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Nach sechs Monaten U-Haft

Augsburg: Schwules Paar vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen

Ein schwuler Mann beschuldigte ein gleichgeschlechtliches Paar, ihn bei einer Party vergewaltigt zu haben. Doch offenbar war das ganze nur ein Missverständnis im Vollrausch.


Sechs Monate musste ein schwules Paar in Untersuchungshaft verbringen, bevor der rettende Freispruch kam (Bild: Markus Daams / flickr / by-sa 2.0)

Ein schwules Paar ist am Montag vor dem Landgericht im schwäbischen Augsburg nach Angaben der "Augsburger Allgemeine" vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Für die Angeklagten, einen 33-jährigen Hotelfachmann und einen 35-jährigen Maurer, endet damit eine lange Tortur: Die beiden hatten die letzten sechs Monate in Untersuchungshaft verbringen müssen. Sie wurden sofort nach der Urteilsverkündung freigelassen. Für ihren U-Haft-Aufenthalt enthalten sie nun aus der Staatskasse eine Entschädigung von je 25 Euro pro Tag.

Der Vorfall hatte sich am Morgen des 16. September 2016 in der Privatwohnung des seit 2013 verpartnerten Paares ereignet. Eine Gruppe schwuler Männer ließ sich dort ab 5 Uhr morgens volllaufen, nachdem sie bereits zuvor in einem Club gefeiert hatten.

Das vermeintliche Opfer beschuldigte das Paar laut Anklageschrift, ihn unter einem Vorwand ins Schlafzimmer gelockt zu haben. Dort sei der Mann festgehalten, mit einem Baseballschläger bedroht und brutal vergewaltigt worden. Laut den Angeklagten habe es sich aber um einvernehmlichen Sex gehandelt.

Das Gericht konnte die genauen Umstände nicht ermitteln – auch, weil die Zeugenaussagen der anderen Gäste wegen lückenhafter Erinnerung nicht sehr zuverlässig waren. Zudem verstrickte sich das vermeintliche Opfer – das sich erst am Nachmittag vom angeblichen Tatort abholen ließ, nachdem es seinen Rausch ausgeschlafen hatte – während des Verfahrens in Widersprüche.

Am Ende des Prozesses forderten sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung einen Freispruch. Richter Claus Pätzel beschrieb den Vorfall als Anreihung von Missverständnissen und erklärte, es sei offenbar "zu wenig kommuniziert" worden, was man im Bett wolle und was nicht. (cw)



#1 RommelMUCAnonym
#2 DizzydevilAnonym
#3 TomtomAnonym
  • 16.05.2017, 17:23h
  • Kommen Heteros auch 5Monate in U-Haft weil wegen einer vermeintlichen Vergewaltigung ermitelt wird???
    Zu dem diese jawohl nie einschlägig Vorbestraft waren.. 25 am Tag- lächerlich für die Schmach jetzt überall im Bekanntenkreis einen Stempel aufgedrückt zubekommen, und ein langjähriges Beschäftigungsverhältnis verloren zuhaben...
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#4 Patroklos
  • 16.05.2017, 21:41h
  • Ich hoffe, daß das schwule Paar denjenigen, der sie zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigten, wegen falscher Verdächtigung anzeigen und dieser dann auch seine gerechte Strafe bekommt!
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#5 easykeyProfil
#6 tomtomAnonym
  • 17.05.2017, 08:30h
  • Antwort auf #5 von easykey
  • Wenn schon Klugscheißen dann richtig:
    Ich bin "Augschburger", also SCHWABE aber koi "Gelbfiasler" ned, des sin bei uns de Würtemberger...
    Ein Franke wird sich auch nie als Bayer sehen...weshalb er den Fürther hasst- die schreiben sich "Fürth in Bayern" auf´s Ortsschild,
    sind als Nestbeschmutzer.
    In Ba-Wü ist das doch genauso.

    WAS SICH LIEBT DAS NECKT SICH-FREUNDE!
    Bevor hier gleich ein Bayer-Shitstorm ausbricht.

    OFF Topic-SORRY...
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#7 LokalkoloritAnonym