Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28823

Zeugen gesucht

Brutaler Überfall auf jungen Schwulen in München

Mitten im Szeneviertel ereignete sich in der Nacht zum Samstag eine homophobe Gewaltat – zuvor rissen die drei unbekannten Täter am "Sub" eine Regenbogenfahne ab.


Ein Freund veröffentlichte dieses Foto des Opfers auf Facebook

In München kam es in der Nacht zum Samstag zu einem schweren homophoben Überfall. Gegen ein Uhr fielen drei Männer auf, die zunächst vor dem Schwulenzentrum "Sub" in der Müllerstraße laut pöbelten und eine Regenbogenfahne samt Haltestange abrissen. Anschließend zogen sie weiter in Richtung der Schlagerbar "Prosecco" in der Theklastraße, vor der sie einen jungen schwulen Mann brutal zusammenschlugen.

Ein Freund des Opfers, das schwere Verletzungen am Kopf und im Gesicht erlitt, machte den Vorfall mit einem Facebook-Post öffentlich, der bereits über 2.000 Mal geteilt wurde. "Die Gruppe fiel vorher schon vor dem Sub durch homophobe Beleidigungen auf und belästigte dort diverse andere Gäste", heißt es darin. "Offensichtlich waren sie darauf aus, homophobe Randale zu begehen!"

Das Opfer Gregory G., das an dem Abend seinen Geburtstag feierte, bedankte sich für den Support und die zahlreichen Genesungswünsche: "Mir geht es den Umständen entsprechend gut, macht euch alle keine Sorgen, so schnell kann mich keiner runterreißen", schrieb er auf seinem privaten Facebook-Profil. "Jedoch macht es mich wahnsinnig traurig und gleichzeitig auch wütend, dass man heutzutage als Homosexueller diskriminiert wird."

Gesucht suchen nun Zeugen des Vorfalls. Wer Beobachtungen, Fotos oder Videos gemacht hat, die zur Identifikation und Ergreifung der drei Männer führen können, kann sich an die Polizeiinspektion München 11 unter Tel. (089) 290 80-0 oder an jede andere Dienststelle wenden. (cw)

 Update  14.5., 12.50h: Gewaltopfer benötigt Operation

Gregory G. schrieb in der Nacht an queer.de: "Mein Trichter unter dem Auge ist völlig zerstört, dadurch ist das Auge etwas verrutscht. Es muss operiert werden und ein künstliche Trichter wird eingesetzt." Das Auge selbst sei aber in Ordnung. "Leider ist aber meine rechte Nasenhälfte sowie ein Teil der Oberlippe ohne Gefühl", so Gregory. Er beschreibt den Haupttäter als Anfang 20, er habe blonde und schulterlange Haare gehabt und eine dunkle Cap und eine schwarze Jacke getragen. Die Polizei habe die Ermittlungen übernommen.



#1 HansekoggeAnonym
#2 RobinAnonym
#3 StretchingmasterProfil
#4 Karsten51Anonym
#5 JadugharProfil
  • 14.05.2017, 01:07hHamburg
  • Ich sehe sehr schwere Verletzungen am Auge. Falls er daran erblindet, dann sollen die Straftäter Aug um Aug möglichst viel blechen!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Patroklos
  • 14.05.2017, 01:35h
  • Das sieht ganz schön übel aus und hoffentlich gibt es Zeugen, die das Ganze beobachteten und dazu beitragen, daß die Täter gefaßt werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Jonny MüllerAnonym
  • 14.05.2017, 09:02h
  • Das ist furchtbar, dass man sich heutzutage als homosexueller fürchten muss diskriminiert und misshandelt zu werden. Ich habe noch die homophoben Zeiten erlebt in den 80zigern und mich auch oft vor Schwulenhassern verstecken müssen . Wie stolz und glücklich war/bin ich darüber, dass wir Homosexuellen in der heutigen Zeit mehr Rechte habe und offen unsere sexuellen Neigungen ausleben können. Ich hoffe, dass sich das Opfer sehr schnell erholt und dass die Täter gefasst und bestraft werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Ralph
  • 14.05.2017, 10:26h
  • Mich interessieren Einzelheiten. Die Typen hatten vorher vorm SUB randaliert und dort Leute belästigt. Rief man die Polizei? Saß man verschüchtert hinterm Schaufenster und warum leistete man keinen Widerstand? Das Prosecco ist beim SUB um die Ecke. Wieso wurde das Opfer angesichts der Gefahr allein gelassen?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 PeerAnonym
  • 14.05.2017, 12:03h
  • Nachdem es in den letzten Jahren stetige Fortschritte gab, wird es im Moment in atemberaubendem Tempo wieder dramatisch schlimmer.

    Deutschland ist kein sicheres Land mehr.

    Und die Hauptverantwortung dafür liegt bei der schwarz-roten Bundesregierung, die weiterhin LGBTI diskriminiert, was natürlich auch nicht ohne gesellschaftliche Folgen bleibt.

    Alle, die argumentieren, warum man LGBTI nicht gleichstellen dürfe und deren Unterstützer haben Blut an ihren Händen.

    Union und SPD müssen weg! Punkt!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Julian SAnonym
  • 14.05.2017, 12:26h
  • Hoffentlich erholt sich das Opfer wieder schnell und wird wieder ganz gesund.

    Hoffentlich werden die Täter bald geschnappt und härtestmöglich bestraft.

    Hoffentlich wacht die Politik endlich mal auf und unternimmt endlich etwas:
    mehr Aufklärung an Schulen, härtere Strafen bei Gewaltdelikten, rechtliche Gleichstellung die erfahrungsgemäß auch schnell die gesellschaftliche Akzeptanz erhöht, etc. etc. etc.
  • Antworten » | Direktlink »