Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28828

Podiumsdiskussion

Welche Allianzen brauchen wir gegen Rechts?

Am Dienstag laden die Volkshochschule Köln und der LSVD zur Veranstaltung "Dem Rechtspopulismus entgegentreten!" – queer.de diskutiert mit.


Protest gegen die AfD beim Kölner CSD 2016 (Bild: Raimond Spekking / wikipedia)

Am 16. Mai, dem Vorabend des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie, laden die Volkshochschule Köln und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) zur gemeinsamen Podiumsdikussion "Dem Rechtspopulismus entgegentreten!" ein.

Im Mittelpunkt steht die Gefahr, dass die in jahrzehntelangen Kämpfen errungenen Fortschritte bei der rechtlichen Anerkennung und gesellschaftlichen Akzeptanz von LGBTI wieder zur Disposition stehen. Mit diffamierenden Kampfbegriffen und faktenfreien Kampagnen wird bundesweit Stimmung gemacht gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten. Antifeministische Strömungen und religiös fundamentalistische Bewegungen verbinden sich mit homo- und transphoben Meinungen, die teils in der "Mitte der Gesellschaft" vertreten werden. Rechtspopulisten und Rechtsextreme machen in immer mehr Parlamenten Front gegen eine liberale und offene Gesellschaft.

Aber wie kann eine offene Gesellschaft verteidigt und ausgebaut werden? Welche Allianzen und Strategien braucht es gegen diese Politik der Ressentiments? Diese Fragen wollen Waqar Tariq (Liberal-Islamischer Bund), Carolin Hesidenz (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln), Micha Schulze (queer.de) und Stefanie Schmidt (LSVD) mit dem Publikum diskutieren. Durch den Abend führt Carolina Brauckmann von Rubicon.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im FORUM Volkshochschule im Kulturquartier am Neumarkt. Der Eintritt ist frei. (cw)



#1 Homonklin44Profil
  • 15.05.2017, 04:06hTauroa Point
  • Als mögliche Allianzen würde ich eben geradeso angefeindete Gruppen und deren Aktions-Organisationen bzw. Dachverbände, Zentralräte ect. vorschlagen.
    Zentralräte der Juden und der Sinti und Roma in Deutschland etwa, weil diese Menschengruppen mit ähnlichen Anfeindungen und einer Historie von Argwohn und Ablehnung ihnen gegenüber alltäglich umgehen müssen. Migranten, Menschen mit HIV und Aids, Menschen aus dem Trans- und Inter-Spektrum ... alle, die wegen ihrer Eigenschaften und natürlich lgitimen Art, zu sein, mit ähnlichen Phänomena zu kämpfen haben, könnte man da als Partner erwägen.

    Den die Vertreter der Rollback-Szene verunglimpfen doch alle, die ihnen nicht in ihr reduktives und vorgefertigtes Weltbild passen! Auch juden werden immer noch mit denselben uralten Schwachsinns-Thesengebilden behängt und entwürdigt, wie schon immer, auch den Zigeunern, sagt schon der mögliche Wortursprung von "Zieh, Gauner", werden immer wieder dieselben angeblichen Schlechtigkeiten unterstellt. Menschen mit Aids oder HIV-Positive, wir kennen das doch zur Genüge, wie sie geschnitten und verachtet werden ... immer wieder aus derselben Ecke heraus, wo auch die völlig verdrehten "Fakten" und völlig bescheuerten Konstrukte her kommen.

    Wobei oftmals rechtspopulistisch und religiotisch Hand in Hand spielen, ob nun Homophobie, Transphobie oder Xenophobie walten.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 OrthogonalfrontAnonym
  • 15.05.2017, 06:48h
  • Dieser "Liberal-Islamische Bund" schreibt in seinem Positionspapier zur Homosexualität: "Als absolut und nahezu immer tabuisiert galt lediglich der Analverkehr, alles andere war eine Frage der Interpretation."
    Womit dieser Bund unterstreicht, dass er völlig das unterstützt, was man heutzutage wohl als DIE ultimative Kernforderung des Islams bezeichnen muss: Arschficken verboten!
    Wer damit einverstanden ist, kann sich ja gerne mit diesem Bund zusammentun, ich bin es nicht!

    Hier geht's zu diesem geradezu phänomenalen Positionspapier:

    lib-ev.jimdo.com/inhalte-und-ziele/positionspapiere/

    Fairerweise muss man aber natürlich sagen, dass dieser Bund schon Lichtjahre weiter ist als der moslemische Durchschnitt.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 JoonasAnonym
  • 15.05.2017, 10:31h
  • Wer dem Rechtspopulismus entgegentreten will, muss in erster Linie die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst nehmen. Denn das ist es, was die Rechtspopulisten erst stark macht.

    Und wenn man dann diese Ängste und Sorgen äußert oder auf Dinge hinweist, die schief laufen, darf man auch nicht gleich "Faschist", "Nazi" oder "Rechts" schreien.

    Zwei Beispiele:

    1.

    Ja, die Mehrheit der Migranten ist absolut friedlich und integriert sich. Aber es gibt eben auch Migranten, die nur Probleme machen, die gewaltbereit sind und die sich gar nicht integrieren wollen. Dann muss man auch mal überlegen, ob man die wirklich haben will oder überhaupt verkraften kann. Gerade auch zum Schutz der friedlichen, integrationsbereiten Migranten.

    2.

    Letzte Woche war im Fernsehen ein Journalist, der Meinungen von Bürgern sammelt, was in diesem Land schief läuft. Der hat von einem Mann erzählt, der vier Kinder hat (es wollen doch immer alle, dass mehr Kinder geboren werden, um Renten- und Sozialsysteme langfristig zu sichern). Dieser Mann muss mit seinen 4 Kindern in einer 2-Zimmer-Wohnung weit außerhalb leben.

    Der fährt jeden Morgen 1 Stunde mit dem Fahrrad zur Arbeit (als Aufstocker, damit er wenigstens etwas mehr als Hartz IV hat) und abends nach 8 Stunden Maloche wieder 1 Stunde zurück, weil er sich kein Auto und nicht mal eine Monatskarte für den Bus leisten kann.

    Auf die Bitte, eine Wohnung zu bekommen, die wenigstens ein Zimmer mehr hat und die wenigstens ein bisschen näher an seiner Arbeitsstelle ist, wurde ihm gesagt, dass diese Wohnungen alle für Flüchtlinge reserviert seien.

    (Quelle Frühstücksfernsehen ZDF)

    Das waren nur 2 Beispiele.

    Man muss auch solche Probleme ernst nehmen und darf sie nicht unter den Teppich kehren. Denn wer sowas vertuscht, runterspielt oder nicht ernst nimmt, treibt solche Menschen letztlich nur in die Arme von Rechtspopulisten und gibt Rechstpopulisten erst die Munition für ihre Argumente.

    Und das schadet dann uns allen: uns LGBTI, den ärmsten Bürgern, den friedlichen Migranten, etc.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FennekAnonym
  • 15.05.2017, 11:28h
  • Wer die Rechten bekämpfen will, muss sich die Gründe ansehen, warum sie so stark sind.

    Wenn man sich mal erinnert:
    Die AfD war ursprünglich durch die Griechenland-Krise groß geworden. Nachdem die Griechenland-Krise dann halbwegs im Griff war, ist die AfD wieder sehr schnell unter 5% gefallen und stand schon kurz vor der Auflösung.

    Doch dann kam Merkels historischer Fehler:
    als massenweise Flüchtlinge in Ungarn festgehalten wurden und die Einreise nach Deutschland forderten, hat Angela Merkel dem nachgegeben. Das war auch erst mal richtig, denn das gebietet die Humanität.

    Aber Frau Merkel hat dann zwei große Fehler gemacht: Erstens wurden einfach die Grenzen geöffnet und es wurde unkontrollierte Zuwanderung erlaubt. Wenn man diese Leute ins Land lässt (wo ich auch dafür war) muss das zumindest geordnet ablaufen und man muss die Identität feststellen und dann auch die Flüchtlinge entsprechend verteilen. Zweitens wurde das nicht auf die Flüchtlinge in Ungarn begrenzt, sondern es wurde generell das Signal gegeben, dass jeder kommen kann. Es kamen auch Leute aus Gegenden, wo es keine Verfolgung gibt. Und oft genug wurden die jungen und starken nach Europa geschickt, damit die restliche Familie dann über den Familiennachzug gesichert hinterherkommen kann. Das mag alles verständlich sein, weil auch nicht verfolgte Menschen (Wirtschaftsflüchtlinge) sich ein besseres Leben wünschen, aber es hat dann zu den nicht mehr zu bewältigenden Massen geführt, die dann die AfD wieder stärker denn je gemacht haben.

    So haben wir heute die Situation, dass aufgrund der unkontrollierten Zuwanderung (und weil viele auch abgetaucht sind) niemand genau weiß, wieviele Migranten gekommen sind, von wo die kommen, wer das ist, etc.

    Und die anderen EU-Staaten haben aufgrund dieses Fehlers von Merkel natürlich dann dirchtgemacht, so dass man die Flüchtlinge auch nicht in der EU verteilen kann. Wieso sollen die auch für Merkels Fehler geradestehen, wenn Merkel sich auch nicht für sie interessiert hat...

    DAS ist der ideale Nährboden für rechte Rattenfänger. Nicht, dass hier notleidende Menschen aufgenommen werden. Sondern dass das ganze völlig unkontrolliert und chaotisch abgelaufen ist und eben auch nicht nur Schutzsuchende gekommen sind, sondern auch Menschen, die ganz andere Ziele haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 wiking77
  • 15.05.2017, 12:11h
  • Antwort auf #2 von Orthogonalfront
  • also ich bin ja schon mal von Moslems gefickt worden (anal) und das nicht schlecht. warum ich weiss, dass es Moslems waren? Nun, der eine hat mir gegenüber mal völlig zerknirscht zugegeben, dass schwuler Sex Sünde sei und Allah(!) das nicht möchte! Also, warum mach sich der sogenannte liberal-islami(ist)sche Block so nen kopf über Analverkehr?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 LesekompetenzAnonym
  • 15.05.2017, 12:51h
  • Antwort auf #2 von Orthogonalfront
  • "Dieser "Liberal-Islamische Bund" schreibt in seinem Positionspapier zur Homosexualität: "Als absolut und nahezu immer tabuisiert galt lediglich der Analverkehr, alles andere war eine Frage der Interpretation."
    Womit dieser Bund unterstreicht, dass er völlig das unterstützt, was man heutzutage wohl als DIE ultimative Kernforderung des Islams bezeichnen muss: Arschficken verboten!"

    Aus der bloßen Beschreibung einer historischen Situation abzuleiten, dass man das Beschriebene "unterstützt", ist entweder extrem dumm oder extrem bösartig.
    Wer lesen kann, der lese. Wer hetzen will und deswegen die Realität auf absurde Weise verdreht, der blamiere sich, wie er nur kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 GronkelAnonym
  • 15.05.2017, 15:00h
  • Antwort auf #3 von Joonas
  • "Man muss auch solche Probleme ernst nehmen und darf sie nicht unter den Teppich kehren. Denn wer sowas vertuscht, runterspielt oder nicht ernst nimmt, treibt solche Menschen letztlich nur in die Arme von Rechtspopulisten und gibt Rechstpopulisten erst die Munition für ihre Argumente."

    Das ist doch der Punkt, es ist doch nicht die enorme plötzliche Attraktivität des Rechten Spektrums die ihnen Wahlerfolge bringen, sondern die Menschen wenden sich mit grauen vom Linken Spektrum ab.
    Die geäußerten Probleme sind nicht einfach damit zu begründen, dass Politik nicht genug erklärt würde oder es nur ein Gefühl sei, wie es oft als anmaßende Begründung gegeben wird, im Gegenteil die Probleme sind handfest für jedermann seh- und erlebbar.
    Wenn die linken Parteien keine Antworten auf die Probleme der Zeit liefern obwohl sie lange genug die Möglichkeit hatten, werden sie weiter erodieren. Und das zurecht.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Julian SAnonym
  • 15.05.2017, 15:31h
  • Wenn man sich in den letzten Monaten die Entwicklung in den sozialen Medien oder auch hier bei den Kommentaren auf queer.de ansieht, dann fällt auf, dass immer mehr LGBTI durchaus auch die Union oder teilweise sogar die AfD wählen.

    Zunächst mal ist das völlig unverständlich, wie man Parteien wählen kann, die einen weiterhin diskriminieren wollen und die uns weiterhin unsere Rechte vorenthalten. Aber auf den zweiten Blick beweist das auch, wie groß die Angst bei vielen LGBTI ist. Angst vor Gewalt. Und dann verzichten viele wohl lieber auf ihre Gleichstellung als dass sie sich krankenhausreif prügeln lassen, bleibende Schäden haben oder vielleicht sogar sterben.

    Ob das wirklich bei homophoben Law-&-Order-Parteien besser und sicherer ist, sei mal dahingestellt, aber viele denken das zumindest.

    Das ist letztlich auch ein wenig der Fehler von SPD, Grünen und Linken, die mit falscher Toleranz gegenüber Straftätern viel zu oft Opfern ins Gesicht gespuckt haben. Es ist nicht links oder grün, ständig Verständnis für Gewalttäter zu haben und Gewalt immer mit "schwerer Kindheit", "sozial schwacher Herkunft" oder was auch immer zu relativieren.

    Und es ist auch Ergebnis eines völlig falschen Umgangs mit homophoben Migranten. Es gibt immer mal wieder homophobe Übergriffe in Flüchtlingsheimen. Teilweise sagen die Täter sogar ganz offen, dass Schwule sterben müssen, weil sie ihre Religion beleidigen. Aber dann müssen nicht etwa die Täter weg, sondern die Opfer.

    Ich will JEDEM, der hier leben will auch die Chance dazu geben und helfen so gut es geht.

    Aber dann können wir umgekehrt auch erwarten, dass die sich an unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung halten, die Gleichheit von Frauen, Juden, Homo-, Bi- und Transsexuellen akzeptieren und nicht gewalttätig werden. Wer das nicht will, kann eben nicht hier leben und sollte das Land verlassen müssen. Punkt. Alles andere schadet nicht nur den anderen Migranten, die sich an die Regeln halten, sondern das gefährdet letztlich den sozialen Frieden und macht dann die Rechten stark.

    Wenn Parteien des eher linken Spektrums sich ständig gegen Abschiebungen von gewaltbereiten Migranten sperren, dürfen sie sich nicht wundern, wenn die Rechten immer stärker werden und wenn dann letztendlich alle anderen Migranten ebenfalls darunter leiden.

    Und eh jetzt wieder der Einwand kommt, es gäbe auch homophobe und gewaltbereite Deutsche. Ja, selbstverständlich und die gehören dann auch entsprechend bestraft. Aber das heißt ja nicht, dass wir das Problem noch größer machen müssen.

    Wie gesagt:
    jeder, der hier leben will und sich an die Regeln hält ist mir herzlich willkommen und diese Menschen werde ich auch immer vor Rechten schützen. Aber das geht nur, wenn die faulem Äpfel unter den Migranten, die hier Gewalt und Angst verbreiten, die LGBTI oder Juden töten wollen, die hier einen "Gottesstaat" errichten wollen, etc. konsequent abgeschoben werden. Ansonsten droht noch viel schlimmeres...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 BeispielAnonym
  • 15.05.2017, 15:50h
  • Meine Patentochter ist an einer Schule mit hohem Migranten-Anteil. In ihrer Klasse sind nur 3 Mädchen die kein Kopftuch tragen. Die werden von den anderen Mädchen und auch einigen Jungen mit Migrationshintergrund als "Huren" beschimpft.

    Alles nur, weil sie so leben, wie sie leben möchten und wie es hier nun mal eigentlich üblich ist.

    Wundert es da noch jemanden, dass die Rechten Auftrieb haben?

    Da hilft auch kein Multikulti-Gelaber gegen solches Mobbing...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Paulus46Anonym
  • 15.05.2017, 16:14h
  • Als Allianzpartner schlage ich doch ganz klar vor, zum einem viel stärker die Organisationen der evangelischen Landeskirchen "ins Boot zu holen". Die Landeskirchen der EKD sind mittlerweile im Jahre 2017 sehr LGBT-freundlich aufgestellt und haben beispielsweise sehr lobenswert die Trauung in der Landeskirche Rheinland und in der Landeskirche Berlin-Brandenburg oder auch in Hessen-Nassau und Baden ermöglicht und in den meisten anderen der 20 Landeskirchen wurden kirchenrechtlich Segnungsgottesdienste ermöglicht.

    Die LGBT-Organisationen sollten daher, so wie die Organisation HuK seit vielen Jahren macht, noch viel stärker mit den evangelischen Kirchen und deren Organisationen (Diakonie, usw.) zusammenarbeiten, das kann ich nur sehr, sehr empfehlen und raten.

    Und abraten kann ich vor allem davon, so mit linken autonomen Splittergruppen zusammenzuarbeiten, die wie in Berlin Kreuzberg zum "Boykott israelischer Waren" aufrufen, was zutiefst antisemitisch ist und bei der Geschichte des Holocaust NICHTS auf CSDs verloren hat und zu einer massiven Zerstittenheit in der LGBT-Community führt. Solche linken -mitunter antisemitischen -Splittergruppen brauchen wir echt nicht in unseren Reihen.
  • Antworten » | Direktlink »