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Der Homo-Hasser twittert

Bushido beleidigt Levina

Nach dem schwachen Abschneiden Deutschlands beim Eurovision Song Contest tritt der Rüpel-Rapper nach. Manche Medien sehen darin sogar eine Bewerbung des 38-Jährigen für den nächstjährigen ESC.


Bushido in einem Interview in der ZDF-Show "Markus Lanz" (Bild: Screenshot ZDF)

Nicht nur US-Präsident Donald Trump spielt den Twitter-Troll, auch Deutschrapper Bushido weiß, wie man andere in 140 Zeichen beleidigt. Am Sonntag schrieb der 38-Jährige: "Gratuliere Levina zum vorletzten Platz. Starke Leistung, du Null!" Dazu schrieb er die Hastags #ESC2017 und #Eurovision. Für diesen Eintrag hat er binnen eines Tages bereits über 1.000 Likes erhalten, weit mehr als für andere Posts.



Levina hatte mit "Perfect Life" beim Eurovision Song Contest nur den 25. Platz erreicht und wurde damit Vorletzte. Immerhin war sie besser als die deutschen Beiträge von Jamie-Lee ("Ghost") und Ann Sophie ("Black Smoke"), die in den beiden Vorjahren auf dem letzten Platz landeten. Das erneute schlechte Abschneiden hatte in sozialen Netzwerken und Medien zu viel Kritik am NDR, zur Auswahl des Titels und zu seiner Inszenierung geführt, insgesamt aber zu wenig Kritik an der Sängerin selbst.

Bushido hatte seine musikalische Karriere auch auf Beleidigungen und Abwertungen anderer begründet, aber auch auf Hass auf Homosexuelle. So sorgte er vor zwölf Jahren mit seinem Songtext "Ihr Tunten werden vergast" für Aufregung im ganzen Land, allerdings mit einer Ausnahme: die Staatsanwaltschaft wollte ihn nicht anklagen (queer.de berichtete). Auch später provozierte er immer wieder – etwa als er 2007 bei einem "Anti-Gewalt-Konzert" Schwulen und Lesben den Mittelfinger entgegenstreckte. Auch in den letzten Jahren gehörten homofeindliche Texte noch zu seinem Standardrepertoire ("Du Schwuchtel wirst gefoltert").

Manche Medien befürchten bereits, dass sich Bushido nach dem schlechten Abschneiden offenbar beim NDR anbiedern könnte und darauf hoffe, Deutschland beim ESC zu vertreten. So schreibt web.de:

Oder vielleicht doch eine Bewerbung? Kann und will er es besser machen im nächsten Jahr? Bushido auf der ESC-Bühne – DAS wäre wirklich mal ein Knaller.

Der homophobe Musiker beim bei Schwulen so beliebten Song Contest? Daraus wurde zurecht schon bei Xavier Naidoo nichts. (cw)



#1 StretchingmasterProfil
  • 15.05.2017, 11:55hEssen / Holsterhausen
  • Dieses Etwas hat doch in der Showbranche nichts zu suchen. Pöbeln, stänkern, beleidigend, teilweise Volksverhetzend.

    Ja, es war nicht gerade eine Glanzleistung von unserer Teilnehmerin und die Punkte haben das auch wiedergegeben.

    Aber jemanden dann noch so zu beleidigen geht gar nicht. Vor allem wenn man selbst nichts weiter kann.

    Und beim ESC will ich den auch nicht sehen. Wenn so einer Deutschland vertritt, dann wirft das ein ganz ganz schlechtes Bild. Von so jemandem will ich nicht repräsentiert werden. Das wäre beschämend.

    Der Typ gehört weggesperrt oder abgeschoben. Auf jeden Fall sollte er keine Plattform gekommen...

    Schönen Tag noch
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#2 nichts wie hinAnonym
  • 15.05.2017, 12:08h
  • Der ESC kann auf sowas verzichten,
    die Taliban oder der IS nehmen ihn mit Kusshand vermut ich mal als Frontsaenger
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#3 SnowflakeAnonym
  • 15.05.2017, 12:30h
  • Ich kann diesen Typ ja nun echt nicht leiden, aber ich verstehe auch nicht wie man sich ueber diesen Tweet so aufregen kann.
    Die ganzen Schneefloeckchen die sich darueber aufregen "weil der Mann im Internet was boeses gesagt hat" sollten mal lernen zu Differenzieren.

    Mal wieder ein Beispiel par excellence fuer das was "Beissreflexe" zu recht kritisiert.
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#4 MarcAnonym
  • 15.05.2017, 13:22h
  • Der NDR hat bestimmt kein Problem mit ihm. Wer Naidoo nominiert und erst nach wüsten Protesten zurückzieht, hat echt den Schuss nicht gehört. Herr Schreiber kann die zwei ja dann im Duett auftreten lassen, vielleicht Beatrix Storch noch an die Triangel und Bernd Höcke als Background-Schnipser?
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#5 Sven100Anonym
  • 15.05.2017, 16:06h
  • Egal, wer Deutschland beim nächsten Eurovision Song Festival vertreten wird, über einen der letzten Plätze wird auch er nicht hinauskommen.
    Die Deutschen sind im europäischen Ausland mehr als unbeliebt. Vor allem mag kaum ein Europäer Angela Merkel. Diese reist mit Koffern voller Geld durch Europa und verteilt großzügig Millionen. Diese Überheblichkeit widert die anderen an (sh. Griechenland).
    Levina ist sympathisch, hat gut gesungen und bei ihrem Auftritt keine Fehler gemacht. Sie konnte keinen besseren Platz ersingen, weil sie eben eine Deutsche ist.
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#6 Humanist111Anonym
#7 Homonklin44Profil
#8 SabSchwanczarEhemaliges Profil
  • 15.05.2017, 20:48h
  • Zitat:
    "Der homophobe Musiker beim bei Schwulen so beliebten Song Contest?"

    Da habe ich ja endlich die Erklärung dafür, dass mir der Song Contest glatt am Arsch vorbei geht.

    Ich interessiere mich nämlich nicht für Männer.

    Und was Bushido betrifft:
    Auch wenn dieses Milchbubigesicht wohl kaum als Mann durchgehen dürfte, für eine Frau reicht es bei ihm auch nicht.
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#9 easykeyProfil
#10 TheManneken
  • 15.05.2017, 22:31h
  • Antwort auf #5 von Sven100
  • Vielleicht sollte Deutschland nach Jahren voll Peinlichkeiten einfach mal wieder einen Künstler zum ESC schicken, der auch authentisch ist und keinen Song aus dem Baukasten vorträgt. Mag sein, dass der ESC in gewissem Rahmen auch politisch ist... dies ist aber kein Grund, dass Deutschland die letzten Jahre immer die letzten Plätze belegt. Ich hätte am Samstag auch nicht für uns angerufen.
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