovation dankbar.
Homo-Faktor: Fast so schöne Arme wie der Israeli, dafür mit Tattoo: Alex gehört zu den attraktivsten Kerlen im Finale!
ESC-Partywissen: Die Vorentscheidung in Rumänien gewannen Alex und Ilinca mit doppelt so viel Punkten wie der Zweitplatzierte. Rumänische Medien waren "not amused": Jodeln gehöre nicht zur rumänischen Kultur.
Prognose: Ein Platz unter den ersten Zehn ist drin!

21. Deutschland: Levina – "Perfect Life"


Top oder Flop? Eine talentierte Sängerin wird vorgeführt! Bei solch einer markigen Titelaussage hat man hohe Erwartungen, die nicht eingehalten werden. Der Song ist okay – solider Radio-Pop, der nicht wehtut. Levina ist eine gute Sängerin, die allerdings zuletzt Probleme mit ihrer Stimme hatte. Schiefe Töne, gepresste Höhen und nasale Verse. Auch die Inszenierung ist schlimm: Grauer Nebel trifft auf scheußliches, rückenfreies Kittelkleid. Levina sieht mit ihrer aufgetürmten Frisur wie eine 40-Jährige aus. Ein Trauerspiel!
Homo-Faktor: Das Kleid stammt von Dimitrios Kasimos. Bitte sein Foto-Archiv bei Facebook durchstöbern und weitere seiner Kreationen genießen. 2012 ist auch eine spindeldürre Levina dabei.
ESC-Partywissen: Eine Niederlage beim ESC ist nicht zwingend ein Karrierekiller. Ann Sophie und Jamie-Lee geben weiterhin Konzerte. Irgendwo trommelt man schon 200 Leute zusammen.
Prognose: Wir landen wieder hinten! Würden wir wieder Letzter, wäre das ein einsamer Rekord – nicht mal Finnland oder Norwegen haben das drei Mal in Folge geschafft.

22. Ukraine: O.Torwald – "Time"
Top oder Flop? "Mist, der ESC ist schon eine teure Angelegenheit. Komm, wir nehmen einen wenig melodiösen Rock-Song, dann gehen wir auf Nummer sicher und gewinnen nicht noch mal."
Homo-Faktor: Böse Rock-Buben, die mit ihren dünnen Armen kaum die schweren Gitarren halten können.
ESC-Partywissen: Bei einschlägigen Festivals trat die Band O.Torvald auch schon neben Linkin Park, Evanescence oder The Rasmus auf.
Prognose: Düster! Rock-Songs können als Outsider durchaus was reißen – siehe Türkei 2010. Aber dieser Song ist einfach zu schwach.

23. Belgien: Blanche – "City Lights"


Bild: EBU / Thomas Hanses

Top oder Flop? Der Song ist grandios, ihr dunkles Timbre à la Lana del Rey auch. Aber warum schaut sie so verschreckt? Zahnschmerzen? Mädchen, reiß dich zusammen!
Homo-Faktor: Die beste Freundin, die in ihrem Songtext unsere ständige Angst im Darkroom verarbeitet: "All alone in the danger zone – Are you ready to take my hand?"
ESC-Partywissen: Hohe Chartplatzierungen bei iTunes, Spotify und Amazon hat sie schon. Beim witzigsten Blog zum ESC, wiwibloggs, gewann sie außerdem die Wahl zum besten Video 2017.
Prognose: Wenn ein Wunder geschieht und die Zuschauer ihr Flehen und Zittern als Interpretation des traurigen Songtexts werten, kann sie ihrem Favoritenstatus gerecht werden. Verdient hätte es der Song!

24. Schweden: Robin Bengtsson – "I Can't Go On"
Top oder Flop? Hier gilt gleiches wie beim Italiener, der San Remo gewann. Das schwedische Equivalent, Melodifestivalen, gewinnt man nicht umsonst. Performance und Song sind auf den Punkt produziert.
Homo-Faktor: Smarte Jungs in Anzügen, etwas geleckt, etwas zu perfekt.
ESC-Partywissen: 2016 ebenfalls im schwedischen Vorentscheid und ein großes Comeback für den 2008 durch "Swedish Idol" bekannt gewordenen Sänger. "Constellation Prize" verkaufte sich sogar besser als sein Beitrag dieses Jahr.
Prognose: Kein Sieger, aber Top 10 ist wieder möglich.

25. Bulgarien: Kristian Kostow – "Beautiful Mess"


Top oder Flop? Erster Impuls: Was ein Milchbubi! Doch wenn er singt und die Inszenierung richtig in Gang kommt, dann wendet sich das Blatt. Ein ganz starker, charismatischer Auftritt.
Homo-Faktor: Süße 17, kecke Zahnlücke, muss aber noch einige Jahr auf die Weide.
ESC-Partywissen: Kristian ist der erste Sänger des ESCs, dessen Geburtsjahr mit einer Zwei beginnt. Das Alter ist auch einer der Gründe, warum ein spät bekannt gewordener Auftritt auf der Krim ohne Sanktion blieb.
Prognose: Singt auf dem Treppchen mit. Könnte Last Minute sogar Italien und Portugal in Bedrängnis bringen.

26. Frankreich: Alma – "Requiem"


Top oder Flop? Kleiner, feiner Song, der die Frische vom letztjährigen Beitrag mitbringt. Kein Wunder, wurde erneut von Nazim Khaled geschrieben.
Homo-Faktor: Die Jungs von wiwbloggs haben Alma besonders lieb und ließen keine Gelegenheit aus, mit der bezaubernden Dame Quatsch zu machen.
ESC-Partywissen: Amir aus dem letzten Jahr hatte auf Anhieb einen Superhit in Frankreich, sein Album ist seit einem Jahr in den Charts. Alma floppte bislang auf Platz 70.
Prognose: Schöne Frau im kleinen Schwarzen, doch die dünne Stimme und das schlechte Englisch kosten Punkte. Nach dem großartigen Bulgaren wird die arme Alma schlicht vergessen.


Und dann werden die Punkte vergeben…

Während der Auszählung der Stimmen treten u.a. Vorjahressiegerin Jamala und die frühere ukrainische ESC-Gewinnerin Ruslana auf, auch ein Wiedersehen mit Verka Serduchka und ihrer Mutter gibt es. Und dann wird es vermutlich sehr, sehr spannend:

Prognose Top 5 der Juries: Portugal, Italien, Bulgarien, Armenien und Aserbaidschan

Prognose Top 5 im Tele-Vote: Italien, Belgien, Schweden, Bulgarien und Portugal

Prognose Gesamt-Top-10 nach Startreihenfolge: Armenien, Moldawien, Ungarn, Italien, Portugal, Aserbaidschan, Rumänien, Belgien, Schweden und Bulgarien

Playlist-Direktlink | Ein Schnelldurchlauf der Proben aller 42 Beiträge, von 16 durfen wir und schon verabschieden



#1 PschoAngelProfil
  • 13.05.2017, 18:15hWesterstede
  • Ich hoffe sehr dass die sympatischen Niederländerinnen, die verrückten Rumänen oder die sehr starke Sängerin aus Azerbaidjan heute den Sieg holen. Ich tippe zwar auf Italien, hoffe aber nicht auf den portugiesen, finde den Song einfach zu eintönig und für mein Geschmack zu wenig gefühlvoll.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 MarekAnonym
  • 13.05.2017, 19:12h
  • Was ist eigentlich aus dem Regenbogendenkmal geworden? Ist das noch fertig gestellt worden oder hat man sich dem Druck des homophoben Mobs gebeugt?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 puschelchenProfil
  • 13.05.2017, 22:55hirgendwo in nrw
  • Irgendwie springt dieses Jahr so gar kein Funke bei mir über. Brüte wahrscheinlich einen Spunk aus...

    Spaßeshalber mal nen Zehner auf Australien...151:1...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 puschelchenProfil
#5 kuesschen11Profil
  • 13.05.2017, 23:40hDarmstadt
  • Es gab in den früheren Jahren des Esc interessantere Songs. Mir hat Israel am besten gefallen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 puschelchenProfil
  • 13.05.2017, 23:59hirgendwo in nrw
  • Und wir gehen wieder mit zero points nach Hause.

    Kann mal wer den Raab aus dem Ruhestand zurüchholen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Patroklos
#8 LedErich
#9 felix-cgnAnonym
  • 14.05.2017, 07:43h
  • Danke an den ESC-Experten Jan Gebauer! Im Nachhinein ist es interessant noch mal zu lesen, was er schreibt. Eigentlich hat Deutschland das "Tripple" und den musikalischen Tiefpunkt erreicht - und die Niederlage kommt zu recht. Wir sollten den anderen Ländern dankbar sein. Aber wird es Konsequenzen geben?

    Am Ende der Sendung äußert Peter Urban sich ratlos über das Ergebnis. Sein Kommentar, dass 69 % der Deutschen Levina und ihren Sing gewählt haben und er damit den Zuschauern die Schuld am Desaster zuschustern will, ist eine bodenlose Frechheit. In der deutschen Vorentscheidung wurde den Zuschauern überhaupt keine Wahl gegeben. Es gab fünf-Retorten-Kandidaten, die nicht einmal ein eigenes Lied hatten. Stattdessen standen nur zwei Lieder zur Auswahl! Beides Fastfood-Mist, wie es der portugiesische Sänger beschreibt.

    Offenbar ist der NDR-Chef Thomas Schreiber nicht in der Lage und gewillt, den Zuschauern eine wirkliche Wahl zu lassen. Er ist unfähig und/oder überfordert. Das zeigte schon die katastrophale Nominierung von Xavier Naidoo. Schon 2016 hatte der NDR für den ESC das Verfahren versucht, einen Künstler (Naidoo) ohne Publikum auszusuchen. Auch hier ist das Ergebnis bekannt.

    Apropos Peter Urban: Was ist aus dieser Legende geworden? Nichts ist übrig von seinem Esprit und bissig-amüsanten-unterhaltsamen Kommentaren. Staatstragend liest er jetzt seinen Text ab (original denselben bei Semi-Finale wie beim Finale).

    Wir brauchen einen Neustart. Als erstes muss NDR-Chef Thomas Schreiber gehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 herve64Profil
  • 14.05.2017, 08:23hMünchen
  • Der Siegertitel ist eine schallende Ohrfeige für alle Glitzi-Bitzi-Showjunkies, Anglophon-Fetischisten und sonstige Proleten, die einen Musikwettbewerb mit einem Fußballmatch verwechseln. Ich freue mich diebisch über den portugiesischen Sieg.

    Ach ja, enttäuscht bin ich von Deutschland, dass es mit dem Hattrick nicht geklappt hat: nur Vorletzter statt Schlusslicht? Das ist schwach.
  • Antworten » | Direktlink »