Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28852

Int. Tag gegen Homo- und Transphobie

Ukraine: Neonazis greifen IDAHOT-Kundgebung an

Der IDAHOT 2017 verlief am Mittwoch überwiegend friedlich. In der Ukraine wurden allerdings in zwei Städten störende Neonazis festgenommen, in Peru kesselte die Polizei LGBTI-Aktivisten ein.


Homofeindlichkeit am Internationalen Tag gegen Homophobie – diesmal kommen die Bilder aus Charkiw in der Ukraine

Am Mittwoch begingen Menschen weltweit den Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT). Im Vergleich zu so einigen Vorjahren blieb es dabei überwiegend friedlich, aber leider nicht überall. Einige Eindrücke des Tages:

Ukraine

In der zweitgrößten Stadt der Ukraine, Charkiw, haben am Mittwoch mehrere nationalistische Jugendliche eine Kundgebung zum IDAHOT angegriffen, Teilnehmer beschimpft, eine Regenbogenflagge in Brand gesetzt und sich mit Polizisten geprügelt.


Dabei wurden zwei Beamte verletzt. Während die Kundgebung abgebrochen wurde und ihre Teilnehmer durch die Polizei evakuiert wurden, nahmen die Beamten rund zehn Nationalisten fest.


Auch in Cherson versuchten Nationalisten, eine Kundgebung von LGBTI-Aktivisten zu stören und zu verhindern.

Die Polizei schützte aber den vorab angemeldeten Protest mit einer Mannschaftsstärke.


In Kiew fand nur eine kleine IDAHOT-Kundgebung am Bogen der Völkerfreundschaft statt, dessen umkämpfte Regenbogenverkleidung zum Eurovision Song Contest bereits wieder abgenommen worden war.

Wie in einigen anderen Ländern veröffentlichten einige EU-Botschaften, darunter die deutsche, eine unterstützende Erklärung zum IDAHOT und zum im Kiew noch bevorstehenden Haut-Event: dem Kyiv Pride im Juni. Für diesen wird weiter um Spenden gebeten.

Russland

In St. Petersburg verlief die jährliche Kundgebung zum 17. Mai auf dem Marsfeld ohne Störungen durch Polizei oder Nationalisten ab. Das war in den Vorjahren nicht immer so, auch hatte die Polizei erst vor wenigen Wochen LGBTI-Proteste u.a. zu Tschetschenien im Rahmen der allgemeinen 1.-Mai-Kundgebung durch die Festnahme etlicher Teilnehmer verhindert (queer.de berichtete). Das russische LGBT Network meldete am Dienstag, die Schwulenverfolgung in Tschetschenien könnte inzwischen ausgesetzt worden sein – dafür übten die Behörden nun Druck auf Angehörige aus, um Untersuchungen zu verhindern (queer.de berichtete). Ein kleinerer IDAHOT-Protest in Moskau und ein noch kleinerer in Rostow am Don verliefen am Mittwoch ebenfalls ohne Zwischenfälle.


Georgien

Den traurigsten IDAHOT-Protest des Tages in Europa gab es vielleicht in Tiflis – mit einem kurzen Kunstflashmob mit drei Sensenmännern, die als Politik, Gesellschaft und Kirche eine Vertreterin der Community erledigen (eine weitere Kundgebung erzielte später rund 200 Teilnehmer und rund 30 Gegenprotestler, die meisten von ihnen orthodoxe Priester). In den letzten Jahren waren IDAHOT-Proteste in der Stadt in Festnahmen und einmal in regelrechten Ausschreitungen geendet (queer.de berichtete).


Peru

Twitter / aguilarcarlos7

Nach europäischer Zeit zu später Stunde wurde bekannt, dass die Polizei in Lima eine friedliche Kundgebung von LGBTI-Aktivisten in Regenbogenfarben unterbunden und eingekesselt hat.

Die Aktivisten wollten vor dem Parlament protestieren und auf Gewalt und Diskriminierung aufmerksam machen: Zwischen 2008 und 2016 seien über 100 LGBTI ermordet worden, allein im letzten Jahr habe es acht Hassverbrechen und 43 Angriffe gegeben.



#1 JoonasAnonym
  • 18.05.2017, 08:01h
  • Die Ukraine gehört definitiv nicht in die EU.

    Wir haben durch die vorschnelle EU-Ost-Erweiterung schon genug Homohasser in der EU. Das müssen nicht noch mehr werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Patroklos
#3 Tommy0607Profil
  • 18.05.2017, 18:59hEtzbach
  • Diese Braune Seuche ist Weltweit , die Schlimmste Krankheit . Rechtspopulisten waren und sind nur widerliche "Menschen"!
  • Antworten » | Direktlink »