Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28875

Fußball-Bundesliga

Ewald Lienen: Schwuler Spieler hätte "Kultstatus am Millerntor"

Der Cheftrainer des Zweitligisten FC St. Pauli kritisiert Homophobie im Profifußball, nimmt seinen eigenen Verein davon jedoch aus.


Ewald Lienen ist seit Dezember 2014 Cheftrainer des FC St. Pauli. (Bild: FC St. Pauli)

Gegen ein schwules Coming-out in seinem Verein würde es nach Auffassung des ehemaligen Fußballprofis und heutigen Cheftrainers des FC St. Pauli Ewald Lienen keine Widerstände geben – im Gegenteil: "Wenn sich bei St. Pauli ein Fußballer als homosexuell outen würde, der würde Kultstatus am Millerntor bekommen", meinte der 63-Jährige im Interview mit der "Bild am Sonntag".

Fans anderer Vereine seien jedoch nicht so akzeptierend, kritisierte Lienen: "Wenn der gleiche Spieler dann in ein anderes Stadion einläuft, möchte ich nicht die Hand dafür ins Feuer legen, was mit ihm passiert. Natürlich würde ich mir wünschen, dass sich das ändert."

Lienen warnt vor Rechtspopulismus

In dem Interview mit dem Boulevardblatt unterstützte Lienen die Protestaktionen gegen den G-20-Gipfel in Hamburg und rief zum Widerstand gegen Rechtspopulisten auf. "Viele Menschen glauben diesen Stimmenfängern", sagte der Pauli-Trainer. "Das ist der Grund, dass Leute wie Marie Le Pen, hier die AfD, Wladimir Putin, vor allem aber Donald Trump nach oben kommen. Es gibt einen Riesen-Leidensdruck bei den Menschen, den viele unserer Politiker nicht mehr mitbekommen. Aber zu glauben, dass ein Paradiesvogel, dem das Geld aus den Ohren rauskommt, ihnen hilft, kommt aus einer totalen Not heraus. Da müssen wir unglaublich aufpassen und dem entgegenwirken."

Ewald Lienen ist seit 2014 Cheftrainer des FC St. Pauli. Von 1974 bis 1992 spielte er als Stürmer für Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach und den MSV Duisburg in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga. 1985 hatte er bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen als Parteiloser erfolglos für die linke Friedensliste kandidiert. (cw)



#1 schwarzerkater
  • 21.05.2017, 07:48h
  • ich hatte mich schon in den 90er-jahren im stadion den fc. st. pauli immer wohl gefühlt. war mehrmals mit meinen (hetero-)freunden bei den spielen live dabei. natürlich haben die mich gern und oft damit aufgezogen, ich würde ja nur mit ins stadion gehen, weil ich mir die kerle auf dem platz ansehen wollte.
    schon damals hat das im stadion keinen der anderen fans gestört, wenn sie das mitbekamen; und das im stehplatzbereich, wo man eng an eng beieinander steht und von den nachbarn alles mithören kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 schwarzerkater
  • 21.05.2017, 07:50h
  • "... Es gibt einen Riesen-Leidensdruck bei den Menschen, den viele unserer Politiker nicht mehr mitbekommen. ..."
    damit hat Ewald Lienen die sache auf den punkt gebracht
  • Antworten » | Direktlink »
#3 HanseatAnonym
  • 21.05.2017, 09:24h
  • Ach der Herr Lienen mal wieder,zu allem muss er seinen Senf abgeben. Ja auch beim St.Pauli Verein gibts Homophobie. Man denke nur an die aggressiven Ultras...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FrauLePenAnonym
#5 Patroklos
#6 AngelZAnonym
  • 21.05.2017, 10:13h
  • Antwort auf #3 von Hanseat
  • Also ich muss schon sagen, dass St Pauli ein Verein ist der aufjedenfall zu denen mit wenig Homophobie gehört. Der Verein selbst untrstützt an vielen LGBTQ Tagen diese Feste und der Herr Lienen ist ein sehr sympatischer Trainerder trotz der Zeit in der er augewachsen ist, sehr tolerant ist!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 swtgdfgdAnonym
  • 21.05.2017, 10:18h
  • Wer möchte schon Kult sein?

    Wäre doch schon wenn es schlicht normal wäre, wenn offen schwule Fußballspieler Profifußball spielen und es niemanden interessiert ob jemand schwul oder hetero oder bi ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 NajaAnonym
#9 Andreas DurrAnonym
  • 21.05.2017, 12:05h
  • Wenn ich Red Bull wäre, ich würde MILLIONEN ausgeben um den ersten Top-Bundesligaspieler für RB Leipzig

    - zu finden
    - unter Vertrag zu nehmen
    - als schwulen Spieler zu promoten

    Dann hat man's all diesen "Tradionsvereins"-Laberhansels mal wieder gezeigt.

    Wenn das einer packt bevor ich alt und grau werde, dann Red Bull.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 spitilodAnonym
  • 21.05.2017, 12:22h
  • Antwort auf #3 von Hanseat
  • Also zumindest in Köln sind die Ultras keinesfalls homophob, allenfalls spiesser-phob.

    Das ist eine ganz lustige Truppe, die helfen sich auch privat. Von Homophobie keine Spur, im Gegenteil.
  • Antworten » | Direktlink »